Seit Lehrerwechsel nur noch "ausreichende" Leistungen in Englisch - Was tun?

  • naja, man würde wohl eher apologize schreiben ;).
    außerdem find ich es dämlich, sich für seine fremdsprachenkenntnisse, wenn auch schlechter natur, zu entschuldigen. auch als höflkichkeitsfloskel find ich das daneben...so far

  • Zitat

    Original geschrieben von HansMustermann
    naja, man würde wohl eher apologize schreiben ;).


    In der Schule wohl nicht, da wird eher die britische Version verwendet. (edit: hab grad mal geschaut - auch da geht wohl beides. Also meinen Einwurf bite vergessen)

    Mit Grüßen ...

  • Ich verstehe Heckes Problem völlig. Bin derzeit auf einem Berufskolleg im 1. Jahr und wir haben da auch den Oberstufenstoff in Englisch.


    Auch wenn ich das Problem nicht habe, ist es echt schwer abhängig vom Lehrer. Ich steh eigtl schon Ewigkeiten schriftlich in Englisch auf 2, teilweise gabs mal die 3 oder 4 im Zeugnis weil mich die Lehrer nicht mochten und mir dementsprechend mündliche Noten haben. Zum Halbjahr wurde es wieder die 2. In Bücher schau ich sowieso nicht rein und Englisch lernen gabs bei mir auch nur sehr selten. Bzw. ich wüsste nicht was ich lernen sollte, ich kann das meiste sowieso und es sind ledigliche Vokabeln für mich lernbar. Von Lernseiten lass ich die Finger, meine Formulierungen sind fast immer ohne Beanstandungen.


    Hab auch letztens ne Sun gelesen (wasn Käseblatt, schlimmer als Bild :D ) und das ging auch ziemlich gut obwohl ich abgelenkt war. Höre fast nur englische Musik, Lese auch auf englischen Boards. Ich denke das macht schon seinen Teil aus.


    Habe aber über die Jahre (Realschule zuvor) immer 2 gehabt schriftlich. Diesmal mündlich sogar 1,4 (Meinem Lehrer fehlts bisschen...hab ihn sogar bereits mehrfach bei Vokabeln korrigiert weil er falsche Übersetzungen drauf hatte) aber für die 1 reichts nicht.


    Hängt allein vom Lehrer ab. Eine Frage an dich Hecke: gabs mal ein Problem mit der Lehrer? Vllt. ein Grund für seine Benotungen?

    [b]Droide - zwischen Comfort und Datenschutz[b/]

  • So, ich habe auch noch Senf.


    Aus dem Vorhergegangenen habe ich den Eindruck, dass hecke kein überempfindliches Sensibelchen ist und daher wage ich es mal.


    Bei mir liegt die Schulzeit schon etwas länger zurück. Während dieser Schulzeit war ich mir ziemlich sicher, mein Englisch wäre ziemlich brauchbar. Bis ich dann mal "rüber machte" und KEIN Wort verstand. Plötzlich wurde ich mit "richtigem" Englisch konfrontiert.


    Heute ist mein Englisch tatsächlich brauchbar. U.a. verdiene ich Geld damit und viele Jahre nach meiner Schulzeit holte ich mir ein "A" beim Cambridge Proficiency Test.
    Heute weiss ich, wie GROTTENSCHLECHT meine Englischkenntnisse in der Schule waren.


    Wie hier schon oft gesagt wurde, der Unterschied zwischen dem Englisch der Unterstufe und dem der Oberstufe ist enorm. Gerade bei Englisch, einer Sprache, in die man relativ schnell einsteigen kann, die später dann aber eine Vielzahl von feinen Nuancen aufweist.


    Also, ohne Dir Paranoia unterstellen zu wollen: die Möglichkeit besteht, dass Du Dich wirklich heute mehr anstrengen musst als früher, um dieselbe Beurteilung zu "verdienen". Trotzdem kann Dein Lehrer unfair oder ungerecht sein. Das zu beurteilen, fällt von hier aus aber schwer. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es sein KANN, dass Du heute mehr arbeiten musst und Dir das jetzige Englisch nicht mehr so in den Schoss fällt. Auf höfliches Lob in Chats würde ich in diesem Zusammenhang GAR NIX geben !


    Meine Beobachtung ist die, dass die meisten Deutschen ihre Englischkenntnisse masslos überschätzen. Irgendwelche Floskeln werden aufgeschnappt und in Foren wird jeder zweite Beitrag mit "LOL" kommentiert. Wenn ich das lese, krisch isch immer ne Kriese [sic!].


    Halt die Ohren steif. It will already become ! (Loosely übersetzt: es wird schon werden!) ;)

  • hecke,


    1. englischsprachige Muttlersprachler sind meist sehr höflich (meine Erfahrung) und die würden dir nie sagen wie mies dein Englisch wirklich ist.


    2. wenn du denkst dein jetztiger Lehrer wird keinen Englisch-LK geben und du schon mit dem Gedanken gespielt hast, Englisch als Lk zu nehmen, dann tu dies. Wenn du natürlich so viel Pech hattest wie ich damals und genau den Lehrer bekommst, den du nicht möchtest - shit happens.. :-)
    Ein bisl zocken solltest du schon... :-)


    HP-owner.


    well done, bei diesem Test so gut abzuschliessen, da hast du sicherlich viel Arbeit investierst.

