Ich komme als kleiner Handyverkäufer wenn ich mal meinen Stundenlohn ausrechne übrigens auf 7- 7,50 netto - nur so nebenbei ![]()
Gestzl. versichert, vom Arzt mies behandelt.
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Das hatte ich lange Jahre auch, wenn ich die ganzen "kostenlosen" Zeiten dazu rechne. Bedenke immerhin, dass ein Job, der unter anderem ein Studium voraussetzt, besser bezahlt wird. Und ich bekomme pro Patientenstunde auch nur eine Pauschale. Wenn ich mich auf Stunden vorbereite, wenn ich Berichte schreibe, mit Kollegen mich austausche etc., bekomme ich nix. Und wenn ich krank bin oder Urlaub mache, bekomme ich auch keinen Lohn.
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Zitat
Original geschrieben von uwm
Ich komme als kleiner Handyverkäufer wenn ich mal meinen Stundenlohn ausrechne übrigens auf 7- 7,50 netto - nur so nebenbei
Wenn Dir der Job Freude bereitet hast Du wahrscheinlich mehr davon als ein Unternehmensberater, der 4000 netto hat, dafür aber kein "Leben"...
wrywindfall
Findest Du nicht, es ist unbezahlbar, wenn Dir Dein Job gefällt?
Die meisten "Großverdiener" die ich kenne, müßten eigentlich eine nicht unerhebliche Rücklage bilden, um später Deine Dienste in Anspruch zu nehmen..so gesehen haben sie auch nicht viel mehr verdientUm mal auf das Thema zurückzukommen: evtl ist der Doc wirklich Experte und weiß, daß bei Dir nichts ist und er hatte gerade einen vor Dir, der unheilbar ist...manche Ärzte sind da etwas unsensibel....
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Ich wollte ja auch in dieser Diskussion nur mal was graderücken und anmerken, das auch andere Menschen nicht mit einem Vermögen nach Hause gehen - und nix für ungut, für das, was ich am Monatsende überwiesen bekomme würdest es Dir wohl schwerfallen dafür auzufstehen, schätze ich - und damit darf ich noch meine Familie ernähren ... das Du allerdings nicht reich wirst, glaube ich Dir gerne

Und ja - der Job macht Spaß, das gleicht es tatsächlich aus

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StebuEx: Stimmt, Spaß macht der Job, bis auf einen Großteil der Rahmenbedingungen. Ich werde sowieso meinen Laden umstrukturieren und näher an Berlin dran mehr mit Privatzahlern machen. Man muss ja sehen, wo man bleibt...

