Bevor ich mir eine Nachranganleihe von fidor hole, wo außer ein paar Schreibtischen und Computern keine Substanz dahinter steckt, zeichne ich doch lieber die neue Eyemaxx-Anleihe oder lege mir sonst eine solide Immo-Unternehmensanleihe wie z.B. Cloud No 7, Gewa 5to1 oder KSW ins Depot, wo wenigstens etwas Verwertbares dahinter steht, ich eine gewisse Absicherung habe und im Insolvenzfall eine gescheite Quote bekomme.
Diskussion: Banken mit guten Angeboten (Keine KwK Gesuche erlaubt!)
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Original geschrieben von zardi77
Langfristig erzielst du die höchsten Renditen mit Sachwerten und Produktivvermögen, sprich Aktienanlagen.Aber wie so oft gilt auch hier: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Viele Leute haben halt wenig oder gar keine Ahnung
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Wer sich mit der Materie auseinandersetzt, weiß das.
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Es ist ihr Ertrag, der ihnen entgeht.Das ist alles richtig was Du schreibst. Nur musst Du eben bedenken dass eine Unternehmensbeteiligung wesentlich mehr Aufwand bedeutet wie eine Anlage als FG. Lehrgeld muss man ebenfalls mit einplanen. Ich kenne niemanden der noch nie Geld verloren, sondern nur Gewinne eingefahren hat.
Es gab ja in den vergangenen 2 Jahrzehnten genug Versuche die großen Massen an die Börse zu bekommen, und viele haben sich die Finger verbrannt (Telekom-Aktie, New Economy, etc.). Auf der anderen Seite, wenn sich jemand mit seinen Geldanlagen im Bereich des "staatlichen Schutzes" bewegt hat, dann hat er soweit ich weiß noch nie Geld verloren. Selbst die Sparer bei der KauptingBank haben ihr Geld wieder bekommen.Bei klassischen Bankprodukten wie FG und TG weiß jeder wie es funktioniert. Man weiß auch was am Ende rauskommt und auch der Endtermin steht fest. Eine Sicherung hast Du auch noch (jetzt sei mal dahingestellt wie schlagkräftig die ist). Auf das alles musst Du bei Aktien verzichten.
Wie gesagt, alles richtig was Du sagst mit Rendite und Sachwerte gehören einem. Aber Aktien sind nun mal eine ganz andere Anlageklasse wie Festgeld die man eben nicht gleichsetzen kann. Rendite ist nicht alles. Auch Sicherheit ist ein Aspekt.
Und ganz salop gesagt, von Rendite hat man nur etwas wenn man sie auch tatsächlich hat.Bei Rendite und Altersvorsorge muss man auch noch bereit sein einen entsprechenden hohen Anteil seines Kapital bzw. seiner Sparleistung in den Aktienmarkt zu stecken. Zum einen wegen den Handelskosten, zum anderen auch damit man wirklich dann auch was davon hat. Bsp. wenn Du aus 10K (die Du bereit bist zu "riskieren") in 25 Jahren dann 30K gemacht hast, dann ist das zwar eine schöne und bessere Rendite als bei Bankprodukten, aber von den 20K Gewinn hast Du bei weitem nicht ausgesorgt für's Alter.
Was rädst Du denn Leuten die sagen
- nur Anlagen die max 5 Jahren laufen (weil sich die Lebenssituation bis dahin evtl. geändert hat. Klar kommt man bei Aktien jederzeit an's Geld, aber eben zu dem Kurs der dann gilt)
- in's Depot schauen und jederzeit immer nur ein Plus darin haben wollen weil sie sonst nicht schlafen können
Beides gibt der Aktienmarkt soweit ich weiß nicht her. -
Zeithorizont 5 Jahre und Aktienanlage beißen sich natürlich. Mir ging es rein um die Altersvorsorge. Wer z.B. noch keine 40 Jahre alt ist und vorhat, jeden Monat oder jedes Quartal einen Betrag x für's Alter (>60) anzusparen, der tut das am besten mit einem Aktiensparplan, vorzugsweise über ETFs. Das Risiko auf diesen Zeithorizont bezogen ist praktisch Null und die Rendite gegenüber festverzinslichen Anlageformen definitiv höher.
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Gerade gefunden; passend zum Thema: http://www.n-tv.de/ratgeber/Ve…onds-article17213881.html
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Zitat
Original geschrieben von zardi77 Bevor ich mir eine Nachranganleihe von fidor hole, wo außer ein paar Schreibtischen und Computern keine Substanz dahinter steckt, zeichne ich doch lieber die neue Eyemaxx-Anleihe
Nö :p .fidor verfügt als Werte u.a. über seine Kunden. Abgesehen davon wird fidor von der BaFin beaufsichtigt, und muss sich deshalb an bestimmte Regeln halten.
Für Immobilienfirmen wie z.B. Eyemaxx gibt es fast gar keine Regeln und Vorgaben...ZitatOriginal geschrieben von zardi77
Langfristig erzielst du die höchsten Renditen mit Sachwerten und Produktivvermögen, sprich Aktienanlagen. Das ist bekant und auch logisch, weil die Eigentümer schließlich immer die Ersten sind, die vom Wachstum ihres Unternehmens profitieren.Aber wie so oft gilt auch hier: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.
