Suche Kaufempfehlung für Spiegelreflexkamera

  • Vielen Dank für die bisherigen Hinweise. Der zu beschenkende hat bisher nur eine "normale" Digitalkamera und keine große Erfahrung mit der Fotografie.


    Es sollen keine Fotos für Fachmagazine, sondern nur bessere Fotos für den Hausgebrauch entstehen.
    Die Lumix DMC-FZ28 (bzw. FZ38) ist in jedem Fall eine sehr gute Idee.


    In wie weit unterscheiden sich denn die Bilder zu einer Spiegelreflex ?
    Bevor man 400€ oder mehr in ein Geschenk investiert sollte ich die Notwendigkeit einer Spiegelreflex vielleicht nochmals hinterfragen...


  • Ich hab die E-420 (mit einem Objektiv) für 300€ geholt. Mache zwischendurch gerne Fotos, kann sie eigentlich empfehlen. Bin kein Profifotograf oder so, aber für nen Hobbyfotografen und 400€ ist es ne gute Wahl. Ist nicht schwer zu benutzen und die Funktionen konnte ich alle schnell erlernen (zumindest in gewissem Umfang). Als Einsteiger-SLR finde ich sie super!

  • Zitat

    Der zu beschenkende hat bisher nur eine "normale" Digitalkamera und keine große Erfahrung mit der Fotografie.


    Ok, wenn der zu Beschenkende sich für die Fotografie interessiert und noch wenig Erfahrung hat, dann wäre mit dem Ersparten auch ein Fotobuch sinnvoll.
    Da könnte ich "Digital Fotografieren" von Christian Haasz empfehlen.


    Zitat

    In wie weit unterscheiden sich denn die Bilder zu einer Spiegelreflex ?


    Also wenn du die Panasonic mit einer DSLR mit Kitobjektiv vergleichst, dann wirst du keinen merkbar qualitativen Unterschied merken. Unterschiede wirst du höchstens bei der Farbgebung entdecken. Manche Hersteller setzen auf grellere Töne, andere verhalten sich dezenter.


    Beispielfotos von Panasonics DMC-FZ28 und FZ38 und diverser Einsteiger-DSLRs findest du u.a. bei letsgodigital.org und dpreview.com. Die verwenden aber im Regelfall keine Kitobjektive, sondern hochwertigere im mittleren dreistelligen Euro-Bereich angesiedelte Objektive.


    Der Sinn und Zweck einer DSLR liegt ja in erster Linie darin, die Möglichkeit zu haben, verschiedene Objektive benutzen zu können.


    Und hier eine Grundregel für gute Bilder:


    An erster Stelle steht der Mensch hinter der Kamera.
    Dann folgt das Objektiv.
    Und am Ende steht die Kamera.


    Soll heißen, eine Kamera für 2000 Euro und 100-Euro-Objektiv macht keine besseren Bilder, als eine 400-Euro-Kamera mit selbigem.



    -edit- Wäre der zu Beschenkende denn bereit, weiteres Geld zu investieren? Also im hohen dreistelligen Bereich?


    Die bereits genannte Olympus E-420 wäre die preisliche Alternative in Sachen DSLR. Gibt's mit WW-Kitobjektiv für unter 300 Euro.

  • raik, die Lichtempfindlichkeit hast du bei deinen Ausführungen "vergessen", und dieser Faktor ist so wichtig, dass beinahe alle Aussagen absurd werden.


    Der Sensor der Panasonic Lumix (laut wikipedia 1/2.33" CCD) gehört zur winzigen Sorte und ist damit ca. ein elfte so groß wie der gängiger Spiegelreflexkameras.


    D.h., stark vereinfacht, er braucht ELF MAL SO VIEL LICHT um Fotos der gleichen Qualität erzeugen zu können. Wenn du deine Landschaft oder die zu fotografierenden Gebäude also mal eben elf mal heller beleuchten kannst mag der Vergleich stimmen. Schon in wundervoller Abendstimmung, geschweige denn Dämmerung, die beide für Landschaftsaufnahmen sehr gewünscht sind, rauschen die Winzsensoren los oder verschwimmen völlig.





    Für einen ambitionierten Amateur muss es sicher keine 400-Euro-Kamera sein. Aber bitte lass dich hier von Fachkundigen beraten, und höre niemals auf Media-Markt/Saturn-Verkäufer.

  • Der größere Sensor der DSLR bringt recht wenig, wenn das Objektiv daran (in diesem Fall ein Kit, da alles andere zu teuer ist) lichtschwach ist.



    Zitat

    D.h., stark vereinfacht, er braucht ELF MAL SO VIEL LICHT um Fotos der gleichen Qualität erzeugen zu können.


    Schau dir Beispielfotos an und sage mir, ob du einen qualitativen Unterschied siehst. Und falls das Licht wirklich so schlecht sein sollte, hilft etwas mehr Blende.


    Zitat

    Aber bitte lass dich hier von Fachkundigen beraten, und höre niemals auf Media-Markt/Saturn-Verkäufer.


