Beiträge von Anja Terchova


    Telefonica hat mehr Kapazität im 4G Netz als Vodafone, bei 3G sowieso. Da sieht man wieder wie wenig in deinen Aussagen steckt. Alles nur Schätzungen und kein Hintergrund.

    Doch, das ist diesmal ein reales beispiel. Viele Kleinstaedte wuerden hier sowohl von o2 als auch E-Plus vom UMTS Ausbau uebergangen, von Vodafone uebrigens auch. Aber Vodafone hat dann immerhin 2012/2013 LTE800 zur Lizenzerfuellung aufgebaut.


    Wo es hier o2 UMTS gibt sind es aber auch nur zwei Traeger, naemlich 10786 und 10762. Die beiden anderen Traeger verwendet o2 nur in Grossstaedten und Ballungsraeumen. Gleiches gilt fuer LTE-CA.


    Weitere Facts:
    - o2 LTE laeuft ueberhaupt erst seit April 2019 (vorher gabs bei o2 nur GSM mit EDGE)
    - die Telekom hat an zwei Standorten UMTS in Betrieb genommen bevor o2 GSM aktiviert hat (vorher gabs T-Mobile Roaming)

    Die Verteilung entspricht den Marktverhältnissen. Bleibt nur zu hoffen dass die Telekom auch ihre Vorteile bei der Nutzung der einzelnen Frequenzen voll ausspielt. Sprich die Frequenzen auch ordentlich nutzt in der Fläche.

    Die Telekom hat doch jetzt schon bei 3G/4G eine so gewaltigen Vorsprung das sie eigentlich garnicht ausbauen muessen


    Hier sieht es naemlich oft so aus:


    Telekom: 4 Standorte
    a) 3 Sektoren: GSM900 + 2 Traeger UMTS2100 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800
    b) 3 Sektoren: GSM900 + 2 Traeger UMTS2100 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800
    c) 2 Sektoren: GSM1800 + 2 Traeger UMTS + 20 MHz LTE1800
    d) 3 Sektoren: GSM900 + 2 Traeger UMTS2100 + 10 MHz LTE800 + 5 MHz LTE900 + 20 MHz LTE1800 + 10 MHz LTE1800


    Vodafone: 3 Standorte
    b) 3 Sektoren: GSM900 + 10 MHz LTE800
    d) 3 Sektoren: GSM900 + 10 MHz LTE800
    e) Rundstrahler GSM900


    Telefonica: 1 Standort
    d) 3 Sektoren: GSM900 + 10 MHz LTE800


    Wenn ich jetzt mal die 3G/4G Kapazitaet (2G lass ich weg) mit Sektoren * Bandbreite in MHz berechnet komme ich auf folgende Werte


    Telekom: 465
    Vodafone: 60
    Telefoncia: 30


    Von der Kapazitaet her hat die Telekom mehr als genug, wichtiger waere es da mal auch endlich die Discounterkunden in LTE zu lassen, und den MagentaMobil XS / S Kunden und den MagentaMobil Prepaid Kunden mehr Datenvolumen zu geben. Das Netz wuerde es bestimmt locker verkraften.

    Sinnvoll wäre für 1&1 erstmal primär auf fixed Wireless zu setzen und erst sekundär die Frequenzen mobil nutzen. Mit den eingesparten Gebühren für die letzte Meile könnte man zumindest etwas verdienen.

    Die 3,5 GHz Frequenzen sind aber nur in Grossstaedten und Ballungsraeumen nutzbar, und dort buhlen eh schon Telekom Supervectoring-VDSL, Kabelinternet und Glasfaser vom Regioprovider oder den Stadtwerkenversorgungsunternehmen drei Technologien um die Kunden. Und an jeder Ecke gibts Offenes WLAN. Da braucht es nicht noch 5G Fixed Wireless als 5. Infrastruktur.


    Preislich bekommt dort fuer ~25€ wahlweise 50/10 MBit/s DSL oder 100/6 MBit/s Kabelinternet, Glasfasereinstiegstarife gehen oft schon bei so ~20€ fuer 20/2,5 MBit/s los, und wer Glueck hat das er Offenes WLAN empfaengt kommt sogar komplett fuer lau ins Internet.


    -gefühlte 5 Jahre Updates
    -Fernwartung möglich
    -automatische Datensicherung vom PC zu Datenträger an der Box oder in die Cloud möglich

    Das wuerde mich jetzt weniger intressieren, aber was die FritzBoxen intressant macht ist das Service Menue mit dem man das DSL Spektrum etc. anschauen kann.


