Stell dir den WLAN-Router vor, wie die Basisstation für ein DECT-Telefon. Man kann mehrere Mobilteile per Funk an der Basisstation betreiben und interne Gespräche führen. Wenn du aber jemand anderen anrufen möchtest, muß dein Gespräch irgendwie zur Telekom/Arcor/Netcologne/... gelangen. Dafür schließt du deine Basistation an eine Telefondose, wofpr du ggf. nochmal andere Geräte brauchst, wie Nebenstellenanlage o.ä.
Ich weiß nicht, ob du dich jetzt für die technischen Details interessierst, daher lasse ich das erstmal weg. Knapp: Die Verbindung mit deinem Dienstleister geht bei DSL immer nur über ein Art von Modem. Manche WLAN-Router haben das eingebaut, und manche eben nicht. Wenn du schon ein DSL-Modem hast (gibts ja meist kostenlos bei der Bestellung von DSL), dann kannst du auch einen WLAN-Router ohne Modem kaufen.
ZitatOriginal geschrieben von N°5
Also machen ja im Grunde genommen beide Geräte das Gleiche, oder nicht?
Nein, Ein DSL-Modem ist erstmal nur ein Gerät welches es erlaubt eine Wählverbindung (PPPoE) über eine DSL-Leitung herzustellen.
Ein (PPPoE-)Client kann dann mit Benutzername und Passwort eine PPPoE-Verbidung aufbauen über die man dann das Internet benutzen kann. Dies ist einfach nur ein Stück Software. Früher gabs das als Zusatzsoftware für alte Windows-Versionen, WindowsXP hatte es dann integriert. Und seit ein paar Jahren haben das auch praktisch alle Router mit eingebaut (früher mußte noch extra achtgeben dass das Feature dabei war).
Was ein WLAN-Router wie er heute im Handel verkauft wird, also machen kann, ist dir ein lokales Netz zu ermöglichen (ggf. mit WLAN), und er hat einen eingabuten PPPoE CLient mit dem man Wählverbindungen aufbauen kann. Manche gehen jetzt eben noch einen Schritt weiter und bauen auch gleich das Modem mit ein. Ganz ohne Modem geht es aber nicht.
ZitatBeide können eine Verbindung ins Internet aufbauen. Also das eingebaute Modem und der WLAN-Router.
Das liegt daran, dass es um verschiedene Ebenen geht. Damit du eine Website aufrufst, werden auf mehreren verschiedenen Ebenen Verbdingungen aufgebaut. Vielleicht hast du mal vom ISO/OSI Schichtenmodell gehört, das beschreibt die 7 konzeptionellen Schichten auf denen Verbidnungen ablaufen. Das ist ein bißchen wie den Matroschkas, den schachtelbaren Holzpuppen. Jede Kommunikation auf einer der oberen Ebennen (das ist das was man als Benutzer von Internet mitbekommt), erfordert die erfolgreiche Verbindungen auf unteren Ebenen. Und alle Nutzdaten werden mehrfach, für jede Ebene mindestens einmal eingepackt. So - jetzt habe ich doch etwas mit den technischen Details angefangen, aber ohne kann man nicht erklären, warum jedes Gerät "auf seiner Ebene" eine Verbidnung herstellt.
ZitatIch dachte ein WLAN-Router ist dafür da eine Internetverbindung über Funk herzustellen und ein Modem über Kabel, also Ethernet oder wie man das nennt.
Nein, das ist nicht korrekt. Hängt teilweise damit zusammen das aus Merkatinggründen (und "Einfachheitsgründen") alle möglichen unterschiedlichen Funktionalitäten miteinander verwurschelt werden. Das WLAN steht für Wireless Local Area Network, es geht also nur um dein lokales Netz welches per Funk erreichbar wird und der eingebaute Router leitet dann - falls notwendig - die Anfragen die ins Internet gehören, dann auch ins Internet (übers Modem). So wird dann das Internet per Funk erreichbar gemacht.
