Seit Lehrerwechsel nur noch "ausreichende" Leistungen in Englisch - Was tun?
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Zitat
Original geschrieben von Jochen
Letztes OT: das ist nicht nur im engl.-sprachigen Ausland so, sondern ich habe es auch in Spanien und Frankreich erlebt. Das ist einfach eine Sache des Respekts und sollte in D nicht anders gehandhabt werden.
Dass der Gespräcjhspartner total beschissen diese Sprache spricht und man ihn kaum versteht, merkt und weiss er selbst.
Aber bleibt bitte beim Thema des Titels.
Ich halte das gar nicht mal für so weit OT, Jochen. Denn auch das Wissen um kulturelle Unterschiede ("interkulturelle Kompetenz") gehört zur Beherrschung einer fremden Sprache. Eine fremde Sprache losgelöst von ihrem sozio-kulturellen Hintergrund zu erlernen ist wie ein Lied auswendig zu lernen, dessen Text man nicht versteht und für dessen Melodie einem jegliches Gefühl abgeht.Leider ist der Englischunterricht (oder Fremdsprachenunterricht allgemein) an deutschen Schulen häufig derartiger Natur, daß Schüler in die Lage versetzt werden, z. B. ein Sonett von Shakespeare zu interpretieren, aber in fast sämtlichen Alltagssituationen im Ausland völlig "aufgeschmissen" sind, weil sie einfach die Spielregeln nicht gelernt haben, nach denen dort situativ bedingt kommuniziert wird. Von solchen Grundmängeln wie fehlendem Vokabular und Redewendungen einmal völlig abgesehen...
Die Verantwortung dafür liegt leider häufig genug bei den Lehrern, die zwar irgendwann einmal Englisch studiert haben, aber kaum je selbst in England (oder im übrigen englischsprachigen Ausland) gelebt und gearbeitet haben. Ich mußte während meiner Referendarzeit oft mit Erschrecken feststellen, daß es Kollegen gab, die seit 20 oder mehr Jahren Englischlehrer waren, aber zum letzten Mal vor 20 oder mehr Jahren einen Fuß auf "die Insel" gesetzt hatten. Die kannten nur den Unterrichtsstoff und sonst gar nichts. Was sollten die ihren Schülern denn beibringen können in Bezug auf eine halbwegs zeitgemäße Kommunikationskompetenz in einer fremden Sprache?

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Zitat
Original geschrieben von HappyDay989
Ich mußte während meiner Referendarzeit oft mit Erschrecken feststellen, daß es Kollegen gab, die seit 20 oder mehr Jahren Englischlehrer waren, aber zum letzten Mal vor 20 oder mehr Jahren einen Fuß auf "die Insel" gesetzt hatten. Die kannten nur den Unterrichtsstoff und sonst gar nichts. Was sollten die ihren Schülern denn beibringen können in Bezug auf eine halbwegs zeitgemäße Kommunikationskompetenz in einer fremden Sprache?
Wie, meinen damaligen Englisch-Lehrer kennst Du persönlich ?

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