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Düsseldorf, 20. Jan. 2003:
Drillisch/Alphatel, Hutchison Telecom, Telco Services (vormals RSL Com) und VICTORVOX, Service-Provider am deutschen Mobilfunkmarkt, haben in Düsseldorf den Verband der Mobilfunkdiensteanbieter (VMD) gegründet. Ziel ist es, die Grundlagen für das Geschäftsmodell der Diensteanbieter langfristig sicher zu stellen, damit der Wettbewerb am deutschen Mobilfunkmarkt vielfältig und die Innovationskraft durch mittelständisch strukturierte Unternehmen erhalten bleibt. Daraus ergeben sich positive Effekte für den Arbeitsmarkt und zusätzliches gesamtwirtschaftliches Wachstum.
Der neue Verband hat seinen Sitz in Düsseldorf. Zum Sprecher des Vorstandes wurde Ralf-Peter Simon, Geschäftsführer der Hutchison Telecom GmbH, berufen. Sein Stellvertreter ist Marc Bruchseifer, Vorstandssprecher der Drillisch AG.
„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am deutschen Mobilfunkmarkt sehen wir uns veranlasst, die Interessen der deutschen Mobilfunkdiensteanbieter zu bündeln und zukünftig mit einer gemeinsamen Stimme unsere Interessen im Mobilfunkgeschäft zu vertreten“, erklärt Vorstandssprecher Ralf-Peter Simon. „Mit den gesetzlichen Regelungen und den GSM-Lizenzen an die Netzbetreiber hat der deutsche Gesetzgeber schon 1991 die Gründung von Mobilfunkdiensteanbietern ausdrücklich gewollt, um den Wettbewerb am damals noch jungen Mobilfunkmarkt zu fördern. Wir beobachten mit Sorge, dass an der Schwelle zur Markteinführung der dritten Mobilfunkgeneration (UMTS) dieses Ziel in den Hintergrund zu rücken scheint.“
Die Mobilfunkdiensteanbieter haben in den vergangenen Jahren zahlreiche innovative Produkte und Dienstleistungen am Markt eingeführt, die später auch von den Netzbetreibern übernommen wurden. Dazu gehören u.a. Wenignutzertarife, Tarife ohne Grundgebühren oder die sekundengenaue Abrechnung.
Mit innovativen Services und Tarifelementen werden die Mobilfunkdiensteanbieter auch zukünftig dem Kunden einen echten Zusatznutzen bieten. Nur netzunabhängige Diensteanbieter sind in der Lage, den Kunden eine freie Auswahl zwischen verschiedenen Netzen zu bieten. Im Rahmen der im Herbst 2002 eingeführten Rufnummernportabilität ist ein Netzwechsel unter Beibehaltung der Rufnummer bei einem Diensteanbieter möglich, ohne den Vertragspartner wechseln und auf die diensteanbieterorientierten Zusatzleistungen verzichten zu müssen.
Die im VMD vertretenen Unternehmen verfügen über insgesamt 2,5 Millionen Mobilfunkkunden und repräsentieren damit nahezu die gleiche Kundenanzahl wie der kleinste Netzbetreiber O2. Als Mobilfunkdiensteanbieter vermarkten die Mitgliedsunternehmen Originaltarife der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone D2 und E-Plus und verkaufen eigene Produkte und Tarife. Durch kundenorientierte Produkt- und Tarifgestaltung sowie serviceorientierte Zusatzleistungen ist es den Mobilfunkdiensteanbietern gelungen, sich erfolgreich am Markt zu behaupten und gegenüber den Netzbetreibern zu differenzieren.
In Kürze wird der Verband im Internet unter der Adresse http://www.vmd-deutschland.de vertreten sein und ausführliche Informationen zum Thema zur Verfügung stellen.