Das billigste Auto der Welt (1700 Euro) kommt aus Indien

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Der Kunde in Deutschland hat ganz genaue Vorstellungen, wie das ideale Auto auszusehen hat, und das bietet der Nano, der Lupo 3L, der A2 1,2TDI, der Fox und der Smart CDI nicht.


    (...)


    Und solange man sich sowas (Anm. Michl: Schwanzverlängerung mit 400 PS) noch leisten kann (Leasing, Finanzierung etc), fährt man es auch, und wenn man nur auf 30qm wohnt, Primana-Spaghettimischung von Aldi frisst und die Kinder in Gummistiefeln rumlaufen müssen, weil für richtige Schuhe kein Geld mehr übrig ist.


    Hmmm, ich fahr A2 1.2 TDI (und Prius als Firmenauto). Ich bin kein Deutscher, geh nicht zu Hofer (ALDI) einkaufen und wohn auf mehr als 30 qm. Was sagt uns das jetzt?


    Nix. :p


    Den Nano finde ich prinzipiell gut, Sicherheitsstandards hin-oder her. Teilnahme am Strassenverkehr ist immer ein Risiko, dessen sollte man sich immer bewußt sein. Und auch, daß in einem 2500 EUR Auto keine Airbags drin sein KÖNNEN. Ich hätte damit prinzipiell kein Problem, meine Vespa hat auch keinen Airbag und ich fahr trotzdem damit ...


    M.

  • Ich bin jedenfalls mal auf einen ersten Crashtest dieses Autos gespannt. Bei dem weltweiten Interesse dürfte der, ähnlich wie damals beim Landwind, nicht lange auf sich warten lassen. 2-3 von 5 Sternen sollte das Auto mindestens holen, um in Europa zumindest halbwegs eine Chance zu haben.

  • Also für mich ist der Wagen absolut interessant.
    Wenn ich für 1700 € einen Neuwagen haben kann.
    Ist der mir lieber als ein Gebrauchter für dasselbe Geld.
    Ferner schützt er vor Witterungseinflüssen und vor allem vor der Kälte.
    Wenn ich meine Kollegen sehe, die selbst bei Minusgrade mit einem Roller fahren, weil sie sich nicht mehr leisten könnnen, dann tut es mir schon beim Zuschauen weh.


    Und wenn man dann noch einen Gastank einbauen könnte, dann würde Autofahren mir wahrscheinlich sogar wieder Spaß machen. :)

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  • Im Nano noch eine Gastank einbauen?
    Geiz ist geil.
    Der Gastankumgefummeleinbautank kostet mehr als die ganze Schleuder.


    Als Rollerersatz wir dieses Dingen OK sein, mehr nicht.


    Wer möchte kauft sich einen Simson Duo und läßt da noch einen Gastank einbauen:-)


    Ich würde das Gerät auch kaufen, als Rollerersatz (Witterung, Transportmöglichkeit, usw)
    Ich fahre Signum.

  • Was ich an diesem Sicherheits-Argument nicht verstehe: natürlich ist es vom Prinzip her unumgänglich möglichst immer maximale Sicherheit zu haben.


    Nur habe ich in meinem ersten Posting hier schon geschrieben und andere haben es mehrfach wiederholt, dass Nano und Co. eher mit Rollern konkurrieren und weniger mit topmodernen westlichen Mittelklassewagen. Also hinken doch Vergleiche mit Golf und anderen Wagen weil das gar nicht die adäquaten Vergleichsobjekte sind.


    Und ein weiteres: je sicherer, desto besser. Aber wo ist die Untergrenze? Wer sagt dass er den Nano für unsicher hält soll mir bitte mal erklären was er davon hält wenn Leute nach wie vor im Golf 2 herumfahren, der auch keine Sicherheitsausstattung hat. Der mag etwas robuster sein als ein Nano, aber im Vergleich mit modernem Gerät ein ganz unsicheres Auto. Und um es mal ganz auf die Spitze zu treiben: Wieso gibt es Smart, Opel Corsa, Ford Fiesta etc., wo sie doch weit unsicherer sind als eine neue S-Klasse?


    Die Beispiele zeigen dass solche Aussagen wie "Nano ist unsicher" doch auf einer rein willkürlichen Annahme, wo die Untergrenze liegt, beruhen. Wenn es so wäre dass nur maximale Sicherheit tragbar ist frage ich mich warum es überhaupt noch andere Autos als S-Klassen oder Humer's oder besser gleich Panzer geben darf...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Was ich an diesem Sicherheits-Argument nicht verstehe: natürlich ist es vom Prinzip her unumgänglich möglichst immer maximale Sicherheit zu haben.


