Diskussion: Banken mit guten Angeboten (Keine KwK Gesuche erlaubt!)

  • Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Ich meinte Mitte September 2016. :) Die Postbank hat auf https://www.postbank.de/privat…t_eroeffnen_wechseln.html eine 6-Monats-Klausel.


    Hilft Dir vielleicht ein bißchen, aber in der Tat liegt es nicht an der Postbank. Ich habe ebenfalls im Rahmen der Depotwechselaktion übertragen, aber von CC. Der Brief von der Postbank mit "wir haben Formular weitergeleitet" trug als Datum bereits den Tag nachdem ich den Brief losgeschickt hatte.



    zu der Diskussion wegen Leitzinssenkung nur noch kurz folgende Punkte:
    - Die Sparer entziehen der Wirtschaft das Geld nicht. Es liegt bei den Banken und steht der Wirtschaft zur Verfügung. Was anderes wäre es wenn es unter dem Kopfkissen oder im Schließfach gebunktert werden würde.
    - in Bezug auf "Kreditklemme" und "die Banken rücken kein Geld in Form von Krediten raus" muss man die Banken auch in Schutz nehmen. Nur weil Geld billig ist heißt es nicht dass man es jemand leihen muss dem man es früher bei einem höheren Zinssatz auch nicht geliehen hätte.
    - das Hauptaugenmerk bei einer Kreditvergabe muss auf dem Ausfallrisiko sein. Nur weil das unternehmerische Risiko heute größer ist als vor 30 Jahren heißt das nicht dass das unternehmerische Risiko nun mehr von den Banken getragen werden soll (im TV gab's mal einen Mittelständler der sich darüber beklagt hat dass die Bank ihm seine Materialeinkäufe nicht vorfinanzieren möchte weil die "böse" Bank auch noch Sicherheiten haben möchte, die man natürlich nicht hatte). Das Thema Absicherung ist übrigens nicht nur im Interesse der Bank selbst, sondern auch im Interesse der Sparer und erst Recht im Sinne des Staates. Es wurden nicht umsonst vom Staat die Anforderungen der Banken bei Kreditvergabe erhöht.
    - Thema bei langfristiger Anlage in Aktien gewinnt man immer: Du kannst es drehen und wenden wie Du möchtest, aber es ist immer risikoreicher als eine Anlage in klassiche Bankanlagen bei denen das Ergebnis garantiert wird. Wenn Du in Rente gehst und zu der Zeit eine Tiefphase ist und Du nun das Geld auch mal haben möchtest, dann hilft Dir die Tendenz hat immer nach oben gezeigt auch nicht. Zumal die Aussage mit gewinnt jeder kann schon per se nicht stimmen. Wenn schon jeder Kleinanleger immer positiv damit fährt, dann müssten Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen, die sich jeden Tag mit der Materie beschäftigen, erst recht positiv mit solchen Anlagen fahren.

    Viele Grüße


    Martin

  • Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    - Thema bei langfristiger Anlage in Aktien gewinnt man immer: Du kannst es drehen und wenden wie Du möchtest, aber es ist immer risikoreicher als eine Anlage in klassiche Bankanlagen bei denen das Ergebnis garantiert wird. Wenn Du in Rente gehst und zu der Zeit eine Tiefphase ist und Du nun das Geld auch mal haben möchtest, dann hilft Dir die Tendenz hat immer nach oben gezeigt auch nicht. Zumal die Aussage mit gewinnt jeder kann schon per se nicht stimmen. Wenn schon jeder Kleinanleger immer positiv damit fährt, dann müssten Finanzunternehmen wie Banken und Versicherungen, die sich jeden Tag mit der Materie beschäftigen, erst recht positiv mit solchen Anlagen fahren.


