Arbeitlos -> Selbstständig: Leasing?

  • speedster123: Warum muss es UNBEDINGT ein neues oder neueres Auto sein? Kommts Deinen zukünftigen Kunden so sehr darauf an, dass du Autoersatzteile in einem schicken neuen Sprinter anlieferst? Oder willst Du selber ein neueres Auto in der 20.000 Euro-Klasse fahren, schön mit 170PS CDI, Klima und trallala?


    Falls die Antwort auf die letze Frage "ja" sein sollte, kannst Du dich ja mit ihm
    hier zusammensetzen, der wollte auch UNBEDINGT zwei neue Smarts haben.


    Aber On-Topic: Lieber eine alte Beule für nen Tausi privat kaufen und mal schauen, ob Dir das Geschäft überhaupt zusagt und Du den Belastungen standhälst, die als Selbstständiger unweigerlich auf Dich zukommen, als sich hoffnungslos zu verschulden. So ein Autokredit kann einen total fertig machen, selbst wenn Du wieder in ein nichtselbständiges Arbeitsverhältnis eintrittst

  • Zitat

    Original geschrieben von speedster123
    Auto Ersatzteile. Voraussetzung ist, das man ein neueres Auto hat, mindestens 2002 BJ.

    Klingt irgendwie nach SubUnternehmer/Scheinselbstständigkeit... da würde ich die Finger davon lassen, so ehrenhaft Deine Beweggründe auch sein mögen!

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Ciao,


    also ich würde auch abraten von einem Leasing. Erstens bezweifel ich das du eins bekommst, und zweitens ist das Risiko viel zu hoch. Ich habe damals auch überlegt, und mein Konzept war ansich Bomben sicher. Von meiner Seite hat alles geklappt, nur wenn Kunden nicht zahlen wird das schnell zum Struddel nach unten.


    Ansonsten kann ich dich einfach mal auf meine Sig verweisen (ist ein TT-Thread). :)


    Ciao Vito

    Der Mann mit den Hochzeiten

  • Leasing ist halt immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bringt man es sofort Gewinnsenkend in die BWA. Auf der anderen Seite ist es halt nach wie vor die teuerste Form der Finanzierung.


    Zugegeben, man bindet bei Kauf schon eine oftmals nicht unbeträchtliche Summe an Liquidität, allerdings ist die Frage, was sinnvoller ist. Habe ich das Kapital für ein Auto nicht, ist es meist halt auch so, dass man sich eigentlich auch keines leisten kann.


    Klar, bekomm ich beim Hersteller ne 0,9% Finanzierung ist das wieder was anderes. Ne flexible Anlage mit 2% garantierter Rendite findet man immer...


    Ich war und bin jedenfalls Froh, dass ich die Krux "Leasing" bis dato immer umgehen konnte!


    Charlie

    --
    Die 5 Sinne des Menschen:
    Unsinn, Irrsinn, Stumpfsinn, Blödsinn und mein persönlicher Liebling, der Wahnsinn.
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  • Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    [...] Auf der anderen Seite ist es halt nach wie vor die teuerste Form der Finanzierung.
    [...]


    Wenn ich mich recht entsinne, hast du diesen oder einen ähnlichen Satz bereits an anderer Stelle in anderen Threads verwendet, leider wird er davon nicht richtiger.


    Weder war, noch ist Leasing die teuerste Form der Finanzierung! Leasing kann teurer sein als ein Kredit von der Hausbank und ein anschließender Barkauf, muss und ist es meist aber nicht.

  • Du hast recht, das ist einer meiner Standardsätze.


    Man kann ihn allerdings nicht oft genug wiederholen da er richtig war und ist.


    Es gibt, wie sich in dem anderen Thread damals rauskristalisiert hat, bestimmte Konstellationen, in denen diese These nicht zutrifft, wird ein Leasingangebot aber nicht irgendwie quergesponsort oder ähnliches stimmt sie.


    Und gerade bei nem Lieferwagen sind solche "Modesponsorings" eher selten.


    Charlie

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  • Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Es gibt, wie sich in dem anderen Thread damals rauskristalisiert hat, bestimmte Konstellationen, in denen diese These nicht zutrifft, wird ein Leasingangebot aber nicht irgendwie quergesponsort oder ähnliches stimmt sie.


