Vorwort:
Es gab schon im Vorfeld viele Gerüchte um das Samsung Galaxy Tab, so waren schon vor der Vorstellung viele Bilder und potentielle technische Daten durchgesickert. Am 2. September 2010, pünktlich zur IFA in Berlin, hat Samsung dann Fakten folgen lassen und das Galaxy Tab der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Samsung selbst bezeichnet die Gerätegattung als „Smart Media Device“, man steckt es also nicht rein in die Schublade der Tablet-Geräte. Dank Telefonfunktion und Freisprechfunktion ist das Gerät in der Praxis auch als Telefon nutzbar, auch wenn die Größe des Gerätes sicherlich Grenzen setzt.
Was die technischen Daten angeht, hat sich Samsung auf jeden Fall nicht lumpen lassen und eine Menge in das Galaxy Tab eingebaut. Ob WLAN mit 802.11n-Standard, GPS, Bluetooth 3.0 und HSPA, das Galaxy Tab hat alle Schnittstellen parat. Das 7.0 Zoll messende Display mit 1024x600 Pixeln stellt eine Augenweide dar und bietet eine sehr gute Lesbarkeit. Wie sich das erste Tablet aus dem Hause Samsung im Alltagsgebrauch so schlägt, steht im nachfolgenden Test.
Bilder & Links:
Hier die eine kleine Bilderübersicht die ich für das Samsung Galaxy Tab erstellt habe.
- Gerätebilder: Galerie mit 22 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 28 Bildern
- Hersteller Geräteseite: Link zur Übersicht
- Hersteller Supportseite: Link zur Übersicht
- Bedienungsanleitung: Download (PDF)
- PC Software (Windows): Download (EXE)
Lieferumfang:
Das Gerät kommt mit einem Standard Lieferumfang daher. So findet sich in dem weißen Karton folgendes Zubehör wieder.
- Samsung Galaxy Tab - P1000
- Ladegerät
- USB-Kabel
- Stereo-Headset
- Software CD (Samsung KIES)
- Bedienungsanleitung
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt übrigens bei stolzen 799,- Euro.

Abb. Lieferumfang (Symbolfotos)
Einmal den Einschaltknopf gedrückt gehalten und schon startet das Gerät. Vom Einschalten bis zum Startbildschirm vergehen dann gut 20-25 Sekunden - dieser Wert orientiert sich an anderen Smartphones mit Android OS.
Gehäuse und Verarbeitung:
Das Samsung Galaxy Tab kommt in einem sehr großzügig dimensionierten Gehäuse mit Abmessungen von 190 x 120 x 11.9 mm daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 380 Gramm für ein Tablet als angenehm zu bezeichnen; bei der gebotenen Ausstattung inklusive des großen 7.0 Displays geht das Gewicht vollkommen in Ordnung.
Die Gehäuseoptik kann man als edel und hochwertig bezeichnen. Egal ob man die schwarze Front oder die weiße Rückseite des Samsung Galaxy Tab nimmt, beide sind komplett aus einfarbigem, glatten, hartem Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, der verwendete Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig und stabil an. Dem Gerät lässt sich aufgrund dieser Tatsache kein Knacken und Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt wie aus einem Guß.
Die Front des Gehäuses wird von dem riesigen 7.0 Zoll messende, kapazitive Display dominiert. Unterhalb des Displays befinden sich 4 Touch-Tasten wieder: Die Tasten sind im Einzelnen von links nach rechts: Menü-, Startseite-, Zurück- sowie die Suchen-Taste. Auf der rechten Gehäuseseite findet sich im oberen Teil die Taste um das Gerät zu starten (bzw. zur Gerätesperre), sowie die Wipptaste zur Lautstärkenregelung wieder. Weiter unten auf der selben Seite befindet sich der SIM- und der microSD-Kartenschacht.
Die Geräterückseite beherbergt die 3.2 Megapixel Kamera. Einen Akkudeckel bzw. Öffnungsmechanismus für selbigen gibt es nicht, da der 4000mAh starke Akku fest verbaut wurde.
Touchscreen:
Der 7.0 Zoll messende Touchscreen mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt bis zu 16,7 Mio. Farben und ist ähnlich dem Apple iPad kapazitiv, Multitouch wird somit auch problemlos unterstützt. Das Display reagiert angenehm präzise auf die Eingabe per Finger. So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau drücken und bedienen.
Das Displayformat wird übrigens durch drehen des Gerätes beeinflusst. Hält man das Gerät im Hochformat, bedient man das Gerät im Hochformat, hält man das Gerät im Querformat so wechselt die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt in das Querformat.
Von der Farbwiedergabe, dem Kontrast (circa 829:1) und der Helligkeit (rund 300 Candela) kann man beim Galaxy Tab nur staunen. Für diese Gerätegröße ist das Display absolut erstklassig und die hohe Auflösung sucht im 7.0 Zoll Tablet Bereich ihresgleichen.