    Tun sie auch. Das Problem der Banken sind nicht langfristige Anlagen am Aktienmarkt, sondern höchstens kurzfristige(!) Zockereien. Und das mit dem höheren Risiko einer gut gestreuten Aktienanlage kann man m.E. so pauschal auch nicht sagen (immerhin gibt es auch bei festverzinslichen Anlagen ein Ausfallrisiko inkl. eines Risikos beim Einlagensicherungsfonds - und nach meiner Einschätzung könnte dieses in den nächsten 20 bis 30 Jahren, was man als zeitlichen Richtwert für eine Anlage am Aktienmarkt nehmen sollte, deutlich zunehmen, da m.E. früher oder später IRGENDWER die Zeche der immer weiter ausufernden Staatsverschuldung in der Welt zahlen muss).

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Tun sie auch. Das Problem der Banken sind nicht langfristige Anlagen am Aktienmarkt, sondern höchstens kurzfristige(!) Zockereien. Und das mit dem höheren Risiko einer gut gestreuten Aktienanlage kann man m.E. so pauschal auch nicht sagen...


    Wenn man das pauschal so stehen lässt, dann muss man sich aber schon fragen warum z.B. Bausparkassen versuchen die Kunden mit hohem Sparzins loszuwerden (übrigens sogar vom Staat dazu aufgefordert werden) oder warum die Lebensversicherer sich über die Altverträge mit der hohen Garantieverzinsung beklagen.


    Dass man mit dem klassischen Einlagen- und Ausleihgeschäft durch die immer geringere Zinsmarge immer weniger verdienen kann ist nachvollziehbar. Wenn man Deine Aussage mit "am Aktienmarkt gewinnt langfristig jeder" nimmt, dann hätten die Banken aber doch kein Problem. Statt das Geld der Sparer an Kreditnehmer auszuleihen müsste doch eine Bank das Geld lediglich am Aktienmarkt investieren und mit den "großen, sicheren" Aktienerträgen dann die etwas Guthabenzinsen der Sparer bezahlen. Da das eben nicht passiert zeigt doch auch dass es so einfach, planbar und sicher dann auch wieder nicht ist.


    Ausserdem, die Regel mit "der Zinssatz ist der Preis des Risiko" gilt meiner Meinung nach nach wie vor. Wenn also die Renditen am Aktienmarkt höher sind als bei klassichen Bankprodukten, dann ist doch damit alleine schon gesagt dass das Riskio am Aktienmarkt höher ist als bei klassischen Anlageprodukten.

    Viele Grüße


    Martin

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    Wenn man das pauschal so stehen lässt, dann muss man sich aber schon fragen warum z.B. Bausparkassen versuchen die Kunden mit hohem Sparzins loszuwerden (übrigens sogar vom Staat dazu aufgefordert werden) oder warum die Lebensversicherer sich über die Altverträge mit der hohen Garantieverzinsung beklagen.


    Dass man mit dem klassischen Einlagen- und Ausleihgeschäft durch die immer geringere Zinsmarge immer weniger verdienen kann ist nachvollziehbar. Wenn man Deine Aussage mit "am Aktienmarkt gewinnt langfristig jeder" nimmt, dann hätten die Banken aber doch kein Problem. Statt das Geld der Sparer an Kreditnehmer auszuleihen müsste doch eine Bank das Geld lediglich am Aktienmarkt investieren und mit den Erträgen dann die Guthabenzinsen der Sparer bezahlen. Da das eben nicht passiert zeigt doch auch dass es so einfach, planbar und sicher dann auch wieder nicht ist.


    Also zumindest für Lebensversicherungen ist eine hohe Aktienquote nicht so einfach, siehe etwa http://www.faz.net/aktuell/fin…hre-grenzen-12949164.html


    Wie es bei Bausparkassen ist, weiß ich nicht.


    Edit: Laut http://www.boerse.de/wissen/aktienquote-bausparkassen/ dürfen Bausparkassen sogar nur eine Aktienquote von 5 Prozent haben - früher war die sogar noch niedriger.


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    Ausserdem, die Regel mit "der Zinssatz ist der Preis des Risiko" gilt meiner Meinung nach nach wie vor. Wenn also die Renditen am Aktienmarkt höher sind als bei klassichen Bankprodukten, dann ist doch damit alleine schon gesagt dass das Riskio am Aktienmarkt höher ist als bei klassischen Anlageprodukten.


