Golf-Einspritzpumpe defekt. Günstige Lösung?

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Dafür bekommste auch schon eine TDI-Maschine mit Verteilerpumpe (90/110PS) und mit weniger Laufleistung... ;)
    Eine "Organtransplantation" ist, wenn man es bei einem "Schrauber" machen läßt, gar nicht mal so aufwändig.

    Naja, Unterschiede gibts da nicht nur beim Motor sondern auch beim Getriebe und den Bremsen, der SDI hat imho hinten Trommelbremsen und die TDIs vier Scheibenbremsen. Da ist es dann die Frage ob die Trommelbremsen mit der gesteigerten Leistung klarkommen und ob das Getriebe das erhöhte Drehmoment verkraftet.

  • Die 90 PS TDIs wurden anfangs hinten auch mit Trommelbremsen ausgeliefert, erst später mit Scheiben hinten. Die 110 PSler hatten schon immer Scheibenbremsen hinten.

  • Afaik gab es die unteschiedlichen Bremsanlagen mit (teilweise) hinteren Trommelbremsen bis zum Golf 3. Ab der 4er Baureihe hat sich VW davon verabschiedet und ringsherum Scheibenbremsen eingebaut. Die hinteren Bremsen sind auch bei fast allen Modellen gleich. Imho wurde erst ab dem 180 PS Jubi-GTI hinten auch eine andere (innenbelüftete) Bremsanlage eingebaut. Sonst unterscheiden sich die vorderen Bremsen meistens erst ab den über 100 PS-Modellen, soll heißen: bis ca. 100 PS sind es meistens eh immer die gleichen Teile (Sättel und Bremsscheiben). Also ein 90 PS TDI sollte da kein Problem sein. Im Zweifelsfall einfach mal die Ersatzteile vergleichen und zwar nicht nach Teilenummern, sondern optisch, wenn man sie in den Händen hält... ;)


    Edit: Mein damaliger Golf 4 TDI VE mit 110 PS hatte im Stadtverkehr ohne Klima im Jahresdurchschnitt knapp 6 Liter verbraucht. Eigentlich hatte ich immer eine 5 vor dem Komma... :D
    Der mit 90 PS und variabler Turbinengeometrie ist noch sparsamer. Die Finger weglassen würde ich nach leidvollen Erfahrungen von allen Pumpe-Düse TDIs. ;)


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Die Finger weglassen würde ich nach leidvollen Erfahrungen von allen Pumpe-Düse TDIs. ;)

    Probleme bei den Pumpe-Düse Motoren gabs nur in der allersten Version mit 85KW/115PS.


    Die nachfolgenden Modelle mit 74KW/100PS, 96KW/130PS und 110KW/150PS laufen alle tadellos.

  • Wenn die Maschinen relativ neu sind, mag das ja richtig sein, so wie Du das siehst. Laufen tun sie ja. Allerdings hatte ich mal einen PD mit 130 PS im Golf Variant und überwiegend schlechte Erfahrungen. Teure Wartung mit Longlife-Service (spezielles PD-Öl), recht empfindliche Technik (Defekte an der Abgasrückführung) und eine chronische Anfahrschwäche, bzw. recht langen ersten Gang beim 6-Gang Schaltgetriebe.


    Hat mir wegen der Reparaturen und recht teuren Wartung kaum Spaß gemacht damit zu fahren.
    Das am Diesel-Sprit gesparte Geld wurde durch diese Kosten wieder aufgefressen. Habe mich hinterher geärgert, dass ich den ersten TDI mit 110 PS und Verteilerpumpe abgegeben hatte. Keine teure Wartung, weil kein teures und spezielles Öl erforderlich war. Der Motor lief prinzipbedingt zudem deutlich komfortabler als der PD-Motor.


    Ich bin von der PD-Technik kein Freund mehr. Man sieht auch, dass VW nun doch endlich auf Common-Rail setzt. Zu spät imho, aber besser als gar nicht mehr.


    Wie man sieht, kann ja auch mal wie beim TE so eine VE-Pumpe kaputt gehen. Wenn dies mal passiert, ist man bei einem VE Motor besser dran. Das kann jeder Bosch-Dienst recht "günstig" reparieren. Afaik sind die Dieselpumpen sogar von Bosch, da diese Fa. der Zulieferer für die VW-Teile ist. Wenn aber mal nur ein PD-Element mal kaputt geht, dann gute Nacht! :D


    Das ist ja heute das Problem: Die Ersatzteile sind, wenn die mal benötigt werden, für PD-Motoren recht teuer. Von daher sollte man sich überlegen, welche Technik am wenigsten anfällig ist, weil sie nicht zu speziell und nicht zu aufwändig ist. All dies trifft auf die VE-Motoren zu und die Euro 3 Einstufung bekommen sie ab dem Golf 4 auch. Zudem ist die Motorsteuerung nicht zu kompliziert und daher eignet sich eine solche Maschine eher für einen Motorwechsel, weil man am Motorkabelbaum nicht zu viel ändern muss. ;)


