Umweltinstitut München: Agrosprit – Elend im Tank (E10)

  • Hallo!
    Ja, es gibt schon genügend Diskussionen zum Thema E10/ Ethanol.
    Statt jedoch nur zu reden/ in Foren drüber zu schreiben, kann hier vielleicht gemeinsam etwas erreicht oder zumindest angestoßen werden.



    (Bitte das Bild anklicken. Es öffnet sich eine Seite mit Formular)



    Bevor jemand fragt: Ich habe nichts mit der Seite oder dem Institut zu tun und möchte diese Möglichkeit des "Protests" nur etwas mehr Publik machen.
    Aus diesem Grund bitte ich diesen Thread nicht zu löschen.


    Mitmachen und Link verteilen ;)


    Momentan (02.03.2011, 14:18) 2021 mal über Facebook geteilt und 8417 Mails verschickt!



    Gruß,
    mpbrei :)

  • Dürre in den USA - absehbare Knappheit bei Nahrungs- und Futtermitteln


    .. und die FAO fordert einen Stopp der Biosprit-Produktion aus Mais. siehe Focus online, bezeichnenderweise nicht unter Ernährung sondern unter Finanzen einsortiert (!).


    Genau wie z.B. viele Nichtregierungsorganisationen fordern:


    Mais gehört auf den Teller und nicht in den Tank :top:


    Sind ein paar Agrarexperten hier?
    Was mich mal interessieren würde, da sich das Problem alle paar Jahre wieder wiederholt:


    Wäre es zu aufwendig, mal am Hanggipfel großer landwirtschaftlicher Flächen Bewässerungsschläuche oder überdimensionale Rasensprenger aufzustellen und in kritischen Wetterphasen die Flächen (z.B. nachts, wegen Verdunstungsverlusten) zu beregnen / zu bewässern?


    Die Technik ist seit langem bekannt. Schon im Altertum gab es mit der "archimedischen Spirale" eine technisch simple aber wirkungsvolle Bewässerungspumpe.


    Aber händeringend neben dem Feld stehen und jammern, "hach, die Dürre, die Dürre, schlimm schlimm aber kann man nix machen" (und vielleicht noch die absehbaren besseren Erlöse beklagen ...) - aber sonst mit Traktoren , Jauchepumpen, Güllegruben, Kreiselzettwender bestens ausgestattet sind in den westlichen Ländern doch fast alle Bauern - das kommt irgendwie nicht mehr sehr schlüssig nachvollziehbar rüber ...


    ... warum nicht auch mal bei der Bewässerung?


    Vielleicht sind hier ein paar Bauern / Landwirte unterwegs?

  • das problem aktuell ist wohl die dürre in den usa.


    ein großer teil des landes ist einfach nur flach. da gibts keine hänge wo man oben einfach nen bottich wasser aufstellt und das runterlaufen lassen kann.
    auch muss das wasser erstmal zur verfügung stehen, dann kann man sich gedanken machen, wie man es dahin bekommt, wo man es braucht...
    allgemein solch große flächen künstlich zu bewässern dürfte schwierig sein. das sind ja keine kleingartenanlagen.

  • Davon abgesehen, dass ich irgendwo gelesen/gehoert habe, dass sie in den USA die Grundwasservorraete teilweise sowieso schon jahrelang ueber Gebuehr gepluendert haben...

  • Und die Rasensprenger ("GetreideSprenger")- Idee?


    Ich meine, auf der Nordhalbkugel gibt es im grossen und ganzen genug Wasser, und wenn man für Öl und Gas schon Pipelines quer durch die Kontinente baut, warum nicht auch mal für sowas grundlegend wichtiges wie Wasser? :gpaul: :gpaul: :confused:


    By the way: auch zur Vorbeugung von Waldbränden eine gute Idee ;)


    EDIT: selbst wenn das Grundwasser durch Chipfabriken und deren Abwässer (-> Computer, -> Handys , ->Solarzellen :D ) verseucht sein sollte - Meerwasser zum Entsalzen ist auf absehbare Zeit genug da :cool:
    Inder und Emirate-Araber machen es doch vor mit der Bewässerungswirtschaft...

  • Unabhängig von der technischen Machbarkeit (und den damit verbundenen Kosten):


    Die Wassermengen die notwendig wären um hier einen postiven Effekt zu erzielen lassen sich eben nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Frischwasser ist eben genauso eine (endliche) Ressource. Wenn die Staudämme leer sind, Schiffsverkehr auf großen Flüssen wg. Wassermangels eingestellt werden muss - dann ist das ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass es nicht mit ein paar Bottichen getan ist. Hier könnte man höchstens ansetzten den natürlichen Kreislauf des Wassers durch Entsalzungsanlagen zu beschleunigen, aber auch hier kann eben die Technik nicht die Natur ersetzen, schließlich sind über 70% der Erdoberfläche von Meeren bedeckt.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Unabhängig von der technischen Machbarkeit (und den damit verbundenen Kosten):
    schließlich sind über 70% der Erdoberfläche von Meeren bedeckt.


    Öhm ... sag ich doch :confused:
    Es ist meer als genug Wasser da! :top:

  • Re: Dürre in den USA - absehbare Knappheit bei Nahrungs- und Futtermitteln



    Die Antwort ist ganz einfach, das rechnet sich kostenmäßig nicht beim Mais-Anbau.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!