    Wenn ich ein solcher wäre, würde ich nur die Daten auf dem Schildchen ablesen.


    Und Bene, wenn du auf diesem Gebiet so bewandert bist, dann lass doch auch den TE daran teilhaben.

  • Ein wichtiger Punkt wurde hier noch vergessen und zwar die Bearbeitung der Fotos. Bei eine FZ28/38 braucht man die Fotos in den meisten Fällen nicht zu Bearbeiten, bei einer DSLR sieht das wieder ganz anders aus. Da wird im raw-Format fotografiert und dies bedeutet, die Fotos müssen erst am PC entwickelt werden. Und dazu ist nicht jeder bereit (kostet Zeit). Viele kaufen sich ja eine DSLR, machen dann im jpg-Format mit der A-Einstellung Fotos und wundern sich am Ende wieso die Fotos nicht besser aussehen.



    Für den Bereich Landschaftsfotos / Gebäude braucht man nicht unbedingt eine DSLR. Da reicht dicke eine FZ, denn bei gutem Wetter sieht man heutzutage kaum Unterschiede zu einer Einsteiger-DSLR. Ein Alternative wäre die DP1 von Sigma: Klein, DSLR-Sensor zwar langsam und nur Festbrennweite, aber für Landschaftsfotos die Cam schlecht hin.

  • Architektur und Landschaftsaufnahmen funktionieren prima mit den Kitobjektiven, sofern genug Licht da ist, abend ist sowieso ein Stativ zu empfehlen, da auch das beste Objektiv bei leichten Verwacklern kein scharfes Bild mehr hinbekommen kann.


    Bearbeiten von Fotos ist auch bei DSLR nicht zwingend sondern optional, ich fotografiere normalerweise im jpg Format, es sei denn ich habe was besonderes vor und weiß, dass ich mir Zeit nehme um das Bild nachträglich zu bearbeiten (Hochzeitsfotos bspw.).

  • Generel kann man fast alle Spiegelreflexkameras uneingeschränkt empfehlen.


    Außer Sigma, da die besonders sind und ein besonderes Puplikum ansprechen.


    Nikon ist ansich vergleichbar mit Canon.


    Allerdings bieten diese keinen Stabilisator in der Kamera, sondern man kauft stabilisierte Objektive.
    Das hat natürlich Vor- und Nachteile.


    Das heißt die Palette reicht vom absoluten Einsteiger bis zum absoluten Profi.


    Es gibt reichlich und auch günstiges Zubehör und Objektive. Allerdings muss man hier auch auf die Qualität achten.


    Grundsätzlich würde ich vor dem Erwerb eines Modells mir überlegen, was machen ich will, wie viel Geld ich habe und bspw. bei Mediamark sämtliche Modelle in die Hand nehmen.


    Manche fassen sich einfach nicht gut an, so dass man die aus der Auswahl wegstreichen kann. Denn wer nutzt etwas, was er nicht gut anfassen kann.


    Kaufberatungstips bekommt man bei dslr-forum.de, wobei natürlich jeder sein Modell empfehlen wird.

  • Ohje Raik nicht dein ernst. Schlechte Objektive lassen weniger Licht durch, klar.


    Schlechte Sensoren sind jedoch nicht mehr zu retten, sie bleiben auch mit guter Optik mies. Auch klar, oder?


    Das gleiche gilt für telefon22222.
    Selbstverständlich kann jede Kamera grundsätzlich gute Bilder machen, völlig egal wie lichtempfindlich sie ist - wenn nur lange genug belichtet wird.


    Im Beispiel oben, bei vergleichbaren Objektiven, kann die Panasonic also elf mal so lang belichten und das Bild wird vergleichbar. Elf mal, das heißt, niemals Fotos vom Baby wenn die Sonne gerade über den Horizont kriecht, niemals vom romantischen Dinner bei Kerzenlicht, niemals von irgendwelchen Menschen die sich bewegen, niemals aus der Hand außer bei strahlender Sonne oder im Skiurlaub - denn sonst ist zu wenig Licht und die Bilder verwackeln.


    Aufgelegt auf einer Mauer ist es kein Unterschied, in allen anderen Anwendungen jedoch jede Sekunde nervig.


    Daher: Zeig uns Fotos aus den alltäglichen Situationen ohne strahlende Sonne. Nur schwierige Situationen können zeigen, was eine Kamera kann.


    Zur Beratung hinsichtlich Spiegelreflexen schließe ich mich telefons letztem Eintrag kombiniert mit boozies uneingeschränkt an.




    Fazit: Wir sind in einem Telefon-Forum.
    Holt euer Handy raus und schießt ein Foto im Raum ohne 500-Watt-Halogenstrahler.
    Sind bewegte Objekte (Freund, Katze...) scharf oder verschwommen?
    Das Handy-"Objektiv" ist natürlich schrott. Aber wäre der Sensor jetzt elf mal größer, was wäre wohl dann?

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