Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Die Käufer dieser Anleihen oder Personen, die an Vermögensanlagen beteiligt sind, die in solche Papiere investieren (Fonds, Versicherungen etc.).


    Wie ich es verstanden habe, sind die Anleihen nicht nur für Notenbanken erhältlich.

  • So. Banken und Fonds und Versicherungen sind zuerst einmal keine privaten Investoren. Es ist eben nicht so, dass man einen Schuldenschnitt durchführen kann und dann halt einfach ein paar Privatanleger kein Geld sehen. Desweiteren liegt ein Großteil der Anleihen inzwischen bei der EZB. Ein Schuldenschnitt trifft also direkt den Steuerzahler. Insofern amüsiert mich die Diskussion etwas, dass es einen Schukdenschnitt geben soll, damit Steuerzahler verschont bleiben. Dafür ist es bereits zu spät.
    Die Dimension ist eben viel größer. So klar wie der "Schuldenshcniit" in Zypern ist ein Schuldenschnitt auf Anleihen eben nicht.

  • Schöne, ehrliche Aussage der Griechen:


    "...Dazu passten auch die Meldungen, dass Griechenland sich zum ersten Mal wieder Geld auf den Finanzmärkten beschafft habe. Vor allzu viel Euphorie über diese Entscheidung müsse aber gewarnt werden, sagte Droutsas. "Ich glaube nicht, dass Griechenland ohne einen weiteren großzügigen Schuldenschnitt in der Zukunft wieder auf eigenen Füßen stehen kann." Die EU müsse dies "schleunigst" einsehen, um die Krise in Griechenland und die Krise des Euro lösen zu können......"


    Großzüger Schuldenschnitt, trotz eben erfolgter Rückkehr an den Kapitalmarkt? Auf KOsten der Steuerzahler?



    NEIN! DOCH! OH!

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Großzüger Schuldenschnitt, trotz eben erfolgter Rückkehr an den Kapitalmarkt?

    Die aktuelle Emission unterliegt britischem Recht und wäre daher von einem Schuldenschnitt nicht betroffen. Aber sei unbesorgt: Als Privatanleger hättest Du die sowieso nicht bekommen können. Zeichnungsberechtigt waren nur institutionelle Anleger. :p ;(
    Klingt wie ein Rettungspaket für die deutsche Versicherungsbranche, die durch die aktuell niedrigen Zinsen Probleme bei der Refinanzierung langlaufender Policen hat :eek:

  • Siehe Der Standard (zwei Postings zurück).

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Ich wollte nur nur nochmal daran erinnern, dass ein Großteil der griechischen Schulden von deutschen Gläubigern (Versicherungen) gehalten wird. Darauf wird im Artikel des Standard nicht explizit hingewiesen... und britisches Recht ist auch immer noch etwas anderes als allgemein 'ausländisches Recht' Aus gutem Grund sitzen die größten Zockerbuden dort :flop:


    Faktisch bezahlt der deutsche Steuerzahler mit seinen Rettungsmilliarden die Erträge seiner eigenen Kapitallebensversicherung. Was die Anleger da rausbekommen, haben sie also vorher mit der 'Griechenlandrettung' brav eingezahlt. Dumm nur, dass da zwischendurch noch ein 'kleiner Verwaltungsaufwand' abgezogen werden muss :p ;(
    ...und noch dümmer, wer gar keine Kapitalanlagen hat und trotzdem retten muss :mad:

  • Die Beihilfen der EU an die Ukraine sollten schnellstens ausgezahlt werden, bevor nix mehr da ist. Aber gut ... da reichen 6 Mrd. Euro ohnehin nicht.


    Wer zahlt eigentlich die avisierten Beihilfen an die Ukraine? sind das letztlich dann nicht auch die Steuerzahler in der EU?


    Wenn ja, verstehe ich das Geschrei in Sachen Griechenland nicht. Ganz sicher existiert keine Hierarchie, in der die Ukraine über Griechenland steht. Als Mitglied der EU hätte Griechenland m.E. sogar eindeutig den Vorrang.



    Edit:
    Ich habe noch einen Beitrag im Ohr, dass es auch für Deutschland eng werden könnte, wenn die Garantien des EWF für Griechenland real werden, weil erst dann das Geld tatsächlich auch fließt. Im Sinn habe ich einen Betrag von etwa 60 - 70 Mrd. Euro.


    Weil schon dieses Risiko real besteht ... woher kommen die Mittel für die Ukraine, wenn der Topf schon jetzt mehr als leer ist.


    Ich erinnere daran:
    Allein zum nackten Überleben benötigt die UA jedes Jahr Zuschüsse (nicht Kredite!) in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrags (mehr als 10 Mrd. p.a. - siehe weiter oben). Kredite zum Aufbau der Wirtschaft gingen natürlich extra ...


    Woher stammt dieses Geld, das für notleidende EU-Staaten angeblich gar nicht existierte?

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die Beihilfen der EU an die Ukraine sollten schnellstens ausgezahlt werden, bevor nix mehr da ist.

    Na da kann ich Dich aber beruhigen :p ;)
    Herr Draghi hat doch versprochen, dass er so viel Geld drucken wird, wie nötig ist (nach amerikanischem Modell) :gpaul:

  • Das klingt zwar logisch und nachvollziehbar ... aber ist das wirklich so einfach?


    Zumal die EZB als selbständige Institution mit Versprechen der Politik (theoretisch) überhaupt nix am Hut hat.


    Und wenn dieses Vorgehen für Länder der EU nicht möglich ist (sie müssen Anleihen begeben) ... wie dann für die Ukraine?


    So richtig logisch ist das für mich dann doch nicht mehr ... :confused:

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