    Das Problem in der heutigen Zeit ist ja auch noch, dass der Gebrauchswert eines Pkw meistens deutlich höher ist, als der finanzielle Zeitwert des Fahrzeugs. Das liegt imho u.a. auch an einem absoluten Überangebot an Gebrauchtwagen.
    Deswegen kann man sich ja auch schon mal solche Gedanken machen, um die Kiste wieder flott zu machen, weil sich das Abgeben des Pkw meistens nicht lohnt und nicht selten hohe finanzielle Verluste mitbringt. Der pfiffige Käufer, macht nämlich ein Schnäppchen und besorgt sich die benötigten Teile z.B. aus einem Unfallwagen oder beim Verwerter, um genau das zu tun. Ich sehe, was regelmäßig auf einem Hänger in Richtung Osten rollt. Da sind Autos bei, die man auch hier noch gebrauchen könnte, eine Reparatur sich aber finanziell in einer (Vertrags-)werkstatt nicht mehr lohnt. ;)
    Aber wir kommen vom eigentlichen Thema ab. :D


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Wie man sieht, kann ja auch mal wie beim TE so eine VE-Pumpe kaputt gehen. Wenn dies mal passiert, ist man bei einem VE Motor besser dran. Das kann jeder Bosch-Dienst recht "günstig" reparieren. Afaik sind die Dieselpumpen sogar von Bosch, da diese Fa. der Zulieferer für die VW-Teile ist. Wenn aber mal nur ein PD-Element mal kaputt geht, dann gute Nacht! :D

    PD Elemente lassen sich auch einzeln wechseln, und den Wechsel sollte sowohl ein qualifizieter Boschdienst als auch eine VAG Vertragsverkstatt hinbekommen. Und von den Kosten her müsste man bei einem PD Element mit so roundabout 500€ rechnen, zzgl. Einbau.

  • Genau, man hat also 4 dieser Fehlerquellen im Motor, wohingegen man beim VE-Motor nur vergleichsweise eine hat. Ich kann sowas durch jahrelange Schraubererfahrung selbst machen. Ich weiß ja nicht, ob Du auch so autoaffin bist? Man nimmt doch fürs Selbermachen dann die Technik, die am einfachsten ist, kein teures Spezialöl braucht und auch langfristig haltbar ist. Es muss dann unter diesem Aspekt nicht immer das neueste vom neuen sein. Wenn man selbst zwei "linke" Hände haben sollte und man sowas in der (teuren) Vertrags-Werkstatt machen lassen müsste, dann ist man natürlich mit meinen Tipps schlecht bedient. Kann man sowas selbst, dann kann man bei seiner "alten Karre" sehr viel Geld sparen, denn viel Geld wird wohl niemand mehr in seinen alten Wagen stecken wollen, dann doch lieber abgeben, oder?


    Falls an einem PD Motor alles "hopps" gegangen sein soll (evtl. u.a. alle 4 PD-Elemente im "worst case", z.B. durch zu lange im Motor verbliebenes Longlife-Öl ;)), dann lohnt sich eine Reparatur zu den von Dir genannte Preisen fast nicht mehr, da man schnell in den Bereich eines so genannten "Finanziellen Totalschaden" kommt, und das ganz ohne Unfall, ok? ;) :D
    Da ist ein Austausch einer Pumpe im Wagen des TE wohl günstiger.


    Ein PD-Motor kann zu einem finanziellen Desaster ausarten, wenn es ganz dumm kommt. Gebraucht bekommt man die anderen Maschinen zudem deutlich günstiger und in größerer Auswahl...


    Gruß herold

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Genau, man hat also 4 dieser Fehlerquellen im Motor, wohingegen man beim VE-Motor nur vergleichsweise eine hat. Ich kann sowas durch jahrelange Schraubererfahrung selbst machen. Ich weiß ja nicht, ob Du auch so autoaffin bist? Man nimmt doch fürs Selbermachen dann die Technik, die am einfachsten ist, kein teures Spezialöl braucht und auch langfristig haltbar ist. Es muss dann unter diesem Aspekt nicht immer das neueste vom neuen sein. Wenn man selbst zwei "linke" Hände haben sollte und man sowas in der (teuren) Vertrags-Werkstatt machen lassen müsste, dann ist man natürlich mit meinen Tipps schlecht bedient. Kann man sowas selbst, dann kann man bei seiner "alten Karre" sehr viel Geld sparen, denn viel Geld wird wohl niemand mehr in seinen alten Wagen stecken wollen, dann doch lieber abgeben, oder?


    Was meine Kenntnisse betrifft: So Sachen wie Ölwechsel, Glüh-/Zündkerzenwechsel und Luft- und. Pollenfilterwechsel bekomme ich selber hin, aber an Sachen wie einen Pumpenwechsel würde ich mich nicht ranwagen.


    Bei den Kosten kommt es natürlich auch immer drauf an wie alt das Fahrzeug ist und ob es Scheckheftgepflegt wurde. Wenn bei einem Fahrzeug < 5 Jahre defekte PD Elemente auftreten würden, dann sollte die Reperatur auf ohnehin auf Kulanz gehen, und auch bei älteren Fahrzeugen wäre es ein Versuch wert.


    Einen kleinen Vorteil haben aber PD Elemente im obigen Fall: Wenn eine Verteilereinspritzpumpe ausfällt bewegt sich das Fahrzeug garnichtmehr, bei einem defekten PD Element sollte das Motormanagment den Fehler erkennen und um kann notfalls auf drei Töpfen heimrumpeln.

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