dham: Du betreibst doch nur Panikmache, was soll das? Bisher wurde nix großartig gesperrt oder gar bestimmte Webseiten gesperrt. Ich halte es daher für sinnlos, über so etwas zu spekulieren. Wenn es denn wirklich irgendwann mal soweit kommen sollte, kann der Gesetzgeber immer noch entscheiden, ob Tarife eingeführt werden müssen, die alle Services erlauben.
Freier Datenverkehr in den Niederlanden
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Original geschrieben von dham
Versuchs doch mal mit mehr als mit einem Halbsatz, was soll daran der Unterschied sein.Gesperrt ich kann es nicht nutzen, untersagt ich kann es nutzen, wenn es mich so moralisch in die Predulie bringt, zahl ich extra oder lass es. That's it!
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Original geschrieben von Betamax
dham: Du betreibst doch nur Panikmache, was soll das? Bisher wurde nix großartig gesperrt oder gar bestimmte Webseiten gesperrt. Ich halte es daher für sinnlos, über so etwas zu spekulieren. Wenn es denn wirklich irgendwann mal soweit kommen sollte, kann der Gesetzgeber immer noch entscheiden, ob Tarife eingeführt werden müssen, die alle Services erlauben.
Bereits jetzt werden die Verbraucher durch Verbote eingeschüchtern und ihnen Mehrkosten angedroht, wenn sie bestimmte Dienste nutzen. Warum genau ist das ok? In den Niederlanden hat gerade der größte Provider angekündigt sich daran zu machen das umzusetzen, ist mir ein Rätsel was du darin als "Panikmache" siehst. Die Telkos vertreten seit Jahren lautstark die Meinung, dass ihnen mehr an den Gewinnen von Google und co zusteht, schliesslich sind es ihre 'Datenautobahnen'. -
Heise hat was dazu: http://www.heise.de/newsticker…obilfunk-vor-1266347.html
Und wirkliche Panikmache ist das nicht. T-Mobile/Vodafone haben durchaus Tarife im Programm, die nur einzelne Dienste ermoeglichen (Mail, Chat/IM, HTTP). Andere Beispiele sind Skype und VOIP, deren Nutzung teilweise ausgeschlossen ist und angedroht wird, den anfallenden Traffic gesondert zu berechnen. Und dann noch Tethering.
Ein Netzneutralitaetsgesetz in Deutschland wuerde hier fuer Klarheit schaffen und die Kunden staerken. Die NBs koennen gerne Tarife mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und unterschiedlichem Datenvolumen anbieten - aber damit hat sich's. Welche Daten die User uebertragen und welche Software/Geraete dafuer genutzt werden hat die Netzbetreiber nicht zu interessieren. Die sehen das natuerlich anders und wollen differenzierte Tarife, um den Kunden moeglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen UND um zu verhindern, dass sie als das wahrgenommen was sie sind: Bitpipes, einfache Transporteure von Daten. Damit laesst sich natuerlich kein emotionales Markenimage aufbauen

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Original geschrieben von Der Schakal
Gesperrt ich kann es nicht nutzen, untersagt ich kann es nutzen, wenn es mich so moralisch in die Predulie bringt, zahl ich extra oder lass es. That's it! -
Mit kleinem Handy ist die Verlinkung schwierig. Nun ist die Webseite ja gefunden.
Wenn ich in meinen niederländischen AGB explzit IM nutzen darf, sollte ich es auch in Deutschland mit der Karte ohne Zusatzoption nutzen dürfen, sofern auch dort alle Datenpakete ohne Aufpreis fürs Surfen im EU-Ausland gelten wie es ja bereits für die neuen deutschen Vodafoneverträge der Fall ist.
Ich hätte dann nämlich nicht des Netz missbräuchlich genutzt und müsste weder Strafe noch Sperrungen fürchten, weil ich ja etwas eindeutig Verbotenes tue. Daher meine Frage im Eingangsposting.Also erst soll man sich nicht wundern weil man wegen Missbrauchs eine Kündigung und Kartensperrung bekommt, weil man z.B. zwei Karten vom selben Konto auflädt oder im Genion M zuviel ins o2-Netz telefoniert oder gar eine Flat zu sehr in Anspruch nimmt, aber wenn man trotz Verbots und Nachzahlungsgefahr (kommt manchmal auch erst nach zwei Jahren wie bei Cellway) dann unerlaubte Dienste nutzt ist ja nichts dran?
Komische Logik. Warum haben die Netzbetreiber denn Skype und Co verboten, wenn es egal ist. Das hat doch wohl eher technische und datenschutzrechtliche Gründe, warum es trotzdem geht. Wenn man aber einen defekten Automaten immer wieder zu seinem Vorteil voll ausnutzt, kommt man wegen Missbrauchs auch in den Knast, auch wenn es ja "ging".
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Hallo,
ZitatOriginal geschrieben von harlekyn
Welche Daten die User uebertragen und welche Software/Geraete dafuer genutzt werden hat die Netzbetreiber nicht zu interessieren.