    Nur habe ich in meinem ersten Posting hier schon geschrieben und andere haben es mehrfach wiederholt, dass Nano und Co. eher mit Rollern konkurrieren und weniger mit topmodernen westlichen Mittelklassewagen. Also hinken doch Vergleiche mit Golf und anderen Wagen weil das gar nicht die adäquaten Vergleichsobjekte sind.

    Das Verlangen nach Sicherheit kommt wohl daher, dass trotz vergleichbarer Preisklasse Roller und Auto verschiedene Anwendungsgebiete haben. Ein Auto wird eher für mittlere bis lange Strecken eingesetzt, hat eine höhere Geschwindigkeit und hat aufgrund seines Gewichts einen höheren Bremsweg und somit ein höheres Unfallrisiko.


    Gut, das hängt natürlich davon ab, wie man "Roller" definiert. Ich sehe als Roller die klassischen 50-125 ccm Maschinen an.


    Zitat

    Und ein weiteres: je sicherer, desto besser. Aber wo ist die Untergrenze?

    Ohne jetzt übertrieben viel zu verlangen, erwarte ich eine halbwegs vertretbare Sicherheit bei Frotalcrashs, einen brauchbaren Seitenaufprallschutz sowie 2 Airbags und Gurtstraffer für unverzichtbar.
    Ich denke mal, diese Dinge sollte man heute einfach als Standard ansehen. Von ABS, ESP und ähnlichem Kram will ich gar nicht mal anfangen.



    Zitat

    Wer sagt dass er den Nano für unsicher hält soll mir bitte mal erklären was er davon hält wenn Leute nach wie vor im Golf 2 herumfahren, der auch keine Sicherheitsausstattung hat. Der mag etwas robuster sein als ein Nano, aber im Vergleich mit modernem Gerät ein ganz unsicheres Auto.

    Der Golf 2 ist im Crashtest jedenfalls nur knapp an 2 von 5 Sternen vorbeigerauscht. Der Landwind hingegen hat nichteinmal einen bekommen. Wenn der Nano auf ähnlichem Niveau wie der rund 8x teurere Landwind liegt, ist man im Golf 2 sogar noch sicherer und billiger unterwegs.


    Zitat

    Und um es mal ganz auf die Spitze zu treiben: Wieso gibt es Smart, Opel Corsa, Ford Fiesta etc., wo sie doch weit unsicherer sind als eine neue S-Klasse?

    Weil man, wie in allen Bereichen des Lebens, Kompromisse machen muss, wenn Geld eine Rolle spielt.

  • Interessant wirds bei den Crashtests, wenn die Crashgegner ebenbürtig werden.


    Das will heissen, dass es immer darauf ankommt, gegen wen man crasht.


    Wenn dann in 5 oder 10 Jahren der Sprit so teuer geworden ist, dass nur noch superwenige große und schwere Autos unterwegs sind, könnte man über ein Gesetz nachdenken, welches einfach verbietet, dass unnötig schwere und "crash-aggressive" Fahrzeuge wie SUV eine Zulassung erhalten.


    Ich sehe das so vor mir, dass immer mehr und mehr von den Kleinstmobilen unterwegs sein werden, die per se und mangels Masse einfach keine Chance mehr gegen die klassischen Saurier haben. Ist dann der Anteil der großen und schweren Autos stark gesunken, auf vielleicht 1%, gefahren von den Wohlhabenden, die noch die 5-10 Euro für den Liter Sprit zahlen können, so würde es sinnvoll sein, grundsätzlich jegliche Automobile, die nicht schwer sein müssen, zu verbieten. Ähnlich einer Waffenbesitzkarte würde man dann ein Bedürfnis nachweisen müssen, warum man knappe 3t rumfahren muss.


    Auf diese Art reduziert man die für Kleinstautos gefährlichen Crashgegner auf ein absolutes Minimum, und die statistische Überlebenschance steigt an. Dabei kommt zu Hilfe, dass bis dahin eh kein Heizen auf der Autobahn mit 250 mehr möglich/finanzierbar sein wird und die schlimmen Autobahnunfälle weniger werden werden.


    Bleibt dann nur noch das Restrisiko, unter einen LKW zu kommen, oder Baukran, etc pp. Aber das ist eben dann allgemeines Risiko, an dem man wenig machen kann. Auch heute schon überlebt kaum einer einen Crash gegen einen LKW oder anderes schweres Gerät, von daher sollte da nicht allzuviel passieren in der Statistik.

