Nokia Lumia 920 - Testbericht des neuen Windows Phone Flaggschiffs

  • Vorwort


    Drehen wir erst einmal die Zeit etwas zurück! Am 5. September 2012 war es soweit, Nokia hat in New York zwei neuen Windows Phone 8 Geräte der Weltöffentlichkeit präsentiert. Sowohl das bereits länger bekannte Lumia 800 als auch das Lumia 900 sollten hier einen Nachfolger bekommen.


    Mit dem brandneuen Lumia 820 und dem Lumia 920 möchte Nokia nun richtig durchstarten. Beide Geräte kommen logischerweise mit dem neuen Windows Phone 8 Betriebssystem daher. Dem Nokia Lumia 920 möchte ich mich in diesem Artikel widmen, welches das aktuell Top-Modell unter den aktuellen Windows Phone 8 darstellt.


    Die Ausstattungsliste des Nokia Lumia 920 liest sich wirklich gut. Mit dem 1.5 GHz Dual-Core Hauptprozessor, seinem 4,5 Zoll PureMotion HD+ Display und 32 GB Speicher sollte es durchaus dazu in der Lage sein um mit anderen Top-Smartphones zu konkurrieren. Im nachfolgenden Test möchte ich meine ersten Eindrücke vom Gerät vermitteln und vor allem die Vor- und Nachteile von Windows Phone 8 bzw. dem Nokia Lumia 920 hervorheben.


    Lieferumfang


    Das Gerät bietet das fast schön übliche "Standard"-Zubehörpaket. So findet sich in dem blauen Nokia Karton folgendes Zubehör wieder.

    • Nokia Lumia 920
    • Nokia USB-Schnellladegerät AC-16
    • Nokia Micro-USB-Lade- und Datenkabel CA-190CD
    • Nokia Stereo-Headset WH-208
    • Kurzanleitung
    • Schlüssel für den SIM-Karten-Schacht

    Wer das Nokia Lumia 920 in Betrieb nehmen möchte braucht übrigens eine MicroSIM-Karte (3FF). Also dran denken, direkt eine neue MicroSIM- oder Kombi-SIM-Karte ordern. ;-)


    Gehäuse und Verarbeitung


    Das Nokia Lumia 920 kommt aufgrund seines 4,5 Zoll Displays mit einem recht großen aber noch handlich wirkenden Gehäuse, mit Abmessungen von 130,3 x 70,8 x 10,7 mm, daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 185 Gramm für ein Smartphone dieser Größe als relativ schwer zu bezeichnen, dafür liegt es aber sehr gut in der Hand. Insgesamt trägt das Gewicht hier wohl zur "Wertigkeit" des Polycarbonatgehäuses bei, man hat also definitiv etwas in der Hand.


    Die Gehäuseoptik mit dem farbigem, teils sehr bunten Kunststoff kann man als sehr auffällig und knallig bezeichnen. Egal ob man die Front- oder Rückseite des Nokia Lumia 920 nimmt, das Gerät wurde komplett aus einem Stück einfarbigem Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, dem Gehäuse lässt sich durch den fest verbauten Akku kein Knacken oder Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt insgesamt sehr stabil und hochwertig. Einen micro-SD Einschub besitzt das Gerät übrigens nicht.


    Die Front des Gerätes wird von dem großen und brillanten 4,5 Zoll Display dominiert, was 11,4 Zentimeter in der Diagonalen entspricht. Unterhalb des Displays befinden sich die drei üblichen Windows Phone Sensortasten wieder, die Tasten sind im Einzelnen von links nach rechts: Zurück-, Start- sowie die Suche-Taste. Was nett anzusehen ist das die drei Sensortasten gleichmäßig weiß beleuchtet sind und im ausgeschalteten Zustand silbrig glänzen. Was mir hier aber fehlt ist eine Nachrichten-LED wie sie bei einigen anderen Herstellern zum Teil eingesetzt wird, so muss man nicht immer erst das Display einschalten um verpasste Ereignisse ablesen zu können.



    Auf der oberen Gehäuseseite findet sich der MicroSIM-Schacht sowie der 3,5 mm Klinke Anschluss wieder. Auf der rechten Seite des Gehäuses sind wiederum die einzigen echten Hardware-Taste verbaut worden. So findet man die Tasten zur Lautstärkenregelung sowie die Power- und die Kamerataste wieder. Was die Tasten angeht, so sind diese schön stabil und fest ins Gehäuse eingelassen. An der Unterseite des Gehäuses findet man zwei kleine Gehäuseschrauben sowie der micro-USB Anschluss des Nokio 920 wieder.