Menüstruktur / Widgets:
Das Android Betriebssystem kommt mit einem mittlerweile bewährten Bedienkonzept daher. Das Gerät bietet 5 durchschaltbare Desktops (auch Homescreens genannt), die mit Shortcuts, Ordnern oder Widgets belegt werden können. Zwischen den 5 Desktops blättert man einfach per Fingerstreich hin und her, wem diese Anzahl nicht reicht der kann die Zahl noch auf bis zu 9 Desktops erweitern. Oberhalb des jeweiligen Desktops gibt es eine aufrufbare Statusleiste, unterhalb des Desktops das aufrufbare Hauptmenü. Dieses Hauptmenü beherbergt alle installierten Programme. Möchte man ein Programm auf dem Desktop platzieren, so reicht es dieses Icons auf den Desktop zu ziehen und loszulassen. Wer mag kann die einzelnen Programme auf dem Desktop in umbenennbare Unterordner platzieren. Es reicht mit dem Finger auf den Desktop zu drücken und schon kann man folgende zwischen folgenden Punkten wählen:
- Verknüpfung
- Widgets
- Ordner
- Hintergründe
Was die einzelnen, vorinstallierten Widgets angeht so gibt es z.B. folgenden Möglichkeiten: Analoguhr, Kalender, Digitaluhr, E-Mail Ansicht, ein Google-Suchfeld, und vieles mehr stehen zur Auswahl. Weitere Widgets stehen problemlos über den Android-Market zum Download bereit.
Wenn man viele Programme installiert hat, wird das Hauptmenü ziemlich schnell unübersichtlich, die Symbole hier lassen sich nämlich nicht verschieben, sondern werden immer alphabetisch angezeigt. Es empfiehlt sich also die 5 Desktops nach seinen persönlichen Bedürfnissen anzupassen damit die Übersichtlichkeit nicht leidet. Durch die einzelnen Ordner, etc. stellt dies wie gesagt kein Problem dar.
Wer mag kann die Optik des Gerätes dank der Vielseitigkeit nach belieben anpassen, Samsung liefert hier verschiedene Hintergründe ab Werk mit. Wem die zur Auswahl stehenden Widgets und Hintergründe nicht reichen, der wird im Android Market fündig werden.
Kameras:
Das Samsung Galaxy Tab kommt mit zwei Kameras daher. Auf der Frontseite findet man einen 1.3 Megapixel Sensor wieder, welcher zur Videotelefonie dient. Auf der Rückseite befindet sich die eigentliche Hauptkamera mit einem 3.2 Megapixel Sensor.
Im nachfolgenden einige Details zur 3.2 Megapixel Hauptkamera:
Wie man auf den Bildern erkennen kann ist auf der Rückseite neben der Kameralinse ein LED Blitzlicht verbaut worden, so dass die Bilder bei weniger Umgebungslicht noch halbwegs brauchbar werden. Was die Einstellmöglichkeiten angeht so hat das Galaxy Tab unter anderem folgenden Punkte:
- Auflösung: 2048x1536, 2048x1232, 1600x1200, 1600x960, 1024x600, 800x600
- Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluorezent)
- Effekte (Normal, Negativ, Schwarz/Weiß, Sepia)
- ISO ( Auto, 100, 200, 400)
- Bildqualität (Sehr fein, Fein, Normal)
- Überprüfen
- GPS-Einbindung
- Auslöser-Ton
- Speicher (Telefon, Speicherkarte)
- Szenen-Modus (Keine, Portrait, Landschaft, Nacht, Sport)
- Fotolicht (Auto, Ein, Aus)
- Helligkeit (-2 bis +2)
- Aufnahmemodus (Einzelaufnahme, Serie, Panorama, Smile, Selbstauslöser)
Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt im 4:3 Format bei 2048 x 1536 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofocus, der beim auslösen der Kamera automatisch fokussiert und scharf stellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt zwischen 1.000 und 2.000 kb groß, logischerweise abhängig vom gewählten Motiv.
Was die Qualität angeht ist das Samsung Galaxy Tab ein recht brauchbares Fotogerät. Trotz der nur knapp 3 Megapixel kann man relativ gute Bilder mit dem Gerät machen, so reicht das Gerät für den ein oder anderen Schnappschuss zwischendurch.
Neben Standbildern kann das Galaxy Tab natürlich auch Videos aufnehmen. Die Auflösung liegt immer bei 720x480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Auch hier gibt es wie im Fotomodus folgende Einstellungen:
- Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluoreszent)
- Effekte (Normal, Negativ, Schwarz/Weiß, Sepia)
- Videoqualität (Fein, Normal)
- Audioaufnahme (Ein, Aus)
- Überprüfen (Ein, Aus)
- Auslöser-Ton
- Speicher (Telefon, Speicherkarte)
Die Länge der aufgenommen Videos ist nur durch den verwendeten Speicher begrenzt, hier sind also theoretisch stundenlange Aufnahmen möglich, auch wenn sicher keiner so lange mit dem Tab in der Hand Filmen wird. Insgesamt geht die Qualität in Ordnung wenn man mal ein kurzes Video machen möchte, viel mehr geht bei der relativ geringen Auflösung leider nicht.
Handhabung:
Die Handhabung des Gerätes ist zusammengefasst gesagt ziemlich gelungen. Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, eingeblendeter QWERTZ-Tastatur oder alphanummerischer Tastatur (verschiedene Lösungen findet man im Market) ist wirklich gut gelöst. Anfangs ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig alle Drehs und Kniffe herauszufinden, doch dann läuft es wie aus einem Guß.
Das Display reagiert auf die Eingaben angenehm präzise, sodass es im Gegensatz zu einigen Touchscreen Geräten nicht allzu oft vorkommt das man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss weil der erste Anlauf vom Display nicht registriert wurde. Sollte es aber mal doch zu einer Fehleingabe kommen gibt es noch als kleinen Zusatz eine Rechtschreibkorrektur, die diese Fehler dann für den Nutzer ausbügelt.