    Dann scheinst du nach wie vor das Konstrukt "Leasing" nicht verstanden zu haben. Du zahlst beim Leasing nur für die Nutzung des Fahrzeuges (km-Vertrag). Die Leasingrate basiert dabei immer auf Nutzung, Zins und erwarteter Restwert. Der von der Leasinggesellschaft erwartete Restwert kann die künftige Entwicklung des Fahrzeugwertes in der Zukunft korrekt abbilden, sie kann aber auch deutlich daneben liegen. Das die Leasinggesellschaften oft genug zu Ihren Ungunsten daneben liegen, sieht man z.B. daran, dass dem Leasingnehmer das Fahrzeug angedient, heißt zum Kauf angeboten wird. Würde die LG anderweitig (am Markt) mehr erlösen, würde sie dies nicht tun.


    Fakt ist, dass sich die verschiedenen Fremdfinanzierungsformen, wie z.B. Kredit, Leasing oder Miete wesentlich nach den gleichen Kriterien errechnen.


    Dann davon zu sprechen, dass Leasing die teuerste Form der Finanzierung ist, bleibt sachlich einfach falsch. Dabei sind die bilanziellen Vorteile für gewerbliche Kunden noch nicht einmal berücksichtigt.

  • Zitat

    Original geschrieben von nutellatoast
    Dann davon zu sprechen, dass Leasing die teuerste Form der Finanzierung ist, bleibt sachlich einfach falsch. Dabei sind die bilanziellen Vorteile für gewerbliche Kunden noch nicht einmal berücksichtigt.


    Nunja, der Begriff Finanzierung ist die diesem Zusammenhang nicht ganz korrekt, da gebe ich Dir recht. Jedoch bleibt die Sache an sich gleich. Wenn ich eine Leistung nicht aus meinen liquiden Mitteln beschaffe, finanzier ich sie. Egal, ob dies über Leasing, Kredit, Kontokorrent, usw. von statten geht.
    Diese einzelnen Produkte unterscheiden sich zum Teil ganz erheblich voneinander, auch da gebe ich Dir recht.
    Das Leasing jedoch immer einen BIlanziellen Vorteil bringt seh ich nicht so. Ich für meinen Teil schmälere beispielsweise meinen Gewinn lieber in Form von Rücklagen o.Ä. Aber gut, auch da gibts einige Betrachtungsweisen.


    Betrachtet man bei den Fahrzeugkosten Leasing, Miete, Finanzkauf und Kauf aus liquiden Mitteln über einen gewissen Zeitraum hinweg (üblicherweise 2 oder 3 Jahre), also quasi Erwerb - Nutzung - Verkauf, kommt man unterm Strich in den allermeisten Fällen (wohlgemerkt nicht in allen!) einfach darauf, daß Leasing am teuersten ist!


    Grüße


    Charlie

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  • Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Das Leasing jedoch immer einen BIlanziellen Vorteil bringt seh ich nicht so. Ich für meinen Teil schmälere beispielsweise meinen Gewinn lieber in Form von Rücklagen o.Ä. Aber gut, auch da gibts einige Betrachtungsweisen.


    Habe ich nie behauptet.


    Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Betrachtet man bei den Fahrzeugkosten Leasing, Miete, Finanzkauf und Kauf aus liquiden Mitteln über einen gewissen Zeitraum hinweg (üblicherweise 2 oder 3 Jahre), also quasi Erwerb - Nutzung - Verkauf, kommt man unterm Strich in den allermeisten Fällen (wohlgemerkt nicht in allen!) einfach darauf, daß Leasing am teuersten ist!


    Nein und nochmals Nein! Leasing, Miete und Finanzkauf als Arten der Fremdfinanzierung nehmen sich unterm Strich nichts. Natürlich ist die Kostellation im Einzelnen entscheidend.


    Eine Fremdfinanzierung (z.B. Leasing) macht durchaus Sinn, wenn ich als Unternehmer mein meist knappes Eigenkapital deutlich rentabler Einsetzen kann, z.B. durch den Kauf einer Maschine und dafür den Fuhrpark fremdfinanziere.

  • Zitat

    Original geschrieben von nutellatoast
    Eine Fremdfinanzierung (z.B. Leasing) macht durchaus Sinn, wenn ich als Unternehmer mein meist knappes Eigenkapital deutlich rentabler Einsetzen kann, z.B. durch den Kauf einer Maschine und dafür den Fuhrpark fremdfinanziere.


    Das habe ich ja auch nie bestritten - Ich sage ja nur dass bei Fremdfinanzierungen die Finanzierung in Form von Leasing unterm Strich meistens die teuerste Form ist.
    Mein Buchhalter hat über dieses Thema seine Diplomarbeit geschrieben - diese These hat also schon Hand und Fuß!


    Charlie

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