    Nokia hat beim Nokia Lumia 920 eine induktive Ladefunktion verbaut. In Verbindung mit einem speziellen Ladegeräte wie dem Nokia DT-901 Ladekissen kann das Smartphone somit drahtlos aufgeladen werden. Der Aufladevorgang dauert hierbei etwas länger, als beim herkommlichen Aufladen per Ladekabel, ist aber noch recht schnell erledigt.


    Das schwarz umrandete Display des Nokia Lumia 920 ist leider wie so oft ein echter Fingerabdruckmagnet. So hat man ständig unschöne Abdrücke auf dem Gerät und ist gezwungen es zu reinigen. Was das restliche Gehäuse angeht, sollte man auf jeden Fall eine Schutzhülle oder ein Silikoncover zum Transport verwenden, da die glänzende Oberfläche sonst gerade auf der Rückseite viele feine Microkratzer bekommt.


    Touchscreen


    Der gewölbte 4,5 Zoll Touchscreen, mit einer Auflösung von 768x 1280 Pixeln, beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt maximal 16,7 Mio Farben dar und ist selbstverständlich kapazitiv, Fingergesten (Fingerspreizen zum Zoomen, Fingerwisch zum blättern, etc.) werden somit auch problemlos unterstützt. Das Display reagiert präzise auf die Eingabe per Finger. So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau treffen und bedienen.


    Die maximale Helligkeit liegt laut Nokia bei 600 cd/m², was einer sehr ordentlichen Helligkeit entspricht und die Ablesbarkeit im Freien verbessern soll. Was das Display auch besonders macht ist seine besonders schnelle Reaktionszeit (<9ms), sowie seine Empfindlichkeit. So lässt sich das Display nicht nur mit dem bloßen Finger bedienen, sondern auch mit Handschuhen, langen Fingernägeln oder einigen Stiften. Zu verdanken hat das Lumia 920 dies übrigens dem Hersteller Synpatics, die hinter diesem "super sensitive Touchscreen" stecken. In meinem Test funktionierte dies mit einem normalen Kugelschreiber (mit eingefahrener Mine) sowie mit Fingernägeln problemlos. Was die Pixeldichte angeht, so ist das Nokia Lumia 920 den Geräten der meisten Wettbewerber deutlich überlegen.

    • Nokia Lumia 920 - 332 PPI
    • Apple iPhone 5 - 326 PPI
    • Samsung Galaxy S3 - 306 PPI
    • HTC One X - 312 PPI

    Das Anzeigeformat wird selbstverständlich durch drehen des Gerätes beeinflusst, da auch beim Nokia Lumia 920 ein Lagesensor verbaut wurde. Hält man das Gerät also im Hochformat, ist der Bildschirminhalt auch im Hochformat ausgerichtet, hält man das Gerät dann im Querformat so wechselt die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt ins Querformat. Aber Achtung, dies ist nicht in allen Menüpunkten und Apps möglich, also nicht wundern wenn die Kacheloberfläche z.B. nicht im Querformat anzuzeigen ist.


    Eine Augenweide stellt die Farbwiedergabe, der Kontrast und die Helligkeit des Nokia Lumia 920 dar. Das Gerät kommt mit einem "Pure Motion HD+" Display mit "Clear Black" Technolgie daher, was für eine sehr gute Ablesbarkeit sorgt. Vor allem der besonders guten Schwarzwiedergabe des Gerätes ist es zu verdanken dass die Übergange zwischen Display und Displayrand fließend verlaufen und man nicht wirklich wahrnimmt wo genau das Display endet und der Rahmen anfängt. Was Kratzer auf dem Display angeht braucht man sich so schnell keine Sorgen machen, das Gerät ist mit einem "Gorilla Glas" getauftem Displayglas versehen das gegen die meisten Kratzer schon sehr ordentlich schützen dürfte.


    Modern UI und Live-Kacheln


    Das besondere an Windows Phone 8 ist wohl die Benutzeroberfläche (auch Modern UI genannt). Microsoft hat bewußt eine möglichst einfache und benutzerfreundliche Oberfläche mit sogenannten "Kacheln" (engl. Live Tiles) gewählt. Die "einfachen" Kacheln kann man auswählen um Anwendungen zu öffnen oder Kontakte anzurufen. Die sogenannten Live-Kacheln zeigen an, was gerade los und was man so alles verpasst hat. Die Kacheln können mittlerweile in der Größe verändert werden, was ein echter Fortschritt ist, da man jetzt die gebotene Fläche besser nutzen kann; weitere Kacheln erhält man durch vertikales Blättern. Farblich stehen diverse Akzentfarben für die Oberfläche zur Auswahl, so gibt es folgende Menü bzw. Kachelfarben: lindgrün, grün, smaragdgrün, blaugrün, zyan, kobalt, indigo, violett, rosa, magenta, und viele Farben mehr!