Nochmal nö :p .Es ist oft sinnfrei, als Arbeitnehmer in der Freizeit plötzlich Unternehmer spielen zu wollen: Es fehlen dem Arbeitnehmer oft einfach alle Fachkenntnisse (z.B. um mit den Verkäufern der Finanzprodukte auf Augenhöhe reden zu können).
Blöd ist auch, dass man zwar Anteilsinhaber der Firma ist, aber nichts zu sagen hat, z.B. wenn sich die Vorstände Budapest-Reisen oder fette Gehaltserhöhungen genehmigen.Man könnte im besten Fall z.B. einen Indexfonds auf den DAX etc. mit niedrigen Kosten kaufen. Aber auch hier besteht, auch über Jahrzehnte, ein sattes Verlustrisiko, was man nur eingehen kann, wenn das Geld nicht unbedingt benötigt wird.
Es kann über diesen langen Zeitraum ganz schnell passieren, dass das Geldsystem auf 0 zurückgesetzt wird. -
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Original geschrieben von Goyale
Es ist oft sinnfrei, als Arbeitnehmer in der Freizeit plötzlich Unternehmer spielen zu wollen: Es fehlen dem Arbeitnehmer oft einfach alle Fachkenntnisse (um mit den Verkäufern der Finanzprodukte auf Augenhöhe reden zu können).
Blöd ist auch, dass man zwar Anteilsinhaber der Firma ist, aber nichts zu sagen hat, z.B. wenn sich die Vorstände Budapest-Reisen oder fette Gehaltserhöhungen genehmigen.U.a. deshalb, weil man ein Unternehmen, wenn überhaupt, nur mit erheblichem Aufwand ansatzweise beurteilen kann, rate ich auch davon ab, in Einzelaktien zu investieren. Ein Investment in einen guten Index, etwa den MSCI World, am besten in Form eines Sparplans, ist für Otto Normal deutlich sinnvoller. Dann hat man langfristig die attraktive Aktienmarktrendite, faktisch aber nicht das unternehmensspezifische Risiko. Letzteres ist streng genommen natürlich trotzdem vorhanden, aber wenn nur ein kleiner Teil der Unternehmen pleite geht, merkt man es an der Indexentwicklung kaum. Wenn man dagegen auf z.B. drei Einzelaktien setzt, und einer dieser drei Konzerne geht pleite, sieht es schon ganz anders aus.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Man könnte im besten Fall z.B. einen Indexfonds auf den DAX etc. mit niedrigen Kosten kaufen. Aber auch hier besteht, auch über Jahrzehnte, ein sattes VerlustrisikoAber nur, wenn wir uns in z.B. 25 oder 30 Jahren in einer sehr schweren Krise befinden. Und in einem solchen Fall ist m.E. ausgesprochen fraglich, ob von den verzinslichen Anlagen der Staaten und Banken überhaupt noch etwas da ist. Mit der Argumentation müsste man eher in Gold und Konserven investieren.
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Original geschrieben von Goyale
Man könnte im besten Fall z.B. einen Indexfonds auf den DAX etc. mit niedrigen Kosten kaufen. Aber auch hier besteht, auch über Jahrzehnte, ein sattes Verlustrisiko, was man nur eingehen kann, wenn das Geld nicht unbedingt benötigt wird.Hast du dir mal die Renditen im DAX (bzw. eines vergleichbaren Index) in jedem möglichen 20-Jahreszeitraum über die letzten z.B. fünf Jahrzehnte angeschaut? Dann mach das mal und sag' mir dann, wo da ein Verlustrisiko sein soll.
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Original geschrieben von zardi77
Hast du dir mal die Renditen im DAX (bzw. eines vergleichbaren Index) in jedem möglichen 20-Jahreszeitraum über die letzten z.B. fünf Jahrzehnte angeschaut? Dann mach das mal und sag' mir dann, wo da ein Verlustrisiko sein soll.Oder für den S&P 500: http://financeandinvestments.b…al-returns-for-s-500.html
Schon nach 15 Jahren war man zu jedem Startzeitpunkt in der Gewinnzone, wobei ich trotzdem eher 20 Jahre als Mindestzeitraum empfehle. Und wie gesagt, für Otto Normal bietet sich gerade ein Sparplan an - da stellt sich aufgrund des Cost-Average-Effekts das Timing-Problem erst gar nicht.
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Original geschrieben von zardi77
Hast du dir mal die Renditen im DAX (bzw. eines vergleichbaren Index) in jedem möglichen 20-Jahreszeitraum über die letzten z.B. fünf Jahrzehnte angeschaut? Dann mach das mal und sag' mir dann, wo da ein Verlustrisiko sein soll.
Du weißt aber schon, dass die Kursentwicklung in der Vergangenheit nichts mit der Kursentwicklung in der Zukunft zu tun hat?Aber klar, Sachwerte sind immer noch besser als bedrucktes Papier (Geld).
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Ich denke, das weiß ich. Nur gibt es doch nichts Besseres als in der Breite auf die gesamte Wirtschaft zu setzen. Dort wurde schon immer der höchste Profit erwirtschaftet, schon lange bevor es Börsen gab. Ist doch logisch. Wo wird Geld verdient? Dort wo es investiert wird, wo es arbeitet und wo Werte geschaffen werden.
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