Hallo TT'ler,
zur Zeit meint es Gott ziemlich gut mit mir oder Murphy und Doyle hatten da wieder ihre Finger im Spiel. Zur Geschichte:
Gestern Nachmittag klingelte meine Nachbarin an meiner Tür und wollte sich erkundigen, ob meine Wand auch vom nächtlichen Unwetter feucht sei. Sie deutete auf den, in der Wand integrierten, Schrank. Dort sei schon einmal vor 2 Jahren beim Vormieter das Wasser nur so rausgeschossen. Es war zwar alles leicht "klamm"/feucht, aber nicht wirklich nass. Da ich noch etwas Wichtiges in der Stadt zu erledigen hatte, konnte ich mich also nicht direkt darum kümmern.
Als ich wieder daheim war, fing es draußen wieder kräftig zu regnen an und nach ein paar Minuten dachte ich mir, dass man ja mal nachsehen könnte, wo die Feuchtigkeit denn nun herkam und ich wurde angenehm überrascht. Als ich den Schrank öffnete, lief bereits ein Wasserstrahl(!), sprich keine Tropfen, aus der Decke in den Schrank und zwar in einem gesunden Gelbton. Im Schrank stand also schon ein halber cm Wasser, es tropfte dann noch aus der Decke (ohne Wandkontakt, direkt vor dem Schrank aus der Decke) und alles verfärbte sich natürlich gelb, was sich sehr hübsch auf einer weißen Tapete macht...
Also rüber zur Nachbarin, Nummer des Hauswarts geholt und ihm alles erklärt, wie es bereits meine Nachbarin gemacht hat und zusätzlich zum Dachdecker könnte er auch noch direkt die Handwerker mitbringen, denn Decke, Wand und Schrank sind aus Holz und das fault/schimmelt fröhlich vor sich hin, wenn es nicht fachmännisch getrocknet wird. Zu meinem Erstaunen verweigerte er es, weitere Handwerker zu holen und ich solle mich direkt an die Vermieterin wenden, ihre Versicherung solle den Schaden regulieren, er könne/wolle da nichts machen.
Heute erzählt mir meine Nachbarin, dass der Hauswart gemeint hätte, wir sollen das ganze selber, auf eigene Kosten, renovieren. Leider geht der nun auch nicht mehr ans Telefon.
Die Vermieterin, welche 150km entfernt wohnt, meldet sich aber nicht auf telefonische Anfragen, es geht nur der AB ran.
Würde denn die Versicherung der Vermieterin auch den entstandenen Schaden in meiner Mietwohnung übernehmen oder ist das generell aussichtslos? Bei einem, von mir gänzlich unverschuldeten, Wasserschaden kann ja keine Rede von Schönheitsreperaturen sein, die ja laut Mietvertrag in meine Pflicht fallen würden. Denn wie bereits gesagt, es geht nicht nur um den "optischen" Schaden, sondern auch um die generelle Bausubstanz und eventuelle gesundheitliche Schäden, die durch z.B. auftretenden Schimmel entstehen könnten.
Leider habe ich zur Zeit weder Hausrats-, noch Rechtsschutzversicherung, sodass das alles ggf. schwierig werden könnte.
Aber meinem Glück in den letzten Wochen, wird mein erster Gang am Montag wohl zur Allianz, Gothaer und Co. gehen, um mir einigen Ärger in der Zukunft zu sparen.
Vielleicht kennt sich ja jemand auf diesem Gebiet aus und weiß Rat.
Dank und Gruß,
David