    Die animierten Live-Kacheln zeigen Benachrichtigungen über Anrufe in Abwesenheit und empfangene Mitteilungen, aktuelle Nachrichten und Wetterberichte, Feeds von Internet-Kanälen, den Online-Status von Freunden und mehr. Hier kann man nach Lust und Laune herumspielen und eine schier endlose Liste von Kacheln auf die Startseite legen. Je nach heruntergeladener Anwendung finden hier also auch live Benachrichtigungen und Veränderungen statt. Einen Nachteil hat dieses Benachrichtigungskonzept, sieht man leider nicht immer auf Anhieb verpasste Ereignisse, da sie nicht gesammelt an einem Ort vorzufinden sind, sondern man jede App einzeln beachten muss, ob etwas passiert ist.


    Anfangs ertappt man sich vielleicht noch den klassischen Weg über die Gesamtauflistung aller Programme (alphabetisch sortierte Reihenfolge) zu wählen um das gewünschte Programm aufzurufen, mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die Kacheloberfläche und nutzt nur noch diese Kacheln um die favorisierten Programme von dort aus zu starten.


    Das sortieren ist übrigens denkbar einfach. Es reicht einen Moment mit dem Finger auf einer Kachel zu verharren und schon kann man sie an die gewünschte Position verschieben oder auch löschen. So kann man sich die Oberfläche etwas persönlicher gestalten. Zu viele Kacheln sollte man allerdings vermeiden, da die Übersichtlichkeit sonst merklich leidet. Sollte man trotzdem mal eine App vermissen, so reicht das aufrufen der Suche und schon kann man im Freitext nach den Anfangsbuchstaben des gewünschten Programms suchen.


    Kamera


    Das Nokia Lumia 920 kommt mit einer 8.7 Megapixel Optik von Carl Zeiss daher, die auf der Rückseite relativ prominent in der Mitte des Gerätes verbaut wurde, ein LED-Blitzlicht befindet sich direkt oberhalb der Kameralinse. Die Kamera startet man übrigens am einfachsten über die separate Kamera-Taste an der rechten Gehäuseseite. Hier kann man wie zu vermuten durch komplettes runterdrücken der Taste Bilder schießen oder durch leichtes runterdrücken den Autofocus arbeiten lassen.


    Was die Einstellmöglichkeiten angeht, so hat das Nokia Lumia 920 unter anderem folgenden Punkte:

    • Aufnahmen: Automatik, Nahaufnahme, Nacht, Nachtporträit, Sport, Hintergrundbeleuchtung
    • ISO: Automatik, 100, 200, 400, 800
    • Belichtungswert: 0, 1/3, 1 2/3, 1 1/3, 2 und Negativ
    • Weißabgleich: Automatik, Wolkig, Tageslicht Leuchtstoff, Glühlampe
    • Bildverhältnis: 16:9, 4:3
    • Fokus-Hilfe: Ein, Aus
    • Blitz: Aus, Ein, Auto

    Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt im 4:3 Format bei 3.552 x 2.448 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofocus, der beim auslösen der Kamera automatisch fokusiert und scharf stellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt ca. 2,0 - 3,5 MB groß, logischerweise abhängig vom gewählten Motiv und der Auflösungsstufe.


    Was die Qualität angeht liefert ist das Nokia Lumia 920 sehr ordentliche Bilder. Man kann durchaus brauchbare Schnappschüsse mit der Kamera anfertigen. Die Nokia PureView Kamera spielt ihre echten Stärken aber erst bei schwachem Umgebungslicht aus, hier produziert das Nokia Lumia 920 überdurchschnittlich gute Bilder. Die Bilder werden relativ rauscharm und hell aufgenommen.


    Eine weitere Besonderheit ist die Optical Image Stabilization (OIS), welche dafür sorgt das die Bilder weniger verwackelt werden. Hierfür wird der Gyroskop Sensor verwendet um die Bewegung des Gerätes zu erkennen. Die Kameralinse gleicht diese Bewegungen dann durch Gegenbewegung der Linse aus. Ihre Stärke spielt dieses Feature vor allem bei Videoaufnahmen aus, hier wird das Video spürbar weniger verwackelt.


