Fußbodenheizung auf automatische Steuerung umstellen - wie?

  • Angeregt durch den Hausautomatisierthread habe ich mir mal ein kleines Projekt zur Brust genommen, von dem ich allerdings noch nicht weiß, wie und, wenn ja, ob mit vertretbarem Aufwand dies zu realisieren ist.


    Nach unserem Umzug Mitte des Jahres wohnen wir jetzt in einer Wohnung mit Fußbodenheizung. Es handelt sich hierbei um eine technisch nicht mehr ganz aktuelle Anlage mit ausschl. manueller Steuerung, d.h. es gibt keine Thermostate in den Räumen, sondern die Temparatur muss über kleine Stellregler für jeden Heizkreis geregelt werden. Dies soll lt. Vormieter und Vermieter eigentlich auch recht gut funktionieren - die Erfahrung sei wohl die, dass man am effizientesten fahre, wenn man die Heizkreise von z.B. Wohn- und Schlafzimmer nicht immer auf- und zudreht, sondern im Winter mehr oder weniger permanent auf einem relativ niedrigen Level offenlässt.


    Ob das wirklich so ist, hätte im Zweifelsfall der Winter zeigen müssen, allerdings wäre mir eine automatische, temperaturabh. Steuerung eigentlich lieber. Über die rechtliche Frage (d.h. ob die FBH nicht eigentlich sowieso temperaturabh. steuerbar sein müsste und der Vermieter dies auf eigene Kosten selbst nachrüsten müsste) will ich im Moment nicht diskutieren - eine kurze Webrecherche ergab, dass dies wohl der Fall wäre. Aber ich will mich im Moment eigentlich erstmal noch nicht mit dem Vermieter rumstreiten, und wenn das Ganze relativ einfach zu realisieren ist, hätte ich auch kein Problem damit, es selbst zu machen.


    Der Ist-Zustand sieht so aus:



    Die Regler oben sind von "Strawa". Von der Theorie her stelle ich mir das Ganze so vor, dass man diese Stellregler durch elektrisch regelbare Varianten ersetzt, die ihrerseits eine Funksteuerung haben müssten, wo es dann entsprechende Funksender dazu gibt, die in den fraglichen Räumen installiert werden.


    Es müssten hierbei gar nicht alle Stellregler ersetzt werden - letztlich wäre das Ganze nur für zwei oder drei der Heizkreise interessant.


    Was genau brauche ich dafür?

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • Es ist shconmal gut, das die Verteilerstation schon die genormten Ventile hat, weil so ziemlich was es heute auf dem Markt gibt genau diese Ventilgröße verwendet.


    Conrad hat ein solchens Funk-System im Angebot. Ist allerdings nicht ganz billig. Such mal nach Artikel Nr. 560609 - 62


    Von namhaftne Herstellern ist mir sowas nicht bekannt, wer von denen etwas in Richtung Hausautomation macht beteiligt sich an einem Herstellerübergreifendem BUS-System und hat keine Lust auf Insellösungen.


    IN EIB wäre das übrigends auch relativ einfach lösbar, müsste man nurmal ausrechnen, was kostenmäßig günstiger ist.
    EIB hätte jedenfalls den Vorteil das man das ganze auch erweitern kann und per PC fernbedienen kann. Man ist auch nicht auf diese dämlichen Conrad-Aufputz Thermostate angewiesen, sondern kann jede x-beliebiege vom Hersteller vertriebene Schalterserie nehmen.

  • Hallo,


    ich hab selbiges Problem in meiner Wohnung und mich mit dem Thema vor einiger Zeit auch schon mal beschäftigt.



    Das ganze hätte bei 4 Heizkreisen wie bei mir ca. 1500,-€ gekostet ( bei Selbstmontage ). Hätte beinhaltet:
    - Funkthermostate in 4 Räumen
    - Stellmotoren an der FH-Verteilung
    - Funkempfänger und Steuerung für FH
    - Stromanschluss dafür vom Sicherungskasten legen lassen
    ( ist aber schon 1 Jahre her )


    Ich kann dir leider nicht mehr sagen, wie die Firma heisst, von der die Teile waren. Du musst aber explizit System für FH nehmen. Thermostasteuerungen für normal Heizkörper, wie z.b. das vorgeschlagende von Conrad oder das FS-20 System von ELV sind untauglisch.