uwm: ich würde wahrscheinlich deswegen nicht aufstehen, weil ich meine laufenden Kosten damit nicht decken könnte. Immerhin muss ich ja Kranken-, Renten, Unfall- und Berufshaftpflichtversicherung, Raummiete etc. selbst bezahlen. Das fällt bei Angestellten weg.
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gestzl. versichert, vom Arzt mies behandelt.
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von diger
Und natürlich versucht dieser (wie jeder andere Dienstleister auch) seine Dienstleistungen an den Mann, bzw. Frau zu bringen. Das ist dann eben ein Angebot, welches man annehmen kann, aber nicht muß.
Oder kaufst Du auch im Supermarkt jeden Artikel, der an so einem Stand angeboten wird? Im mein, Du wärst ja auch sauer, wenn Du den ganzen Tag dort stehen würdest, und nichts an den ganzen Leuten die da vorbei laufen verdienst.
Wenn mir ein Arzt etwas anbietet, das mich interessiert, bzw. das ich für wichtig halte, dann würde ich, eine entsprechende Beratung vorausgesetzt, sicherlich "zugreifen".
Moment mal, die Dienstleistung eines Arztes ist nicht, mir Wellnessprodukte oder Placebos bzw. unnötige Medikamente anzubieten. Teilweise artet das bei manchen Ärzten schon aus wie beim Teleshopping. Bald gibts dann zur notwendigen Magenspiegelung noch ne Fussmassage, nen Amazongutschein und nen Handyvertrag-oder wie soll man sich das vorstellen?
Und bei seiner eigentlichen Dienstleistung kann man in der Regel eben nicht so einfach ja oder nein sagen. Man geht ja zum Arzt, weil man ein Problem hat oder vermutet und sich nicht mehr selbst zu helfen weiß. Da ist man durchaus ein Stück weit ausgeliefert.
Und bei medizinischen Problemen muss man gezwungenermaßen dem Arzt vertrauen. Googeln wie korrekt eine Diagnose ist analog zu googeln, ob es Fahrradschlauch Marke y oder z sein soll geht leider nicht.
Insofern seh ich bei Leuten, die bei diesem Beruf in erster Linie an den kommerziellen Erfolg denken eher eine falsche Berufswahl. Medizinische Berufe sind eben keine Wirtschaftsbetriebe, auch wenn mittlerweile alles diesem blödsinnigen BWL-Wahn unterworfen wird.
Das heisst nicht, das Ärzte umsonst arbeiten sollen-aber es ist doch bezeichnend, das in aller Regel nur übers Einkommen, nicht aber über die Arbeitsbelastung gehadert wird. Solange erst der Mammon diskutiert wird und unter ferner liefen die tatsächliche Arbeitsbelastung ist der Stein des Anstoßes wohl noch nicht "akut".
ZitatStimmt, Spaß macht der Job, bis auf einen Großteil der Rahmenbedingungen. Ich werde sowieso meinen Laden umstrukturieren und näher an Berlin dran mehr mit Privatzahlern machen. Man muss ja sehen, wo man bleibt...
Da würd ich dann aber mal genauer gucken. Wenn du zu viele JustforFun-Klienten hast, dann untergräbst du deine Kompetenz im Bereich der wirklich Kranken. Wenn der Therapieboom irgendwann ausbleibt, dann ist es schwer Patienten von seiner Kompetenz zu überzeugen, wenn man jahrelang nur eigentlich gesunde Selbstzahler bespaßt hat.
Zitatich würde wahrscheinlich deswegen nicht aufstehen, weil ich meine laufenden Kosten damit nicht decken könnte. Immerhin muss ich ja Kranken-, Renten, Unfall- und Berufshaftpflichtversicherung, Raummiete etc. selbst bezahlen. Das fällt bei Angestellten weg.
Das fällt bei denen nicht weg, die erarbeiten das und bekommen es vom Lohn abgezogen. Wegfallen tut bei Angestellten nur die Gewinnbeteiligung.
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Bin auch privat über die UKV versichert (Freie Heilfürsorge wurde abgeschafft
)und muss sagen , dass die Supi sind. Selten so kompetente Leute gehabt. Das es Unterschiede zw. Gesetzlichen und Privaten gibt ist doch klar- wenn ich als Arzt den privaten wie ne Wollmilchsau ausnahmen kann und vom Gesetzlichen zeitversetzt weniger bekomme... was mach ich lieber ?
Ärzte sind eben nicht nur durch ihren Eid Menschen , sondern mindestens zu 50 % gezwungenermaßen durch unsere tollen Reformen Unternehmer, die den Laden am Laufen halten müssen.
Ihr glaubt garnicht , was Helferinnen , Praxis , Instrumente usw usw usw verschlingen.
Ich verstehe die Ärzte , denn die führen nur aus was vom Staat abverlangt wird.
PS: Ich als Privatie bekomme es auch zu spüren - (schnelle Terminvergabe , anderes Wartezimmer - kaum Wartezeiten usw)
Da tun mir die von der GKV doch glatt leid

Kaan
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Gestzl. versichert, vom Arzt mies behandelt.
ZitatOriginal geschrieben von ocb
Das heisst nicht, das Ärzte umsonst arbeiten sollen-aber es ist doch bezeichnend, das in aller Regel nur übers Einkommen, nicht aber über die Arbeitsbelastung gehadert wird.Ich kann ja mal aus dem Nahkästchen plaudern: Ich wollte früher mal Kinderarzt werden. War echt mein Traum. Aber ich könnte nie im Leben den Eltern ins Gesicht sagen, daß ihr Kind sterben wird oder jahrelang leiden wird. Das ist ein echter Unterschied zu nem beschissenem Wasserschaden im Handy, den einer im Handyshop verkündet. Da verzichte ich lieber auf einen Tausender im Monat und mach hier irgendwelche Unternehmensbewertungen und bunte Powerpoint-Präsis. Ich hab jedenfalls Respekt vor denen. Mein Nachbar ist Onkologe und der trinkt nicht gerade wenig....
Im Übrigen habe ich auch die Erfahrung gemacht, daß die Leute, die nicht mit dem Herzen beim Studium sind, rausgeflogen sind.....
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ZitatAlles anzeigen
Original geschrieben von Kaan
Ärzte sind eben nicht nur durch ihren Eid Menschen , sondern mindestens zu 50 % gezwungenermaßen durch unsere tollen Reformen Unternehmer, die den Laden am Laufen halten müssen.
Ihr glaubt garnicht , was Helferinnen , Praxis , Instrumente usw usw usw verschlingen.
PS: Ich als Privatie bekomme es auch zu spüren - (schnelle Terminvergabe , anderes Wartezimmer - kaum Wartezeiten usw)
Da tun mir die von der GKV doch glatt leid

