In Östereich erging ein interessantes Gerichtsurteil. Der Anbieter "Mobilkom Austria" wurde zur Abrechnung im Sekundentakt verurteilt, wie auf "teltarif" zu lesen war. So ein Urteil müßte in Deutschland auch mal im Intresse des Verbraucherschutzes ergehen. Da es bei uns kaum Tarife mit Abrechnung im Sekundentakt gibt, sondern meistens 60/1 , 60/30 oder 60/60 getaktet wird kann man natürliche die Minutenpreise niedriger setzen. In Wirklichkeit zahlt man aber viel mehr. Ein Gespräch das z.B. 20 Sekunden dauert, werden eine ganze minute abgerechnet. Man zahlt für eine Leistung die man gar nicht bekommen hat. Hier ist der Verbraucherschutz gefordert.
Gerichtsurteil: Abrechnung muß im Sekundentakt erfolgen.
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Wird so enden wie in Spanien: Die Netzbetreiber erhöhen ihre Minutentarife, um ihre "Einnahmeausfälle" auszugleichen. Die Kunden zahlen am Ende das gleiche wenn nicht sogar mehr.
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Ist doch klar das bei sekundengenauer Abrechnung der Minutenpreis etwas höher ist. Ist halt transparenter und ehrlicher als niedriger Minutenpreis und schlechter Taktung. Und ist rechtlich auch zweifelhaft, wie das Urteil in Österreich zeigt.
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Eigentlich könnte man das ja mit meinem Thread zusammenlegen, oder?
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Irgendwie finde ich zwar das z.B. eine 180/180 Taktung bei telesim oder eine 300/300 Taktung bei manchen Festnetzanbietern alles anderes als kundenfreundlich sind, und das sowas nicht sein sollte, aber eine von Gerichten verordnete 1/1 Taktung kann doch auch keine Lösung sein. Gerichte müssen ja nicht alles vorschreiben.
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Zitat
Original geschrieben von Martyn
Irgendwie finde ich zwar das z.B. eine 180/180 Taktung bei telesim oder eine 300/300 Taktung bei manchen Festnetzanbietern alles anderes als kundenfreundlich sind, und das sowas nicht sein sollte, aber eine von Gerichten verordnete 1/1 Taktung kann doch auch keine Lösung sein. Gerichte müssen ja nicht alles vorschreiben.
Doch, wenn die Anbieter nicht einsehen wollen, das nur eine Abrechnung im sekundentakt fair ist. -
Gerichte und Kartellbehörden müssen dann eingreifen, wenn sich Kartelle bilden. Wenn alle Anbieter im 60/1 Takt abrechnen, dann kann dies schon ein Eingreifen rechtfertigen. Aber solange der Kunde die Wahlfreiheit hat - niemand zwingt einen, Telesim zu nutzen -, liegt es an ihm, zu entscheiden.
Wenn er die Wahlfreiheit hat und im Festnetz beispielsweise einen 600/600 Takt wählt und den 1/1 Takt eines anderen Anbieters nicht nutzt, dann ist es letztendlich der Bürger, der die Abzocke zu vertreten hat, solange ihm vorher bekanntgegeben wurde, zu welchen Konditionen er telefoniert.
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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Doch, wenn die Anbieter nicht einsehen wollen, das nur eine Abrechnung im sekundentakt fair ist.Das ist nur nicht unbedingt das, was die Kunden wollen
Wenn ich die Wahl hab, 10 Cent pro Minute im 60/60 Takt zu zahlen, oder 15 Cent im 1/1 Takt, dann waehle ich den Minutentakt
Ist natuerlich immer ne Frage des Telefonierverhaltens - was du persoenlich als fair empfindest, muss noch lange nicht fuer andere so sein.Im Sinne der Kunden waere nur die Einfuehrung sekundengenauer Abrechnung ohne Preiserhoehung. Da die Taktung aber in die Kalkulation mit einfliesst, wirds das nicht geben...
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Und wer fasst mal die beiden Threads zusammen?
http://telefon-treff.de/showthread.php?s=&threadid=280171
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