    Die maximale Auflösung für Videoaufnahmen liegt bei 1920 x 1080 Pixeln (1080p). Auch hier gibt es wie im Fotomodus unzählige Einstellungsmöglichkeiten. Die Länge der aufgenommen Videos ist übrigens variabel, hier ist natürlich für MMS nur eine kurze Aufnahme in geringer Qualität möglich(um die Datei möglichst klein zu halten), bei sonstigen Videoaufnahmen ist dies Einschränkung logischerweise nicht gegeben. Insgesamt geht die Qualität in Ordnung wenn man mal ein Video machen möchte. Auch der Ton ist ok, dieser übersteuert auch bei lauterer Umgebung (z.B. bei Konzerten) nicht.


    Wer sich mal daran erinnern möchten, wo man beim Aufnehmen eines bestimmten Bildes oder Videos befunden hat, kann die Dateien mit "geotags" also GPS-Standortinformationen versehen. So weiß man auch später noch wo eine Aufnahme entstanden ist.


    Bedienung und Texteingabe


    Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, eingeblendeter QWERTZ-Tastatur oder alphanummerischer Tastatur ist gut gelöst. Das Display reagiert auf die Eingaben präzise, sodass es extrem selten vorkommt dass man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss weil der erste Anlauf vom Display nicht registriert wurde. Was die Texteingabe angeht so erscheint wie üblich die QWERTZ-Tastatur wahlweise im Hoch- oder Querformat, für Fehleingaben gibt es eine Rechtschreibkorrektur und Autovervollständigung. Eine normale Texteingabe per T9 und 12er-Tastatur gibt es bisher nicht beim Lumia 920.


    Wer übrigens schnell und einfach zwischen den laufenden Apps wechseln möchte, braucht nur die Zurück-Taste gedrückt halten. Hier öffnet sich eine kleine Übersicht der im Hintergrund laufenden bzw. zuletzt genutzen Programme. Der Wechsel geht sehr schnell vonstatten, selbst wenn man mal 5-6 Programme angezeigt bekommt. Eine Funktion zum schließen der Programme gibt es übrigens über dieses Task-Menü nicht.


    Insgesamt sorgt der 1,5 GHz Dual-Core Prozessor übrigens für eine sehr flüssige Menügeschwindigkeit. Das Gerät arbeitet sich flüssig durch die Menüs und Programme, Ruckler oder Hänger gibt es hier nicht zu vermelden. Genau hier liegen der Vorteil gegenüber vielen Android Smartphones, endlich eine flüssige und nicht zu sehr verschachtelte Bedienung. Allgemein ist Windows Phone 8 ein wirklich sehr benutzerfreundliches Betriebssystem, man kommt wirklich problemlos mit dem Gerät klar ohne gleich die Anleitung wälzen zu müssen.


    Akku- und Empfangseigenschaften


    In der Disziplin Akkulaufzeit liefert das Nokia Lumia 920 recht gute Werte ab. Nokia gibt zwar bis zu 460 Stunden Standby und 18,6 Stunden Gesprächszeit an, doch diese sind in der Praxis bei weitem nicht zu erreichen. Mit eingeschaltetem WLAN & UMTS, automatisiertem Sync und ein gelegentlichen Surfen und E-Mailen bringt man das Gerät auf knapp 1,5 bis maximal 2,0 Tagen Laufzeit. Bei ausgedehnterer Nutzung ist das Gerät allerdings schon nach ca. einem Tag reif für die nächste Aufladung.


    Was den Empfang angeht so ist das wohl eher eine Paradedisziplin für das Nokia Lumia 920. Das Gerät hat wohl aufgrund seine Polycarbonatgehäuses eine sehr gute Empfangsleistung zu bieten, so bleibt der Empfangspegel im GSM- und UMTS-Bereich konstant, LTE konnte ich bislang nicht testen. Das Gerät hält in verschiedenen Empfangsbereichen stabil das Signal, selbst unter schwierigeren Empfangsbedingungen (nur noch 1 Balken im Display) lässt sich noch problemlos telefonieren oder surfen. UMTS Empfang signalisiert das Gerät übrigens durch die Symbole 3G (UMTS) und H (HSDPA/HSUPA).


    Kommen wir zu Sprachqualität; so ist der Gesprächspartner über die eingebaute Hörermuschel sehr gut und deutlich hörbar. Auch bei der Musikwiedergabe macht der Lautsprecher eine gute Figur, er übersteuert erst bei maximaler Lautstärke etwas. Ansonsten reicht die Lautstärke unter normalen umständen aber locker aus um auch mal hier und da Musik über das Gerät wiederzugeben.