    Der Grund ist einfach: FHZ haben ein komplett anderes Reglungsverhalten als normale Heizkörper und darauf sind die System nicht abgestimmt. FH brauchen länger, um auf Änderungen der Regler zu reagieren.
    Kurz gesagt, wenn du 22° einstellst, fährt der Regler hoch, bis die 22° erreicht sind und schaltet dann wieder runter. Die FHZ hat aber soviel Wärmeenergie in den Heizschlangen, das die Temperatur weiter ansteigt.
    Das ganze muss von der Reglersoftware abgefangen werden, darum war das System aus so teuer, was ich ausgesucht habe. Die Regler waren selbstlernend.



    Fazit: zu teuer, mein Vermieter wollte nich mit dran zahlen, weil er die Wohnung mittlerweile eh zum Verkauf anbietet und ich wollte es nicht alleine bezahlen, da ich aus selben Grund nicht dort wohnen bleiben werden und meine nächste Wohnung mit Sicherheit keine FH mehr haben wird.

  • Mhm, also eigentlich habe ich bei FBH noch nie spezielle Thermostate vorgefunden, egal ob es sich um eine moderne Anlage oder Modell Asbach gehandelt hat.


    Theoretisch hast du mit sicherlich recht... FBH ist relativ träge. Bei einer witterungsgeführten Anlage und richtiger Einstellung der Heizkurve kann das Nachheizen imho aber absolut vernachlässigt werden.
    die VL Temparatur sollte schon so in dem (möglichst niedrigen) Bereich liegen das a) die Therme möglichst lange auf möglichst niedriger Modulation läuft und b) die Heizkreise möglichst durchgängig offen sind.

  • Hallo,


    ich war damals beim Installateur des Vertrauens und der hat mir darüber einiges erklärt und auch Möglichkeiten gezeigt bzw. mir auch Unterlagen mitgegeben.


    Ich hab das Problem speziell im Wohnzimmer mit grossen SüdWest-Fenster, die Heizung hält ca 22° nach langem hin-und-her einstellen, dann scheint ein Tag die tiefstehende Sonne rein und es sind 26° ohne das die Heizung drauf reagiert. Ein Heizkörper-Thermostat würde sofort schliessen und wenns zu kalt wird wieder öffnen, bei der Fussbodenheizung muss die Regelung diese Verzögerung der FBH miteinbeziehen.


    Ich sehs bei mir, drehe ich die FBH auf, dauert es locker 2 Std. bis das
    Wohnzimmer warm wird, drehe ich die ab, vergehen Stunden bis man es merkt.
    ( Haus ist von 1994 und die FBH per Gas-Zentralheizung versorgt ).


    Das ist der Grund, warum in in meiner neuen Wohnung keine FBH mehr haben will.

  • Fragt sich, welche Reglung erkennen soll, das es ein sonniger Tag wird... ;)


    FBH ist schon sehr interressant, vor allem in Verbindung mit moderner Kesseltechnik. Mit Radiathoren bekommt man die VL-Temparatur wesentlich schwieriger in den Griff als mit FBH

  • Hallo,


    Zitat

    Original geschrieben von Tha Masta
    Fragt sich, welche Reglung erkennen soll, das es ein sonniger Tag wird... ;)


    Wozu haben Heizung wohl Aussentemperaturfühler ?


    Zudem, wenns ein sonniger Tag ist, heitzt sich ein raum genauso auf und darauf reagiert der Raumthermostat.

  • Wir haben ja bist dato über die Einzelraumreglung geredet und nicht über die Reglung der gesamten Anlage, oder?


    Und dahingehend war meine Frage schon ernst gemeint: Welche Raum!Thermostatregelung kann erkennen, welche Außentemperatur vorliegt oder ob die Sonne scheint? Sowas gibt's einfach nicht...


    Raumthermostate wie mit von dir vorgeschlagener separater Reglung von "An" und "Aus" Gradzahlen sind zwar ganz nett, aber in de Praxis wahrscheinlich für den Otto-Normal-Benutzer zu schwer programmierbar... Normalo will eben die Heizung nur ein- oder ausmachen und macht sich über sowas keine Gedanken.


    Bei denen von dir geschilderten Probleme vermute ich eigentlich eher einen Planungsfehler. Umkorrekte Dimensionierung der FBH, falscher Bodenaufbau oder falscher Platz für die Thermostate.

  • Tha Masta:


    Das Conrad-Teil werde ich mir mal anschauen. Notfalls könnte man das Ganze ja mal für einen Heizkreis installieren und testen - wenns nicht geht, geht das Ganze halt wieder zurück. 1500 Euro wären auf jeden Fall auch mir zuviel - davon abgesehen ist eine FBH aber, soweit wir das bislang beurteilen können, schon eine sehr feine Sache. Auch die Katzen freuts... ;)

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

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