    Das ist ja im Prinzip auch richtig - nur darf man die zeitliche Komponente nicht außer Acht lassen. Das Risiko, dass man bei einer 25jährigen Aktienanlage im MSCI World Verlust macht, egal wann man eingestiegen ist, liegt jedenfalls laut den Vergangenheitswerten sehr deutlich unter 1 Prozent. Da müsste es m.E. schon eine extreme Krise (3. Weltkrieg, globaler Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft, etc.) geben, dass das für die Zukunft nicht gilt. Und ob man seine Zinsanlagen in einem solchen Fall noch hat, ist auch nicht sicher.

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Also zumindest für Lebensversicherungen ist eine hohe Aktienquote nicht so einfach, siehe etwa http://www.faz.net/aktuell/fin…hre-grenzen-12949164.html
    ...
    Vergangenheitswerten
    ...
    m.E. schon eine extreme Krise...geben, dass das für die Zukunft nicht gilt...


    Das mit der (gesetzlichen?) Begrenzung der Aktienquote hat auch durchaus seinen Sinn. Der Artikel nennt auch hier einen Ausweg, wenn auch versteckt --> "aus Mangel an Kapital". Die Versicherungen, Banken und BSK müssen eben genau hier was tun. Die sind alle mit ihrem Unternehmen am Kapitalmarkt vertreten. Es gibt kein "technisches" Hindernis das Eigenkapital zu erhöhen. Nicht nur jammern dass alleine die Begrenzung schuld sei und man nur hier etwas ändern könne.
    Geld/Kapital ist bekanntlich auch genügend auf der Welt vorhanden. Auch hier ist alles nur wieder eine Frage der Attraktivität sowie des Risikos. Beides liegt auch in der Hand der Unternehmen.


    Gutes Beispiel:
    https://www.fidor.de/personal-…saving-bonds#Kapitalbrief


    Vergangenheitswerte:
    Hier zitiere ich was unter ganz vielen Diagrammen steht: Der Verlauf in der Vergangenheit gibt keine Sicherheit für die Entwicklung in der Zukunft


    extreme Krise:
    hatten wir nicht in den letzten 10 Jahren genug Krisen? Lehmann-Brothers, Finanzkrise, Stützung der Banken durch Staaten, Griechenland, Situation Naher Osten, usw. Also alles Dinge die richtig Geld gekostet haben und noch immer Geld kosten. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau hier in Deutschland.
    Schon das alles haben weder die Banken noch die Staaten gemeistert. Und vorhergesehen oder sogar verhindert hat es bekanntlich auch keiner, und das obwohl dort soviel schlauere Menschen mit Studium, Doktor-/Professortitel sind und sich tagtäglich damit beschäftigen. Was glaubst Du wie das erst laufen wird wenn noch was extremere Dinge passieren. Der von Dir genannte Zeitraum vom 20-30 Jahren ist doch genau prädestiniert für sowas.

    Viele Grüße


    Martin

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    extreme Krise:
    hatten wir nicht in den letzten 10 Jahren genug Krisen? Lehmann-Brothers, Finanzkrise, Stützung der Banken durch Staaten, Griechenland, Situation Naher Osten, usw. Also alles Dinge die richtig Geld gekostet haben und noch immer Geld kosten. Und zwar nicht irgendwo, sondern genau hier in Deutschland.
    Schon das alles haben weder die Banken noch die Staaten gemeistert. Und vorhergesehen oder sogar verhindert hat es bekanntlich auch keiner, und das obwohl dort soviel schlauere Menschen mit Studium, Doktor-/Professortitel sind und sich tagtäglich damit beschäftigen. Was glaubst Du wie das erst laufen wird wenn noch was extremere Dinge passieren. Der von Dir genannte Zeitraum vom 20-30 Jahren ist doch genau prädestiniert für sowas.


