Ganz gleich wie das Referendum ausgeht, die Institutionen in der EU werden sich nicht erpressen lassen. Es wird keine weiteren Hilfsgelder geben wenn entsprechende Bedingungen von der griechischen Seite nicht erfüllt werden. So oder so, Griechenland geht einen schweren Weg, die Ursachen hierfür liegen in Griechenland und nirgendwo anders.
Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?
- Mephisto
- Geschlossen
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Die EU wird sich nicht erpressen lassen, aber auf Blockade zu schalten, bringt auch nichts. Die EU muss auch dann mit der Situation konstruktiv umgehen. Einfach wird die Lage aber nach einem 'Nein' nicht. Die Buchmacher sehen dieses Ergebnis inzwischen als wahrscheinlich an.
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laut V gebe es bei einem Nein innerhalb von 24h eine Lösung
Propagandaminister in Personalunion
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Es hat offenbar funktioniert: Die Exitpolls sehen ein Nein als Ergebnis voraus, wenn auch ein recht knappes. Auch wenn die Art dieses Referendums sehr fragwürdig war, das scheint nun mal das Resultat zu sein. Der Euro war das Wohlfahrtsversprechen für die Griechen, sie haben sich mit ihm aber in die Katastrophe führen lassen.
Das Absurde an der Situation ist, dass zwar Tsipras nun auf ein Mandat verweisen kann, die Modalitäten des jetzt gültigen ESM aber deutlich schwieriger zu handhaben sind als im vorherigen Programm. Von dem Unmut in manchen Regierungen muss man dabei gar nicht sprechen.
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Was soll denn immer dieses (den Griechen Angst machen sollende) Gequatsche von den schwierigeren Modalitäteh des ESM?

Wie die Geschichte des Teuro zeigt, werden sämtliche Regeln gebrochen und/oder ge-/verbogen, bis der Arzt kommt, nur damit man den Irrtum dieser realitätsfremden Spaltpilzwährung nicht eingestehen muss.
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Zitat
Original geschrieben von Applied
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Markige Worte - aber inhaltlich natürlich blanker Unsinn. Dass 80% weniger als Hälfte des Medianeinkommens haben, ist ein Ding der statistischen Unmöglichkeit.
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Nun ja ... die Armutsdefinition anhand des Medianeinkommens halte ich für nicht unproblematisch ... aber Du wirst bedenken müssen, dass gerade dieses Medianeinkommen kräftig nach unten schießen würde (insbesondere durch die Abwertung der Drachme). Ihr Wert würde verfallen, was sich bei einer (noch) auf Import ausgerichteten Wirtschaft verheerend auswirken kann. Die Binnenproduktion müsste erst einmal wieder anlaufen, um das abzufedern.Allerdings halte auch ich diese Zahl für die pessimistischste Sichtweise im Korridor des möglichen.
Allerdings:
Wer sagt uns, dass es bei einem Verbleib im Euro nicht ebenso (oder zumindest ähnlich) kommen kann? Sehr viele weitere Griechen würden noch arbeitslos werden und die Schere zwischen Besitzern alter Arbeitsplätze und den "neuen Ausgegrenzten" immer weiter auseinanderklaffen, bis die erste Gruppe zur absoluten Minderheit wird.Ich hoffe auf ein "Nein" der griechischen Bevölkerung, weil ich die Erfolgsaussichten dieses Wegs als höher einstufen. Prof. Sinn hat m.E. schlüssig dargelegt, dass die Krise so deutlich schneller zu meistern wäre.
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scheint evtl deutlicher zu werden wie zuerst in den News angekündigt..
" Das Athener Innenministerium teilte mit, nach Auszählung von knapp neun Prozent der abgegebenen Wahlzettel stimmten 59,9 Prozent mit NEIN und 40,1 Prozent mit JA."
[URL=http://ekloges.ypes.gr/current/e/public/index.html?lang=en#{%22cls%22:%22main%22,%22params%22:{}}]hier[/URL] kann , wer möchte , die Zahlen verfolgen.. vom Innenministerium...
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Mal sehen, ob Tsipras im Falle eines Neins wirklich eine schnelle Einigung erzielt.
Eines dürfte klar sein:
Je unverschämter er auftritt, um so schneller wird es gehen ... mit dem "Isch over".
Eurogruppe und Institutionen sind m.E. jetzt raus aus dem Rennen. Rechtlich korrekt geht auf dieser Schiene nichts mehr. Es wird ohnehin Zeit, dass dieses Geschachere schnellstmöglich beendet wird.
Jetzt ist aus meiner Sicht die ganze EU gefragt, wenn es darum geht, Griechenland zu helfen ... und dann sitzen auch die Briten mit im Boot der Zahlmeister. Einfacher wird es für die griechische Regierung damit sicher nicht ...
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Der versprach doch eine Einigung innerhalb von 2 Tagen nach dem Referendum und bei einen Nein. Dazu wird es natürlich so schnell nicht kommen.
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Nun fehlt nur noch das NEIN der EZB :top:
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