Kaan
Da lässt du dich blenden. Ich kenn wie gesagt beides, GKV und PKV. Klar gibts im Warteraum des Chefarzts bequemere Sessel und gekühlte Getränke, aber was bringt mir das als Patient eigentlich? Wenn ich bspw. wegen Magenproblemen komme oder mir sonstwie übel ist, krieg ich die Getränke eh nicht runter. Wenn ich nervös bin, bleib ich eh nicht sitzen. Und der Chefarzt ist meist schlechter, als seine Untergebenen. Weil ihm die tägliche Praxis fehlt. Und auf dem neuesten Stand ist er meistens auch nicht, jedenfalls nicht wenn er schon jahrelang in seiner Position ist.
Und Terminvergabe ist ne Frage in welche Praxis man geht. Wenn ich akut was habe brauche ich als GKVler überhaupt keinen Termin. Habe ich eine Erkrankung, dann bekomme ich auch zeitnah Folgetermine. In meiner Praxis, wo ich hingehe warte ich nicht länger als andere Patienten, habe es noch nie erlebt, das ein anderer Patient vorgezogen wurde, der später ins Wartezimmer gekommen ist. Wartezeit in der Regel zwischen 5 und 10 Minuten, ist aber wie gesagt bei allen gleich. Termine bekomme ich immer in der Woche, in der ich anrufe. Wenns akut ist, geh ich einfach direkt hin.
Der einzige Unterschied, der mir aufgefallen ist, ist das unnötige Behandlungen gemacht werden. Da ist dann nicht die Röntgenaufnahme ausreichend, man wird gleich ins CT geschickt. Nutzwert für mich als Patienten nahe Null. Mehr Stress (weil CT klingt ernster als schnöde Röntgenaufnahme), mehr Zeitverlust, unnötige Belastungen.
Man denkt erst "boah, die kümmern sich aber". Je älter man wird und je besser man den eigenen Körper kennt merkt man, die zocken nur Kohle ab.
Und übrigens, Helferinnen und Ausrüstung verschlingen keine Kosten. Ohne die funktioniert keine Praxis, sie ermöglichen überhaupt erst Gewinne! Das sie Kosten verursachen kann man nur behaupten, wenn man als Geistheiler tätig ist. Die brauchen wirklich weder Gerätschaften, noch Personal!
ZitatAber ich könnte nie im Leben den Eltern ins Gesicht sagen, daß ihr Kind sterben wird oder jahrelang leiden wird.
Naja, aber Todesnachrichten müssen auch Polizisten überbringen. Sich mit jahrelang kranken Menschen auseinandersetzen ist wiederum Hauptbestandteil von allen Berufen, die mit Reha zu tun haben. Sich täglich mit Kranken auseinanderzusetzen ist Hauptbestandteil der Arbeit im Pflegebereich.
Also da hab ich vor Ärzten nicht mehr Respekt, zumal die deutlich besser verdienen als Pflegepersonal etc.. Ärzte waschen und füttern niemanden, sie arbeiten auch in der Psychiatrie die wenigste Zeit aktiv mit dem Patienten und so weiter. Und Pflegepersonal ist für Fehler haftbar, Ärzte können im Prinzip machen, was sie wollen. Der OP ist ein rechtsfreier Raum, seine Grundrechte gibt man schon an der Krankenhauspforte ab.
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Zitat
Original geschrieben von StebuEx
Wenn Dir der Job Freude bereitet hast Du wahrscheinlich mehr davon als ein Unternehmensberater, der 4000 netto hat, dafür aber kein "Leben"...Das möchte ich mal als hervorragende Philosophie unterstreichen!
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