    Das Gerät wird übrigens wie gewohnt über einen micro-USB Anschluss aufgeladen. Das ist sehr lobenswert, kein proprietärer Stecker wie es früher mal der Fall war, bzw. heute noch bei Apple der Fall ist. Dieser Anschluss dient nicht nur als Ladeanschluss sondern auch als Datenschnittstelle. Der Kopfhöreranschluss ist als 3.5 mm Klinke Anschluss umgesetzt worden, so kann man hier frei entscheiden welchen Kopfhörer man verwenden möchte.


    Nebenbei sei noch erwähnt, dass das Lumia 920 einen universellen Audio Anschluss besitzt, so versteht es sich mit jedem 3,5mm A/V-Anschluß (OMTP - Open Mobile Terminal Platform) sowie dem 3,5mm AHJ (American Headset Jack) Anschluß, wie man ihn z.B. auch vom Apple iPhone kennt.


    Funktionsüberblick


    Das Nokia Lumia 920 weiß mit ordentlichen Ausstattung aufzuwarten, auch wenn ein Teil der (Multimedia-) Features erst mit Programmen aus dem "Microsoft Store" weitere sinnvolle Funktionen entfalten können; aber dazu später mehr im Text.


    Nachfolgend die wichtigsten technischen Daten im Überblick:


    Designtyp: Touchscreen Smartphone
    1,5GHz Dual-Core Prozessor (MSM8960 Snapdragon S4)
    3D Graphics HW Accelerator (Arendo 225)
    1024 MB RAM
    130,3 mm × 70,8 mm × 10,7 mm Millimeter bei 185 Gramm
    Windows Phone 8
    32 GB interner Speicher
    7 GB Cloud Speicher bei Microsoft (SkyDrive)
    4.5" ClearBack IPS-WXGA HD+ Display (768 x 1280 Pixel)
    micro-SIM Karte
    3,5 mm Klinke Anschluss
    Nokia Drive (kostenlose sprachgesteuerte Navigation)
    8,7MP f/2 PureView Kamera mit Carl Zeiss Optics, Auto-Focus und LED Blitz
    Videoaufnahme mit 1920 x 1080 Pixel (30 fps)
    GSM & UMTS Quadband, LTE Pentaband
    HSDPA+ (Cat24) 42,1 Mbps und HSUPA (Cat6) 5.76 Mbps
    LTE 50 Mbps (up), 100 Mbps (down)
    Sprechzeit: max. 18.6 Std. (GSM) / Standby: max. 460.0 Std. (UMTS)
    Akku: 3,7 V, 2000 mAh


    Beim Nokia Lumia 920 kann man wohl als Besonderheit (gegenüber anderen Windows Phone 8 Geräten) die Vielseitigkeit im Bereich der LTE Netze (fünf Frequenzbänder), das sehr gute Display, die PureView Kamera sowie die kostenfreie Navigation sehen.

  • Musik- und Video-Player


    Selbstverständlich darf ein Musik-Player nicht fehlen. Das Gerät bietet einen sehr leicht bedienbaren Touchplayer der unter dem Punkt "Nokia Musik" zu finden ist. In der Hauptübersicht stehen zu Auswahl Interpret, Alben, Titel, Genre, Wiedergabeliste. Der Player selbst bietet dann nach erfolgreicher Titelauswahl eine Musikoberfläche, bestehend aus großem Album-Cover, Play, Pause, Vorwärts, Rückwärts.


    Nokias Lumia 920 bietet natürlich auch die übliche Möglichkeit Musiktitel zu suchen und im entsprechenden Onlinestore gleich zu kaufen. Hier ist wie bei der Nokia Navigation eine entsprechende Anmeldung mit einem Nokia Konto erforderlich. Gut ist auch Nokias Mix Radio, was es ermöglicht Musiktitel per Streaming aus einer riesigen Datenbank wiederzugeben. Also führt der Weg langsam weg von der althergebrachten "offline" Wiedergabe.;-)


    Selbstverständlich spielt der MP3-Player auch im Hintergrund weiter, da das Gerät Multitasking-fähig ist. Der interne Speicher von 32 GB lässt wie bereits erwähnt leider nicht erweitern, dafür hat Microsoft aber einen 7 GB großen "Cloud" Speicher namens "Sky Drive" zur Verfügung gestellt um dieses kleine Manko etwas abzuschwächen. So kann man dann quasi Dateien und Musik ins Web auslagern oder von dort aufs Gerät bekommen.


