"Turbo-Rolf" muss nicht ins Gefängnis

  • Wie wärs denn damit:
    * Auf drei- und mehrspurigen Autobahnen kein Tempolimit
    * Auf zweispurigen Autobahnen aufgrund des zu großen Gefälles zwischen LKW-80er Spur und 220+ Spur Begrenzung auf 150.
    * absolutes LKW-LKW-Überholverbot


    So wäre jedem klar, dass man auf ner dreispurigen links mit schnellen Autos zu rechnen hat, sollte also mit Kleinwagen diese Spur nur wenn unbedingt nötig nutzen.
    Auf zweispurigen Strecken kann man sicher LKWs überholen, ohne fürchten zu müssen, dass mit über 150 km mehr einer von hinten andonnert

  • Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen halte ich nicht für sinnvoll, es gibt genug Autobahnabschnitte, wo z.B. ein Kreuz noch nicht fertiggestellt ist, und dort dann ziehmlich wenig Verkehrs herrscht, so dass man dort ohne jemanden zu gefähreden höhere Geschwindigkeiten fahren kann. Und nachts sind noch mehr Autobahnen gering ausgelastet.


    Ich denke da würde sich ein Tempolimit eher negativ auf die Unfallstatistik auswirken, als positiv.


    Das Kleinwagen generell nicht für die Autobahn geeignet sind würde ich nicht sagen. Der kürzere Radstand ist zwar nicht unbedingt ideal aber ich würde sogar sagen, das z.B. ein aktueller Polo besser auf der Autobahn liegt als eine Golf II. Von der Motorisierung her macht natürlich auch bei Kleinwagen ein stärkerer Motor mehr Spass, aber wie man fahren will muss jeder selber wissen. Und es gibt ja auch in Kleinwägen starke Motoren ... ich meine jetzt nicht überzüchtete Motoren.


    Aber 750kg kommt mir für einen Polo extrem wenig vor, imho haben die auch so 900 - 1000 kg mindestens.

  • Zitat

    Original geschrieben von Snake
    Wie wärs denn damit:
    * Auf drei- und mehrspurigen Autobahnen kein Tempolimit
    * Auf zweispurigen Autobahnen aufgrund des zu großen Gefälles zwischen LKW-80er Spur und 220+ Spur Begrenzung auf 150.
    * absolutes LKW-LKW-Überholverbot


    Ein absolutes LKW Überholverbot würde ich auch begrüssen.


    Aber ich denke das zweispurige Autobahnen auch keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung bekommen sollten, auf Abschnitten mit noch nicht fertiggestellen Anschlüssen ist manchmal auch wenigs los das man gefahrlos schnell fahren kann, und nachts sowiso. Da kann man teilweise locker auf der rechten Spur 200km/h fahren, da wäre eine Begrenzung wirklich sinnlos.


    Wenn dann wäre es eher sinnvoll:
    - von 7h - 19h eine Bechränkung auf 160 km/h, aber in der von 19h - 7h keine Beschränkung.
    - unausgelastete Autobahnabschnitte auch tagsüber für volle Geschwindigkeit freigeben.


    Ansonten wäre ich auch dafür, die LKW Maut schön hoch zu halten, und sie auch auf Kraftfahrstrassen und Bundesstrassen auszudehnen, damit LKWs nicht ausweichen können, und noch andere Strassen belegen, wo es noch schlimmer ist. Dann wäre sich vielleicht mehr Lastverkehr auf die Schiene verlagern.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen halte ich nicht für sinnvoll, es gibt genug Autobahnabschnitte, wo z.B. ein Kreuz noch nicht fertiggestellt ist, und dort dann ziehmlich wenig Verkehrs herrscht, so dass man dort ohne jemanden zu gefähreden höhere Geschwindigkeiten fahren kann. Und nachts sind noch mehr Autobahnen gering ausgelastet.


    Ich denke da würde sich ein Tempolimit eher negativ auf die Unfallstatistik auswirken, als positiv.


    Soso durch langsamere Geschwindigkeiten auf der Autobahn siehst Du eine Erhöhung der Unfallzahlen. Ist es nicht eher so das nachts hohe Geschwindigkeiten zu fahren GEFÄHRLICHER ist als niedrige ? Der Mensch ist eigentlich zum Nachtfahren nicht geeignet, allein schon wegen seiner inneren Uhr. Nachts hat man auch längst nicht die Konzentration wie tagsüber das ist schon mehrfach nachgewiesen worden. Gerade jetzt zur Urlaubszeit laufen ständig Reportagen darüber.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hilden
    ...Zunächst, bei Testfahrten hat es die Polizei mit ähnlich PS-starken Fahrzeugen nie geschafft die Strecke in 29 min bis zur Unfallstelle zu schaffen, sondern das niedrigste waren 41 min. Wäre für mich schon ein Grund in dubio pro reo für den Angeklagten auf Freispruch zu entscheiden...


    Wo stammt diese Aussage her?
    Wer rechnen kann, kommt darauf, daß 83 km bei durchschnittlich 120 km/h in ca 41,5 min zu schaffen sind. Wenn der Verurteilte mit mehr als 200 kmh unterwegs gewesen ist, wird er sicherlich eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit gehabt haben, frühmorgens ist das doch kein Problem...


    Soviel zu den Tatsachen, die man hin und her drehen kann. In meinen Augen hat das Gericht den Schuldigen gefunden, und dieser sollte angemessen bestraft werden.
    Testfahrer sollten imho Menschen mit hohem Risoko- und Verantwortungsbewußtsein und nicht nur einem schweren Gasfuß sein. Der Turbo-Rolf genannte MB-Testfahrer macht zumindest in der Öffentlichkeit keinen solchen Eindruck.