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Weil man, wie in allen Bereichen des Lebens, Kompromisse machen muss, wenn Geld eine Rolle spielt.


    Sehe ich auch so.
    Im Übrigen habe ich bei einem Auto nie nach Sicherheitsausstattung geschaut.
    Denn wenn ich das täte würde ich im Sommer auch kein Mokick fahren dürfen.
    Irgendwo ist eh ein Widerspruch, dass die Leute bei einem Auto nach den besten Sicherheitsvorkehrungen schreiben, aber gleichzeitig immer mehr Zweirad fahren, die nicheinmal über einen Airbag und eine Knautschzone verfügen.


    Von daher würde ich den Nano auch mit Null Sternen kaufen, hauptsache ein kostengünstiges und bei kalten Witterungen warmes Fortbewegungsmittel.

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    Fraenk mit I-Phone SE

    Lidl-Connect mit Google Pixel 4
    Samsung Galaxy Note 10.1 2014-Edition Tablet und Microsoft Surface 3 Pro
    Kabelinternet: Vodafone/Unitymedia 2 Play 100/50 MBit.

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Ohne jetzt übertrieben viel zu verlangen, erwarte ich eine halbwegs vertretbare Sicherheit bei Frotalcrashs, einen brauchbaren Seitenaufprallschutz sowie 2 Airbags und Gurtstraffer für unverzichtbar.
    Ich denke mal, diese Dinge sollte man heute einfach als Standard ansehen. Von ABS, ESP und ähnlichem Kram will ich gar nicht mal anfangen.


    Die Sicherheitsausstattung ist nunmal wirklich nicht für unseren Markt gemacht worden, sondern für die untere-Mittelschicht-Familie in Indien, die sonst mit fünf Personen, inklusive Kleinkind und Oma auf nem Motorrad unterwegs wären.


    Die Frage nach dem was sicher ist und was nicht, könnte man sonst natürlich mit der richtigen Portion Fatalismus unendlich weiter spinnen und sich sofern es denn erlaubt wäre auch noch die Gurte und die Kopfstützen sparen und das Auto statt für 1700 für 1675 Euro anbieten. Auch die Frage ob man denn Motorrad oder Roller fahren sollte kann man sich dann stellen. Das bedeutet aber im Umkehrschluss doch nicht, dass man auch nen unsicheres Auto fahren muss, selbst wenn es einen Ersatz für einen Roller darstellt...


    Natürlich fahren manche auch noch mit nem Golf1 rum, und mein erstes Auto war auch keine S-Klasse, sondern ein Renault 5, mit dem ich wahrscheinlich ab ner Aufprallgeschwindigkeit von 40 km/h tot gewesen wäre.
    Aber die Ansprüche und der Stand der Technik ändern sich nunmal, und heute sollten Dinge wie Airbags, Knautschzone und ABS wirklich dazugehören.


    Aber bitte, wenn sich jemand in so ne Kiste reinsetzen möchte, um sich nen Ast zu freuen, dass man alle 5 km wieder nen Groschen gespart hat, soll er das tun.
    Es gibt aber sicher Alternativen, die nen bisschen mehr kosten, aber in der gleichen Fahrzeugklasse einfach mehr Sicherheit bieten.

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Auf diese Art reduziert man die für Kleinstautos gefährlichen Crashgegner auf ein absolutes Minimum, und die statistische Überlebenschance steigt an.


    Dann sollte der Gesetzgeber auch jegliche Bäume & Mauern in Straßennähe verbieten. Das sind ja auch natürlichen Feinde dieser kleinen Flitzer.


    Zitat

    Dabei kommt zu Hilfe, dass bis dahin eh kein Heizen auf der Autobahn mit 250 mehr möglich/finanzierbar sein wird und die schlimmen Autobahnunfälle weniger werden werden.

    Bereits bei 100 Km hat man, je nach Art des Aufpralls, in aktuellen Autos keine Überlebenschance. Trotz der geringeren Energie, die bei den leichtgewichtigen Fahrzeugen im Falle eines Crashs abgebaut werden muss, dürfte bei dieser Fahrzeuggattung ein erhöhtes Sterberisiko schon bei ~60-70 Km/h vorliegen. Und so schnell werden die Autos wohl auch noch in 10 Jahren fragen. Anderenfalls würde der Sinn eines Fahrzeugs ad absurdum geführt werden.

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