    Kommen wir zum Thema Klang, dieser ist mit den beiliegenden Kopfhörern ziemlich gut. Da es sich bei den beiliegenden gelben Kopfhörern um "In-Ear" Ohrstöpsel handelt, ist der Bassanteil sehr gut, die höheren Frequenzen kommenauch nicht zu kurz. Für Musikliebhaber lohnt der Kauf eines hochwertigeren Kopfhörerpaares. Beim Nokia Lumia 920 ist wie bereits gesagt ein 3.5 mm Klinkeanschluss verbaut worden, so dass eigenen Kopfhörern nichts im Wege steht.


    Wo wir schon beim Thema Musik sind, so sei an dieser Stelle erwähnt das Windows Phone 8 ab Werk eine Musikerkennung bzw. Musiktitel Suche integriert hat. Man braucht nur die "Bing" Suche starten auf den "Notenschlüssel" zu drücken und schon startet eine Musikerkennung wie bei Shazam, Soundhound, etc. Einen Equalizer zur Sound-Anpassung gibt es übrigens bei Windows Phone 8.


    Wer mit dem Lumia 920 auch Videos anschauen möchte, kann dies natürlich auch problemlos tun. Das Gerät schafft es problemlos Videos in voller Bildschirmauflösung sauber und ruckelfrei wiederzugeben. Der Player bietet nicht allzu viele Einstellungsmöglichkeiten, spielt aber immerhin die gängigsten Formate (XviD, DivX, MP4) ab.


    Selbst größeren Auflösungen als 1080p schafft das Nokia Lumia 920 wiederzugebe. Ich habe es mit einer MP4 Datei in 1080p Auflösung probiert und diese lief durchaus flüssig und ohne Ruckler ab.


    Verbindungsmöglichkeiten


    Natürlich stellen Bluetooth, WLAN (b/g/n), EDGE, GPRS, UMTS, HSUPA und HSDPA (bis zu 42,1 MBit/s) und LTE (bis zu 100 MBit/s) mittlerweile quasi das Grundgerüst eines aktuellen Top-Smartphones da. Es surft sich mit diesen Mobilfunkstandards sehr zügig und passabel. Alles andere wäre aber auch verwunderlich gewesen, ist das Nokia Lumia 920 doch als aktuelles Smartphone genau darauf ausgelegt. Doch Achtung im Bereich "Connectivity" hier gibt es ein paar Besonderheiten bzw. Einschränkungen seitens des verwendeten Betriebssystems zu beachten.


    Die integrierte Bluetooth-Schnittstelle unterstützt die wichtigsten Audio-Profile, wie z.B. das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) oder AVRCP (zuständig für Audio- / Video Fernbedienung). Hier noch die einzelnen BT-Profile im Überblick:


    A2DP 1.2
    AVRCP 1.3
    GAP
    GAVDP 1.2
    HFP 1.5
    HSP 1.1
    OPP
    PBAP 1.0
    SDAP
    SPP 1.0


    Eine weitere Neuerung ist die nun mögliche Dateiübertragung per Bluetooth. Somit kann man endlich unterwegs Bilder, Videos oder andere Dateien mit anderen Geräten teilen. Das war noch bei Windows Phone 7.5 ein Nachteil, schön zu sehen das man dieses Manko beim Nokia Lumia 920 nicht mehr vorfindet. Einen kleinen Nachteil gibt es immer noch, das Nokia Lumia 920 kann nur Dateien anzeigen, mit denen es auch etwas anzufangen weiß. Unbekannte Dateiendungen sind somit nicht auf dem Nokia Lumia 920 zugänglich, sondern nur am heimischen Rechner sichtbar.


    Neben den genannten Schnittstellen beherrscht das Nokia Lumia 920 auch WI-FI direct und NFC. So lassen sich beispielsweise per Berührung zwischen 2 Geräten Dateien ohne separate Kopplung versenden oder empfangen. Weitere Anwendungsfälle wären die drahtlose Bezahlung per elektronischer Brieftasche, wobei sich dies bisher noch nicht durchsetzen konnte.


    PIM-Funktion (persönl. Informationsverwaltung)


    Kommen wir also nun zu den PIM Programmen wie Kalender, Kontakte, etc. die das Nokia Lumia 920 beherrscht. Als allererstes sollte man beim Wechsel zum Nokia Lumia 920 den Menüpunkt "Kontakte übertragen" starten. Hier hat Nokia wiederum ein kleines Alleinstellungsmerkmal installiert, das dafür sorgt die vorhanden Kontakte vom "alten" Telefon per Bluetooth problemlos auf das neue Gerät zu übertragen. Wer nach erfolgreicher Übertragung der Meinung ist die App hätte ihren Dienst erfüllt, kann selbige dann im Anschluss sogar deinstallieren.


