Beiträge von zardi77

    Ich schrieb doch, dass ich schon etwas älter bin. Deshalb ist meine Aktienquote auch geringer als bei z.B. einem 40- oder 50jährigen. Ich bin mit der Faustregel "Aktienquote = 100 minus Lebensalter" immer gut gefahren. Natürlich ist in Aufsätzen zu Anlageformen keine Rede von Tagesgeld, denn Tagesgeld ist keine Geldanlage, sondern nur der Parkplatz für die Liquiditätsreserve, die jeder erfolgreiche Anleger zwingend braucht; in welcher Form auch immer.


    Da ich inzwischen mehr Geld ausgebe, als monatlich herein kommt, ich also in der sog. Entnahmephase bin, brauche ich auch eine größere Liquiditätsreserve, die es mir notfalls erlaubt, auch mal über einen längeren Zeitraum von zwei oder drei Jahren entnehmen zu können, ohne immer gleich den Aktienbestand herunterfahren zu müssen. Ich erkaufe mir damit einen Zeitpuffer, der zwar die Rendite schmälert, aber ab einem bestimmten Alter (in der Entnahmephase) dreht sich nicht mehr alles nur um die Rendite. Irgendwann verstehst du das ;)

    Das eben ja, wobei sich ja genau dann meine Frage stellte, warum TG und nicht in Richtung investiern. Einen TG-Puffer ja, aber sechsstellige "Puffer"?


    Das habe ich doch geschrieben. Wenn einer z.B. 800.000 Liquidität hat, dann investiert er eben 700.000 und hält 100.000 als cash-Reserve zurück. Das wäre z.B. eine Aufteilung von 87,5% zu 12,5%. Er hat beides: "Investition" und "cash-Reserve". Würde er 100 zu 0 oder 95 zu 5 machen, wäre das arg riskant. Es geht beim Anlegen doch nie um "Entweder oder", sondern immer um "Sowohl als auch".


    Ich bin schon etwas älter und bevorzuge deshalb 15 bis 20% als Puffer und da ich keine Immobilien außer der selbst bewohnten mehr besitze, sind das eben locker 6stellige Beträge. Wenn ich mir z.B. ein neues Auto kaufen will, kann ich das tun, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie die Aktien grade stehen und ob es sich lohnt, welche davon zu verkaufen. Ich entnehme den Betrag dann einfach aus der Cash-Reserve und stocke die zu gegebener Zeit mit Aktienverkäufen wieder auf; ohne Not, dann, wenn es passt.

    Eben weil ichs für die schlechteste Möglichkeit des parkens, bzw der Entwertung halte. Genau aus dem dann folgenden Punkt, ETF, ...


    War die Frage sooo abwegig?


    Zum Geld Parken gibts doch nichts Besseres als Tagesgeld mit aktuell 4,00% p.a. Man hat ja nie 100% seiner Liquidität investiert; ich jedenfalls nicht. Also was machst du mit deiner Liquidität, die du nicht investiert hast?

    Fakten beruhen auf dem, was passiert, nicht auf Diskussionen im politischen Umfeld, in der Presse oder in sozialen Medien. Genauso gut könntest du jetzt sagen, Lagarde musste zu den Senkungen gedrängt werden. Es gab schließlich auch viele Stimmen, die seit langem ein viel stärkeres Absenken gefordert haben und wenn es nach denen ginge, wären wir jetzt schon bei 1,5%.

    Börse ist kein Casino. Natürlich kann man es auch Casinomäßig betreiben, aber das ist nicht der Regelfall. Du investierst in Sachwerte. Und es gibt keine Assetklasse, die eine höhere Rendite abwirft als Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien. Das ist eine Binsenweisheit. Mit Aktien bist du über längere Zeiträume (12 Jahre plus x) immer im Plus. Das Risko ist überschaubar, wenn du diese Zeiträume als Anlagehorizont hast. Das war schon immer so, ist so und wird auch immer so sein, denn wo werden die größten Gewinne erwirtschaftet? In den Unternehmen dieser Welt.


    Es gibt eine Faustregel, die besagt: Aktienenteil = 100 minus Lebensalter. Du bist mit 50 schon relativ alt, das stimmt und du solltest nicht mehr einen Großteil deines Vermögens in Aktien investieren. Bei einem 30jährigen sieht das anders aus. Aber du bist auch noch jung genug, um 30 bis 40% locker in Produktivvermögen anlegen zu können und würdest dabei kein großes Risiko eingehen. Wenn du sagen würdest: "Ich kenne mich da Null aus und das ist nichts für mich", okay, kann man akzeptieren, aber die Aktienanlage schlecht zu reden, obwohl man wie du davon keine Ahnung hat, ist vermessen.


    PS: Ich bin deutlich älter als du, fahre meinen Aktienanteil seit Jahren suzessive herunter und habe auch Fest- und Tagesgeld angelegt, wobei ja Tagesgeld keine Anlageform ist, sondern nur ein Parkplatz für überschüssige Liquidität. Vermögen aufbauen kannst du weder mit Fest-, noch mit Tagesgeld, aber es beruhigt, da bin ich bei dir. Trotzdem habe ich natürlich immer noch ein Aktiendepot und Verwerfungen wie aktuell nutze ich, um die Aktienquote wieder suzessive zu erhöhen. Es kann in den nächsten Monaten oder sogar Jahren durchaus noch weiter runter gehen, aber dann wird halt weiter zugekauft. Denn eins ist gewiss: In etwa 12 Jahren stehen die Kurse höher als heute. Google einfach mal nach Renditedreieck.

    ... und kümmere mich um ein neues tagesgeldkonto....wenn ich die ersten Tage im kalten Deutschland eh lie er in geheizten Räumen verbringe.


    Da die EZB am Donnerstag auf 2,5% gesenkt hat und Tagesgeldzinsen direkt mit dem Leitzins zusammen hängen, kannst du davon ausgehen, dass es in drei Wochen dieses Angebot nicht mehr geben wird. Sie haben zwar schon bei Leitzins 2,75% drauf gelegt, aber jetzt ist der Spread noch größer geworden und die Aktion kostet noch mehr als vorher. Und da die Zinsgarantie auf ein festes Datum terminiert und nicht als Zeitraum definiert wurde, ist es natürlich umso besser, je früher man abschließt und den Zins nutzt. So wie ich dich verstanden haben, hast du aktuell nur noch Tagesgelder mit Normalzinsen mit einer 1 vor dem Komma. Du verschenkst also in den nächsten 3 Wochen die Differenz zu den 3,0% und bekommst in drei Wochen vermutlich auch nirgends mehr einen Aktionszins mit einer 3 vor dem Komma, aber klar, ist dein Geld. Musst du wissen, was für dich das Richtige ist.