  • Wo du gerade die Konzentration ansprichst.


    Wenn man ein Tempolimit von 130 km/h hätte und sich dran halten würde, dann wäre auch nachts imho bestenfalls eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 km/h zu erziehlen. Für Eine Autobahnstrecke von sagen wir mal 150km würde man jetzt dafür 1:26h brauchen.


    Ohne Tempolimt, sagen wir mal ist man z.B. bereit maximal 190 km/h zu fahren. In diesem Fall würde ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 155 km/h ansetzen. Dann würde man für die gleiche Strecke nur 0:58h brauchen.


    Was ist jetzt einfacher? Sich 1:26h oder 0:58h zu konzentrieren?


    Ausserdem denke ich das die Unfallhäufigkeit nur bei dichtem Verkehr mit der Geschwindigekeit zu- und abnimmt. ... Bei geringem Verkehrt nimmt die Unfallhäufigkeit eher mit der Fahrzeit zu- und ab.


    Es stimmt schon das man nachts besonders die Geschwindigkeit schlechter einsätzen kann. Aber das ist vorallen eine Gafahr auf Landstrassen, das man sich verschätzt und wegen überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve fliegt oder Fußgänger überfährt. Auf der Autobahn sowas zu schaffen ist eher schwierig.


    Das man sich ältere Leute vielleicht nachts schlechter konzentrieren kann stimmt schon, aber dafür sind Nachfahrten wesentlich entspannender. In aller Regel ist man nachts mit dem PKW privat unterwegs ... also schon mal kein Termindruck. Ausserdem hat gibt es nachts auf den Landstrassen keine Traktoren mit landwirtschaftlichen Maschienen und weniger Lastwägen, also weniger Überholvorgänge und deswegen auch weniger Risiko.


    Ich selber bin auch schon oft mehr als 180 km/h gefahren ... und ich möchte amerken das ich bestimmt 75% davon nicht Überholmanöver waren, sondern das ich die 180 km/h zu 75% auf der rechten Spur gefahren bin weil niemand vor mir war.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn


    Was ist jetzt einfacher? Sich 1:26h oder 0:58h zu konzentrieren?

    Sorry, aber das ist eine absolute Millchmädchenrechnung. :rolleyes:


    Das Fahren mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h erfordert wesentlich weniger Aufmerksamkeit als bei einer Geschwindigkeit von 190 km/h - insofern ist es naiv, die aufzubringende Konzentration lediglich anhand der Dauer zu schätzen.


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn


    aber dafür sind Nachfahrten wesentlich entspannender. In aller Regel ist man nachts mit dem PKW privat unterwegs ... also schon mal kein Termindruck. Ausserdem hat gibt es nachts auf den Landstrassen keine Traktoren mit landwirtschaftlichen Maschienen und weniger Lastwägen, also weniger Überholvorgänge und deswegen auch weniger Risiko.

    Au weia...


    Du solltest Nachtfahrten nicht als entspannender einschätzen, nur weil die Verkehrsdichte nicht so hoch ist. Nachts passieren relativ gesehen wesentlich mehr Unfälle als tagsüber, weil das Auge des Menschen einfach nicht in dem Maße für Aktivitäten in der Nacht gedacht ist, wie es für den Tag geeignet ist. Aus dem Grund erfordert das Fahren in der Nacht unabhängig von der Geschwindigkeit wesentlich mehr Konzentration als das Fahren am Tag - und deshalb kracht es nachts auch wesentlich öfter.

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Martyn: Deine Argumentationen hier sind wirklich einzigartig daneben, das ist mir sogar schon wieder ein :top: wert.


    Also bin eigentlich gegen ein generelles Tempolimit, aber ich war erst gestern wieder in NL unterwegs und habe dort feststellen können das es auf deren Autobahnen wesentlich gelassener zugeht und ich selbst mit 130 auf der Linken Spur dahingleiten konnte, ohne dauernd in den Rückspiegel nach Turbo Rolfs Verwandten gucken zu müssen.

  • Generell erfordert fahren bei Nacht schon mehr Konzentration, aber durch die Verkehrsdichte wird man schon auch wirklich entlastet. Denn ein Spurwechsel fordert schon auch Konzentration, und das auch am Tag. Und wenn ich am Tag auf 10km viermal die Spur wechseln muss, dann fordert das mindestens genauso, als mal bei Nacht zu fahren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Generell erfordert fahren bei Nacht schon mehr Konzentration, aber durch die Verkehrsdichte wird man schon auch wirklich entlastet. Denn ein Spurwechsel fordert schon auch Konzentration, und das auch am Tag. Und wenn ich am Tag auf 10km viermal die Spur wechseln muss, dann fordert das mindestens genauso, als mal bei Nacht zu fahren.


    Wenn schon am Tag viel Konzentration nötig ist um NUR die Spur zu wechseln wie hoch muß Deiner Meinung nach die Konzentration erst sein ZUSÄTZLICH mit über 200 Klamotten unterwegs zu sein. Und rechtfertigt nicht allein schon das ein Tempolimit das die meisten Autofahrer dieser Konzentration (z.B. durch Streß usw.) überhaupt nicht gewachsen sind ????


    Fahr bitte mal nach Belgien und auch in die Niederlanden und benutze dort mal die Autobahnen. Du scheinst den Vergleich nicht zu kennen und auch nicht wirklich wissen zu wollen. Danach sprechen wir uns wieder.

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