    Fangen wir mit dem Kalender an, dieser bietet drei Kalenderansichten "Tag", "Agenda" und "Monat". Aufgaben lassen sich je nach Wunsch auch mit im Kalender anzeigen, je nachdem wie übersichtlich man es eben mag. Die Eingabe selbst ist ziemlich detailliert geraten, die zur Verfügung stehenden Felder sind:


    Betreff
    Ort
    Datum oder Uhrzeit
    Dauer
    Erinnerung
    Wiederholung
    Status
    Teilnehmer
    privaten Termin
    Anmerkungen


    Beim Telefonbuch sieht es ähnlich umfangreich aus. Hier sollte man in der Regel mit den zur Verfügung stehenden Feldern problemlos auskommen. Hier eine kleine Übersicht welche Felder das Telefonbuch unter anderem anbietet:


    Rufnummer (Handy, Privat, Arbeit, FIrma, Pager, Fax)
    E-Mails Adresse (Privat, Arbeit, Andere)
    Klingelton
    Firma
    Adresse
    Website
    Geburtstag
    Notizen
    Jahrestag
    Bürostandort
    und noch einige Felder mehr


    Die Felder lassen sich beliebig kombinieren und hinzufügen. Durch die benutzerdefinierten Felder kann man nach belieben hinzufügen und verwalten. Wer will kann selbstverständlich auch ein persönliches Anruferbild für jeden Kontakt hinzufügen. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es auch die Möglichkeit die Kontakte nach Gruppen zu unterteilen.


    Was die Office Features angeht, so hat Nokias Lumia 920 das Microsoft Office Mobile auf dem Gerät vorinstalliert. Hier finden sich folgende Komponenten wieder:


    Microsoft Word Mobile
    Microsoft Excel Mobile
    Microsoft PowerPoint Mobile
    Microsoft OneNote Mobile
    Microsoft SharePoint Workspace Mobile
    Windows SkyDrive


    Mir dem Microsoft Office Mobile kann man Word- Dokumente und Excel-Arbeitsmappen erstellen und bearbeiten, PowerPoint- Präsentationen öffnen, anzeigen und editieren, Notizen mit OneNote erstellen und Dokumente mit SharePoint freigeben. Außerdem lassen sich die Dokumente auch auf dem "Cloud" SkyDrive speichern.


    GPS / Navigation


    In dieser Kategorie möchte sich Nokia etwas vom Rest der Windows Phone 8 Gerätemasse abgehen. So hat man speziell "Nokia Karten" und "Nokia Drive" als Navigations- und Ortungssystem auf dem Gerät vorinstalliert. Was die Ansichten des bereitgestellten Kartenmaterials in Nokia Karten angeht kann man übrigens wählen zwischen:

    • Kartenansicht
    • Satellitenansicht
    • Öffentliche Verkehrsmittel
    • Verkehr


    Die Lösung Nokia Navigation ist wie bei Nokia fast üblich eine richtige, sprachgeführte Navigation, wie man sie von vollwertigen Navigationsgeräten kennt. Das Kartenmaterial wird lokal gespeichert (Offboard-Navigation) und ermöglicht somit eine Navigation ohne Datenverbindung. Das ist wirklich sehr gut, spart dies doch enorm an Daten.


    Die Ansicht der Navigation ist wie üblich wahlweise in 2D oder 3D Ansicht möglich, weitere Länder lassen sich problemlos kostenfrei über das Internet bereitstellen. Hier ist dann allerdings eine WLAN Verbindung sinnvoll, da eine Karte je nach Land mal eben ein paar hundert Megabyte haben kann. Selbstverständlich kennt die Software bei der Zielsuche nicht nur Straßen sondern auch POIs. Es reicht also nach dem Begriff Kino, Friseur, etc. zu suchen und das Gerät spuckt wenig später eine Trefferliste aus. Dank des recht großen 4,5 Zoll Displays kann man die angezeigten Ziele und Karten dann auch sehr gut ablesen.


    Social Media


    Gerade der Bereich Social Media ist sehr stark in das Betriebssystem verzahnt. So findet man die üblichen Verdächtigen namens Facebook, Twitter, LinkedID und Windows Live (inkl. XBox Live) auf dem Gerät wieder. Wer sein Facebook-Konto auf dem Handy einrichten, dem stehen Informationen aus Facebook an vielen unterschiedlichen Stellen zur Verfügung.