    Na eben. In einem solchen Fall sind aktienbasierte Anlagen aber deutlich sicherer als festverzinsliche Anlagen von Banken und Staaten. Solange es diese Unternehmen noch gibt (man könnte z.B. bevorzugt in Konsumgüterhersteller investieren), ist man auch an ihnen beteiligt - egal welche Währung wir dann haben. Wenn dagegen das Bankensystem zusammenbricht und die Staaten auch nicht mehr in der Lage sind, zu haften, sind festverzinsliche Anlagen, mit Ausnahme von Unternehmensanleihen, weg. Eben deshalb kann man nicht pauschal sagen, dass das Risiko des Aktienmarkts höher ist - bei einer extremen Krise ist es niedriger.

  • Langfristig erzielst du die höchsten Renditen mit Sachwerten und Produktivvermögen, sprich Aktienanlagen. Das ist bekant und auch logisch, weil die Eigentümer schließlich immer die Ersten sind, die vom Wachstum ihres Unternehmens profitieren.


    Aber wie so oft gilt auch hier: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Viele Leute haben halt wenig oder gar keine Ahnung und reimen sich dann irgend etwas zusammen, egal wie abstrus es ist und ignorieren die Faktenlage. Da kannst du dir den Mund fuselig reden, es bringt nichts.


    Wer heute in den 20ern oder 30ern ist und für's Alter vorsorgen will, kommt - wenn er eine gescheite Rendite erzielen möchte - an Unternehmensbeteiligungen nicht vorbei. Das war schon immer so, ist so und wird immer so sein. Wer sich mit der Materie auseinandersetzt, weiß das. Und wer meint, dass dem nicht so ist, hat sich mit der Materie eben nicht beschäftigt und muss sehen wo er bleibt.


    Ich habe es jedenfalls aufgegeben, die Leute überzeugen zu wollen. Es gibt Menschen, für die ist cash einfach king und die lassen sich - egal wie gut deine Argumente sind - nicht überzeugen. So what? Es ist ihr Ertrag, der ihnen entgeht.

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von blacksun
    Das mit der (gesetzlichen?) Begrenzung der Aktienquote hat auch durchaus seinen Sinn. Der Artikel nennt auch hier einen Ausweg, wenn auch versteckt --> "aus Mangel an Kapital". Die Versicherungen, Banken und BSK müssen eben genau hier was tun. Die sind alle mit ihrem Unternehmen am Kapitalmarkt vertreten. Es gibt kein "technisches" Hindernis das Eigenkapital zu erhöhen. Nicht nur jammern dass alleine die Begrenzung schuld sei und man nur hier etwas ändern könne.
    Geld/Kapital ist bekanntlich auch genügend auf der Welt vorhanden. Auch hier ist alles nur wieder eine Frage der Attraktivität sowie des Risikos. Beides liegt auch in der Hand der Unternehmen.


    Gutes Beispiel:
    https://www.fidor.de/personal-…saving-bonds#Kapitalbrief


    das angebot von fidor ist mir vor kurzem auch aufgefallen
    aber würdest du hier investieren?
    ist ja nicht abgesichert, sprich ist die bankl pleite ist das geld weg


    ansonsten würde ich die zinsen im vergleich zu einer langfristigen anlage im msci world bevorzugen :)


    nokia*night*

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: BIW - Depotüberträge


    Zitat

    Original geschrieben von nokia*night* das angebot von fidor ist mir vor kurzem auch aufgefallen...
    ist ja nicht abgesichert, sprich ist die bankl pleite ist das geld weg


    Das Thema hatten wir schon mal... Richtig ist, dass die fidor Bank seit bestimmt 1 Jahr versucht, ihre extrem hoch verzinste Anleihe loszuwerden.
    Es hat sicherlich etwas zu bedeuten, dass sich niemand darum reißt... Wobei ich diese Anleihe für deutlich risikoärmer halte als diverse Anleihen kleinerer Firmen, wo zusätzlich meist sogar noch weniger Zinsen gezahlt werden.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!