    Ein altes skandinavisches Sprichwort sagt:
    Gelber Schnee schmeckt nicht nach Zitrone!

  • Zitat

    Original geschrieben von qwer640
      HP-owner.


    well done, bei diesem Test so gut abzuschliessen, da hast du sicherlich viel Arbeit investierst.


    Nee, gar nicht!


    Bzw. ist das eine Definitionsfrage. Was ist Arbeit?
    Ist eine Aktivität Arbeit, wenn man sie nur widerwillig macht?
    Ist dieselbe Aktivität keine Arbeit mehr, wenn sie Spass macht?


    ZEIT habe ich investiert. Als ich den Test machte, hatte ich eine Menge engl. Bücher gelesen. Wannimmer ich eine Alternative hatte, habe ich ein Buch lieber auf Englisch als auf Deutsch gelesen. Habe versucht, Filme in Originalsprache zu sehen, statt auf Deutsch, auch wenn ich anfangs natürlich einiges verpasste. Und wenn ich in UK war, habe ich mich von anderen Deutschen ferngehalten, statt sie zu suchen, weil ich in UK Englisch, Schottisch oder Irisch hören und sprechen wollte, aber kein Deutsch.


    Falls es für jemand von Interesse ist: ich bin ein Mensch, der fast immer Prüfungsangst hatte. Und sehr viele Prüfungen (auch z.B. Führerschein) habe ich gerade so geschafft. Dieser Cambridge Test war für mich "a piece of cake".
    Zwar hatte ich VORHER auch Angst, aber während des Tests hatte ich nur Spass.
    Das war einer der ganz wenigen Tests, wo ich beim Rausgehen wusste, den hab ich gepackt. Dass es nun gleich die Top-Note wurde, so sicher war ich mir nicht.
    Aber es gab kaum eine Frage, wo ich raten musste. Und doch meinen manche, dieser Test wäre sauschwer.


    Wann aber habe ich mir diese Englischkenntnisse erworben? NACH der Schulzeit. Durch Beschäftigung in meiner Freizeit.


    Aber wie soll ich diese Lebenserfahrung jetzt so beschreiben, dass was positives für hecke bei raus kommt? Kann ja schlecht sagen "Schule ist Scheisse", oder ?
    Leider kann ich noch nicht mal behaupten, dass ich dort gelernt hätte WIE man lernt. Wenn ich was lernte, dann wie man irgendwie durch die Prüfungen kommt.
    Aber für's Leben? Ich habe das grosse Latinum. Auf dem Papier ! Und kann heute kein einziges Wort mehr in Latein !


    Woll'n wer ma so sagen: hecke, es gibt ein Leben NACH der Schule. Ist eine schwierigere Zeit, weil man mehr Selbstverantwortung übernehmen muss. Aber auch eine schönere, weil DU bestimmst, was Du lernen willst.
    Bis dahin, wie gesagt, halt die Ohren steif. Und glaub' an Dich.

  • Zitat

    Original geschrieben von HansMustermann
    naja, man würde wohl eher apologize schreiben ;).


    Amerikaner würden das sicherlich. Im offiziellen britischen Englisch (also so, wie es in der Schule gelehrt wird!), ist die Variante mit der Endung -ise statt -ize richtig.



    Zitat

    Original geschrieben von HansMustermann
    außerdem find ich es dämlich, sich für seine fremdsprachenkenntnisse, wenn auch schlechter natur, zu entschuldigen. auch als höflkichkeitsfloskel find ich das daneben...so far


    Hast Du schon mal längere Zeit im englischsprachigen Ausland zugebracht und dort intensiven Kontakt (Studium, Arbeit, ...) mit den "Eingeborenen" dort gehabt? Dann solltest Du nämlich wissen, daß die meisten Briten (und noch viel mehr: die Iren) extrem höfliche Menschen sind und darüber hinaus über eine gewisse Portion Selbstironie verfügen. Die scheinbare Selbsterniedrigung, sich für etwas zu entschuldigen, wofür man sich eigentlich nicht zu entschuldigen braucht, gehört dort zum Ritual und verläuft nach festen Regeln. A entschuldigt sich für seine Unvollkommenheit und B versichert, daß dazu überhaupt kein Grund bestehe, weil diese Unvollkommenheit doch gar nicht so schlimm sei wie von A dargestellt. Wie gesagt, solche Szenen gehören zum Kommunikations-Ritual und verlaufen nach festen Regeln.


    Um das, was deutsche Muttersprachler davon halten, haben sich die Briten und Iren bei der Ausprägung solcher Rituale übrigens nicht gekümmert... ;)

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Letztes OT: das ist nicht nur im engl.-sprachigen Ausland so, sondern ich habe es auch in Spanien und Frankreich erlebt. Das ist einfach eine Sache des Respekts und sollte in D nicht anders gehandhabt werden.
    Dass der Gespräcjhspartner total beschissen diese Sprache spricht und man ihn kaum versteht, merkt und weiss er selbst. ;)


    Aber bleibt bitte beim Thema des Titels.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Wenn Du willst, kannst Du mir mal per pn 'nen Text von Dir schicken und ich geh' drüber;


    (keine Sorge, ich kann das a bissl ;))

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!