Verpflichtung der Stadt Bereitstellung Parkplätze?

  • Hallo zusammen,


    weiß jemand von Euch ob die Stadt verpflichtet ist, in einem bestimmten Maße öffentliche Parkplätze für Anwohner in Wohngebieten zu Verfügung zu stellen?


    Bei uns ist das so, dass die nächsten Parkplätze 300 m weg sind - auf der Straße ist auch absolutes Halteverbot... wenn ich meine üblichen 3 Kisten Bier für´s Wochenende hole, ist das eine ganz schöne Schlepperei! :eek:


    Letztens gab´s wieder eine Verwarnung, während ich die Einkäufe die Treppen raufgeschleppt habe...


    Danke!!
    H.S.

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    From: etiquette yourself

  • Nein, (manche? viele?) Städte haben es sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben, so Autofeindlich wie möglich zu sein. Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus: *Du* als Hausbesitzer musst Parkplätze nachweisen! Da das v.a. bei Erweiterungen / Aufstockungen nachträglich nicht mehr möglich ist, kassieren die Städte eine Art "Ablösesumme" pro Parkplatz der nicht nachgewiesen werden kann. Damit ist der Käse für die Stadt gegessen. Dass in der Praxis die Plätze nach wie vor fehlen und inzwischen pro Mehrpersonenhaushalt mit 2 Autos bzw. 1 Auto pro volljähriger Person gerechnet werden kann interessiert da keinen.


    Hinzu kommt ja noch, dass die Stadt ein gutes Geschäft macht, wenn sie in den Wohngebieten auch Parkplätze einzeichnet (ich warte nur drauf, bis unsere Straße hier auch irgendwann "dran" ist...), wo früher alle bequem auf einer Seite in Reihe standen und sich niemand dran störte. Mit den Einzeichnungen werden es natürlich weniger Parkplätze (v.a. wenn die Grünen noch ein paar Blumenkübel aufstellen...) als vorher und "Falschparker" lassen sich wunderbar mit Knöllchen abkassieren. Meine persönliche Meinung zu dem Thema: Terrorismus des Staates gegen die eigenen Bürger :flop:

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Wieso wird eigentlich erwartet, dass die Allgemeinheit für die Unterbringung Privaten Eigentums verantwortlich ist. Wer ein Auto zulassen will, der sollte auch einen eigenen bzw. angemieteten Parkplatz dafür nachweisen müssen.


    Heute ist es leider so, dass über Erschließungskosten, Anliegerbeiträge und Ausgleichsabgaben die Kosten für die Autounterbringung gezahlt wird. Diese Kosten werden wiederum auf die Mieten abgewälz. So zahlt das arme Mütterchen, dass sich selbst kein Auto leisten kann, über ihre Miete dafür, das Drittwagenbesitzer ihre Fahrzeuge kostenlos abstellen können.


    Nicht die Autofahrer, sondern die Nichtautofahrer sind also die Gelackmeierten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Wieso wird eigentlich erwartet, dass die Allgemeinheit für die Unterbringung Privaten Eigentums verantwortlich ist.


    Das ist einfach zu beantworten. Es gibt ein öffentliches Interesse daran, daß Parkplätze für den ruhenden Verkehr geschaffen werden.
    Die gleiche Frage kann man sich nach der Logik bei vielen Dingen stellen, von denen man zwar selber nicht unmittelbar profitiert, aber trotzdem für die Finanzierung sorgt.

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Das ist einfach zu beantworten. Es gibt ein öffentliches Interesse daran, daß Parkplätze für den ruhenden Verkehr geschaffen werden.


    Wieso ist es denn im öffentlichen Interesse, dass Drittwagenbesitzer nicht eigenverantwortlich für die Unterbringung ihrer Fahrzeuge aufkommen müssen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli Wer ein Auto zulassen will, der sollte auch einen eigenen bzw. angemieteten Parkplatz dafür nachweisen müssen.


    Hmm... da gäbe es in manchen Gegenden aber kaum noch Autos. Beispiel Wuppertal Nordstadt: Viele Altbauhäuser, dito keine Garagen/Tiefgaragen.
    In jedem Haus wohnen 10 Parteien, vor jedes Haus passen aber nur 4 Autos.

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    From: etiquette yourself

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Wieso ist es denn im öffentlichen Interesse, dass Drittwagenbesitzer nicht eigenverantwortlich für die Unterbringung ihrer Fahrzeuge aufkommen müssen?


    Wer außer Dir spricht denn davon daß "Drittwagenbesitzer" Parkplätze zur Verfügung gestellt bekommen sollen?
    So wie ich diesen Thread verstehe, geht es erst einmal um Leute die einfach ihr Auto in der Nähe ihrer Wohnung abstellen möchten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Wer ein Auto zulassen will, der sollte auch einen eigenen bzw. angemieteten Parkplatz dafür nachweisen müssen.


    Wie soll man denn das bitte bewerkstelligen? In meiner Wohngegend gibt es nur öffentliche Parkplätze, geschweige denn Garagen, die man anmieten kann. Woher soll z.B. ich denn jetzt bitte einen Parkplatz anmieten? :rolleyes: Und muss man dann einen Parkplatz vor der Haustür und am Arbeitsplatz besitzen? :confused: Schließlich steht man das Auto auch öfters mal woanders als vor dem eigenen Wohnhaus ab.

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Wer außer Dir spricht denn davon daß "Drittwagenbesitzer" Parkplätze zur Verfügung gestellt bekommen sollen?



    Ich auch nicht. Es ging darum das die auf die Mieten abgewälzten Kosten der Autoverkehrs (Anliegerbeitrage ... ) in gleicher Höhe von Nichtautofahrern wie von Drittwagenbesitzern getragen werden müssen. Es Erfolgt also eine Subventionierung von Arm an Reich und das Grundbedürfnis "Wohnen" wird verteuert, um das Luxusbedürfnis "Drittwagen" zu verbilligen.

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Meine persönliche Meinung zu dem Thema: Terrorismus des Staates gegen die eigenen Bürger :flop:


    Man kanns auch übertreiben...aber es ist ja sehr beliebt, den Staat als bösen bösen Abzocker darzustellen. Und selbst wenn da einiges von wahr ist, so ist der Begriff Terrorismus gegen die Bürger mehr als unangebracht. Reichlich lächerlich in diesem Zusammenhang wie ich finde. Dass man das problem anspricht und sich drüber ärgert: verständlich, aber man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen...

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

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