ZitatOriginal geschrieben von mac bertl
Ich lese aber viele Beiträge von Wirtschaftsprofessoren, Nobelpreisgewinnern u.v.m, die diese Einigung als fatal und demütigend bezeichnen.
Ich persönlich bin verwirrt, beunruhigt, beschämt und habe keine Ahnung, was die richtige Sicht ist
So oder so: Man sollte sich vor allem nicht einfach vom Wort "Nobelpreis" blenden lassen, und daraus schliessen, so ein Preisträger liege immer "richtig". Um speziell zur Persona Krugman mal eine andere Sichtweise zu zitieren:
http://www.sueddeutsche.de/wir…ale-demuetigung-1.2563504
Krugmans Aussage "Die komplette Kapitulation reicht Deutschland nicht. Es will einen Regimewechsel und die totale Demütigung." ist in meinen Augen nichts weniger als verbale Brandstiftung. Und ich halte es auch inhaltlich für schlichten Unfug. Ich glaube, dass der deutschen Regierung die griechische ziemlich egal ist - solange das Land sich selbst finanzieren kann und nicht der Rest der EU einspringen muss. Und solange man den eigenen Wählern nicht erklären muss, dass die Kredite an Griechenland bzw. mittelbar eigene Banken verloren sind. Diesbezüglich ist Schäuble die linke Regierung ob ihrer Verhandlungsführung in den letzten Monaten vermutlich wirklich satt.
Aber trotzdem geht's da nicht primär um politischen Chauvinismus, sondern schlicht um Geld, Gesichtswahrung und Geostrategie.
ZitatOriginal geschrieben von jungermann1
Auch wenn die Medien die du konsumierst was anderes sagen zum Grexit sagen. Es wird kein Land aus dem Euro ausscheiden - niemals; zumindest in den nächsten Jahren nicht. Es müsste schon zum Krieg kommen.
Die (bittere) Ironie daran ist für mich: Die Tatsache bzw. Vorstellung, dass man "nicht ausscheiden kann", d.h., dass die Zugehörigkeit zum EURO-Raum "alternativlos" sei, ist m.E. etwas, das Misstrauen und Konflikte gerade befeuern wird.