Ab wann ist ein Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt?


  • Mal als Beispiel mit 10% Spanne:


    ohne Kleinunternehmerregel
    EK 1€ > netto 0,84€
    zzgl. 10% (0,84€ + 0,084€) = 0,924€
    zzgl. USt 0,18€
    > BruttoVK 1,10€


    mit Kleinunternehmerregel
    EK 1€
    zzgl. 10% €
    > VK 1,10€


    Kleinunternehmerregel lohnt sich also nur bei VK an Privatpersonen oder andere nicht vorsteuerabzugsberechtigte Käufer.

  • Bei einer Spanne kleiner 19% kann es bei Geschäften mit Unternehmern auch nicht funktionieren.


    Der Verkaufspreis im 2. Bsp. müsste bei gleichem "Gewinn" 1 € + 0,084 € sein. %-Spannen verzerren bei unterschiedlichen EKs das Ergebnis. Zumal der Gewinn 19% höher wäre als im 1. Bsp.


    Die Ware könnte also für 1,084€ bei gleichem Gewinn auf dem Markt angeboten werden. Hiermit ist natürlich ein großer Vorteil für alle Privatkunden und USt.-Befreite gegeben.



    Viele Grüße

  • es lohnt sich immer Vorsteuerabzugsberechtigt zu sein auch beim Kleingewerbe...


    Dann kannst du viel mehr Umsatzsteuer zurück holen wenn du was kaufst..

  • Zitat

    Original geschrieben von HansFranz123
    es lohnt sich immer Vorsteuerabzugsberechtigt zu sein auch beim Kleingewerbe...


    Dann kannst du viel mehr Umsatzsteuer zurück holen wenn du was kaufst..


    genauuuuuu.....


    Danke für den Tipp, und meine Steuererklärung passt auch auf 'nen Bierdeckel :D

    Johnny
    just enjoy it! - meet Johnny B. & friends at the DJFactory
    ----------------------------------


    Ich mag keine Brummschlümpfe...

  • Zitat

    Original geschrieben von HansFranz123
    es lohnt sich immer Vorsteuerabzugsberechtigt zu sein auch beim Kleingewerbe...


    Dann kannst du viel mehr Umsatzsteuer zurück holen wenn du was kaufst..


    Das kann man so pauschal nicht sagen - siehe vorherige Beiträge!


    Umsatzsteuerpflichtig zu sein lohnt effektiv nur wenn:


    1. Überwiegend an vorsteuerabzugsberechtigte Kunden verkauft wird und / oder
    2. Die Anschaffungskosten (Ausgaben) höher als die Veräußerungserlöse sind (z.B. Geschäftsgründung)


    Wer an Privatkunden veräußert und Gewinn erwirtschaftet, fährt ohne Umsatzsteuer deutlich besser. Erklärung: Die "Differenzbesteuerung" erfolgt auf den Betrag zwischen allen EKs und allen VKs.


    VK - EK = ist ein positiver Wert (Gewinn) -> Es muss mehr Umsatzsteuer abgeführt werden, als man Vorsteuer ziehen kann.


    VK - EK = ist ein negativer Wert (Verlust) -> Es kann mehr Vorsteuer gezogen werden, als man Umsatzsteuer abführen muss.


    Viele Grüße

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