    Vorallem wenn z.B. die Telekom wo nur DSL 3000IP schalten will oder wenn man VDSL 25 versprochen bekommt aber dann nur mit so 12-15 MBit/s synchronisiert wird. Dann kann man mit Screenshots durchaus im ersten Fall ein hoehere Profil rausverhandeln und im zweiten Fall einen Technikertermin andordern der dann vielleicht irgendwo einen oxidierten Klemmblock findet.

    Insgesamt eine Enttaeuschung: Nicht nur viel zu teuer, sondern auch eine recht unbrauchbare Verteilung. :( :( :( :( :(


    1&1 Drillisch hat zwar Frequenzen, aber viel zu wenig um ein vernünftiges Netz aufzubauen können, und vorallem vor 2026 keine Frequenzen unterhalb von 3,5 GHz! Und fuer Telfonica o2 wird es ab 2026 kritisch eng bei den 2,1 GHz Frequenzen.


    Im Grunde muessen Telefonica o2 und 1&1 Drillisch jetzt eine "Zwangsehe" eingehen. Dafuer hat man aber unnoetig viele 3,5 GHz Frequenzen, denn 120 MHz kann man kaum sinnvoll nutzen.

    Leider wurde das Angebot nicht genutzt, sondern Vodafone hat sich sofort den 2100er Block zurueckgeholt, der 3600er Block blieb aber bis Runde 492 unbesetzt.


    Ich frag mich was die Anbieter fuer ein Ziel haben, weil erst kloppt man mach um die 3600er Bloecke, und ist dann Einer frei, will ihn Keiner. Spaetestens bei der komplett vergebenen Runde 492 haette man dann aber "den Deckel draufmachen" sollen. Telekom 8 Bloecke, Vodafone 9 Bloecke, Telefonica 7 Bloecke, Drillisch 6 Bloecke waere doch halbwegs akzeptabel gewesen. Und ueber 6,52 Mrd. € waeren locker mehr als teuer genug gewesen!


    Mit Runde 493 kam dann wieder das Alte Spiel um einen 3600er Block, und die Summe jetzt ueber 6,54 Mrd. €.


    Ich frag mich echt was das soll, wenn das so weiter geht, sind wir bald ueber 7 Mrd. €. Und um das einen Anbieter aus der Auktion draengen kann es jetzt auch nicht mehr gehen, denn eine solche Summe wird jetzt schon geteilt durch Vier eine teure Sache, geteilt durch Drei wuerde es horrend teuer. Das kann jetzt auch nicht mehr im Sinne der Anbieter sein.


    *****


    Dabei haette man jetzt durch das Drillisch-Angebot noch eine schoene Idealloesung fuer unter 6,5 Mrd. € erreichen koennen:


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    Ohne 20 MHz bei 2100 MHz sähe das Vodafone-Netz auch nicht sonderlich gut aus...

    Natuerlich haette Vodafone gerne 20 MHz im 2100 MHz Bereich um bei existierenden UMTS Stationen einfach und guenstig LTE2100 nachruesten oder aktivieren zu koennen. Denn die Standorte fit fuer LTE1800 und LTE1500 zu machen waere aufwendiger und teurer. Aber zumindest hat Vodafone von den Frequenze her diese Option.


    Aber Drillisch als Newcomer, und o2 als Anbieter bei der letzten Auktion ganz ohne 1500 MHz Frequenzen und mit knappem 1800 MHz Frequenzen rausgingen, haben diese Optionen jetzt nicht mehr, und brauchen die Frequenzen deshalb noch dringender.

    Was will die Telekom (und auch Vodafone) mit den ganzen Frequenzen, die lassen doch eh nicht alle Kunden in das Netz, siehe LTE. Das hätte man als Auflage auch festlegen sollen.


    Eigentlich müsste Telefonica die meisten Blöcke bekommen, da die höchste Kundenzahl und der einzige Anbieter, der diskriminierungsfreien Netzzugang bietet.

    Mit der Problematik, hast du durchaus recht, und eine Freigabepflicht waere durchaus wunschenswert gewesen.


    Allerdings laeuft es auch bei Telefonica nicht perfekt, denn man muss bei o2 schon froh sein wenn man wenigstens GSM900+LTE800 hat, wahrend bei der Telekom der Vollausbau mit GSM900+UMTS2100+LTE800+LTE1800 vorhanden waere. Zudem hat Telefonica oft nur 1 Standort wo die Telekom 3-4 Standorte hat.


    Der einzige Grund Telefonica mehr Frequenzen zuzugestehen ist, das sie schon im 900 MHz, 1500 MHz und 1800 MHz Bereich den Kuerzeren gezogen haben.