Das ist leider falsch, das hat den Netzbetreiber sehr wohl zu interessieren, wei es immer noch sein Netz ist damit auch entscheiden kann, wer was und womit darüber nutzt.
Es zwingt dich keiner, Kunde dort zu werden und die entsprechende Dienst zu nutzen. -
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Original geschrieben von Tuxracer
Das ist leider falsch, das hat den Netzbetreiber sehr wohl zu interessieren, wei es immer noch sein Netz ist damit auch entscheiden kann, wer was und womit darüber nutzt.Die Meinung musst du als Mitarbeiter im entsprechenden Bereich eines Mobilfunkers vertreten, da hab ich Verstaendnis fuer
Richtiger wird's dadurch dennoch nicht.Denn: Es geht den Netzbetreiber schlich und ergreifend nichts an. Die Post schaut auch nicht in meine Briefe und entscheidet anhand des Inhalts oder des Empfaengers, ob ihnen der Transport genehm ist. Ich bezahle fuer die Dienstleistung (= die Zustellung) und das war's. Gleiches bei Sprachverbindungen in der Telefonie, oder eben auch bei Datendiensten. Da zahle ich dafuer, dass Bits von A nach B transportiert werden, und nicht dafuer dass mir der NB dabei ueber die Schulter schaut.
Aber wenn das alles ja unproblematisch und toll ist: Warum wird dann nicht offensiv damit umgegangen und aktiv damit geworben? Waer' doch ein tolles Motto fuer die naechste Vodafone-Werbekampagne: Bei uns sind ihre Daten transparent, wir lassen nur das durch was uns gefaellt!
Wenn ihr anfangt im Datenverkehr rumzuschnueffeln macht koennt ihr euch als NB auch nicht mehr aus der Verantwortung ziehen, wenn die User illegale Dinge mit den von euch zur Verfuegung gestellten Medium tun.
Die Hollaender haben das schon richtig erkannt: Netzneutralitaet ist ein hohes Gut und gehoert dementsprechend gesetzlich zugesichert. Wird Zeit, dass das auch in Deutschland passiert.
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Zitat
Original geschrieben von harlekyn
Es geht den Netzbetreiber schlich und ergreifend nichts an. Die Post schaut auch nicht in meine Briefe und entscheidet anhand des Inhalts oder des Empfaengers, ob ihnen der Transport genehm ist. Ich bezahle fuer die Dienstleistung (= die Zustellung) und das war's. Gleiches bei Sprachverbindungen in der Telefonie, oder eben auch bei Datendiensten. Da zahle ich dafuer, dass Bits von A nach B transportiert werden, und nicht dafuer dass mir der NB dabei ueber die Schulter schaut.So sehe ich das auch... Es ist für mich eine seltsame Entwicklung, die sich hier vollzogen hat. Meine gekauftes Volumen von 1GB darf ich mit dem Browser von meinem iPhone nutzen, mit dem Browser von meinem iPad/Laptop aber nicht. Ton und Daten darf ich übertragen (z.B. Videos, Radio), für Sprechverbindungen (auch Ton/Bilder) aber nicht usw. Mag sein, dass dies rechtlich nach zur Zeit geltendem Recht nicht direkt zu beanstanden ist, aber ich bin auch der Meinung, dass die Verwendung meines bezahlten Volumens mir zu überlassen ist. Was ist, wenn die Netzbetreiber nächste Woche kommen und sagen, dass jetzt Videoportale tabu sind... und dann vielleicht soziale Netzwerke oder die Internetseiten der Konkurrenz?! (Wo ist die Grenze des Vorschreibens?)
Eine Einschränkung des Contents meines Volumen darf es daher IMO nicht geben. Und genau so benutze ich meine Datenvolumina auch. Ich tethere und nutze VoiP - auch wenn das gegen irgendeine Fußnote meines Angebits widerspricht. Bisher ohne Konsequenzen (bei normaler Nutzung; nicht 24/7) - und ich bezweifele auch, dass es die jemals geben wird.Gruß
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Zitat
Original geschrieben von harlekyn
Die Post schaut auch nicht in meine Briefe und entscheidet anhand des Inhalts oder des Empfaengers, ob ihnen der Transport genehm ist. Ich bezahle fuer die Dienstleistung (= die Zustellung) und das war's.Ooooh doch. Die Post schaut zwar nicht rein, legt deinen Brief aber auf die Waage. Wenn dieser mehr wiegt, so hast du auch mehr zu bezahlen! Völlig logisch und auch von allen akzeptiert.
Im Internet müsste es doch genau so sein: wenn ich eine Dienstleistung nutze, die immens hohen Datentraffic verursacht (= einen schweren Brief versende), so kostet das den Betreiber mehr, als wenn ich einfach nur eine normale Webseite aufrufe oder eine Mail versende! Die Netze müssen ausgebaut werden, die Backbones aufgerüstet, usw. Genau wie bei der Post: Wenn dort immer mehr schwere Briefe versendet werden, muss die Post auch aufrüsten.
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