    Verknüpft wird Facebook mit dem Kontakte-Hub, Bilder-Hub und in der Ich-Karte. Wer das dann noch mit der Windows Live ID verknüpft, der kann dann den Facebook-Chat auch im Punkt SMS/MMS nutzen. Sollten also Statusmeldung oder ähnliches von Freunden eingehen, so werden diese direkt angezeigt.


    Insgesamt ist der Bereich Social Media Dienste sehr gut umgesetzt. Eine nahtlosere Nutzung von Online und Offline Kontakten, Nachrichten, Bildern, etc. hat wohl kaum ein anderes Smartphone Betriebssystem aktuell zu bieten. Ein Beispiel ist die angesprochene Bildergalerie, hier werden Online-Bilder und die selbst geschossenen Bilder die sich lokal auf dem Gerät befinden gemeinsam angezeigt.


    Ansonsten ist wie bereits kurz angesprochen auch Xbox Live ins Windows Phone Betriebssystem integriert. Man sieht also unter anderem sein Avatar, Gamerscore, die aktuell erspielten Erfolge und kann passende Spiele runterladen und anschließend spielen. Auch hier erhält man dann die üblichen, erspielbaren Gamerscore (maximal 200 Punkte pro Spiel) welche dann natürlich auch online für Freunde ersichtlich sind.


    Browser


    Kommen wir zu einer wichtigen Applikation bei allen Smartphones, die Rede ist natürlich vom integrierten Webbrowser. Wie es sich für ein aktuelles Smartphone gehört ist ein vollwertiger HTML-Browser integriert worden. Der Browser kommt mit den meisten Internetinhalten klar, die Darstellung ist auf Wunsch nahezu identisch mit der des heimischen Desktop Computers. Der Browser unterstützt unter anderem:


    WML
    HTML
    HTML 5
    XHTML
    CSS
    JavaScript


    Das surfen im Internet und der Seitenaufbau geht sehr flüssig von statten, selbst bei aufwändigeren Websites geht der Aufbau der Seiten ziemlich zügig voran. Ein kleines Manko gibt es aber auch hier, so unterstützt der Browser keine Flash Inhalte. Auch hier kommt mir zwangsläufig der Vergleich zu Apples iOS in den Sinn, denn dort gibt es Flash auch nur über Umwege. Allgemein ist dieses Manko aber zu verschmerzen, stirb Flash doch nach letzten Entwicklungen des World Wide Web langsam aus und wird vielerorts nach und nach durch HTML 5 ersetzt.


    Wer mag kann eine Übersicht über die Webseite auf einen kurzen Displaydruck aufrufen und so auf den gewünschten Teil der Webseite zum zoomen doppelklicken. Wie bei anderen Windows Phone 8 Geräten wurde auch hier der Zoom per „Pinch und Zoom“ Fingergeste umgesetzt, so kann man per Fingerspreizen stufenlos in die gewünschten Webinhalte rein- und rauszoomen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit mehrere Browser-Tabs (bis zu 6 Tabs) parallel zu öffnen oder aber Lesezeichen anzulegen.


    E-Mail


    E-Mails sind wie nicht anders zu erwarten auch beim problemlos abzurufen. Der bevorzugte Weg führt über einen der gängigen E-Mail Anbieter wie Windows Live, t-online, Yahoo!Mail, Google, Microsoft Exchange Server. Hier werden die Mails dann im Push Verfahren auf das Gerät übertragen. Weitere Anbieter kann man natürlich nach belieben hinzufügen, hier muss man dann allerdings manuell die Server-Details festlegen. Hier bietet das Gerät den Zugriff auf IMAP oder POP3 Konten.


    In diesem genannten Fall wird Push-Mail per Exchange-Push-Mail unterstützt, alternativ kann man auch dass automatische Abrufintervall verändern. So sollte man problemlos und schnell seine E-Mails unterwegs lesen können. Anhänge kann man selbstverständlich auch mit dem Nokia Lumia 920 empfangen und versenden, Bilder oder Musik als Beispiel stellen natürlich kein Problem dar.


    Software-Store (inkl. App Empfehlungen)


    Wer die Funktionen seines Nokia Lumia 920 sinnvoll erweitern möchte, sollte sich im Microsoft Store umschauen. Hier lohnt auf jeden Fall ein regelmäßiger Blick in den Store, es kommen täglich viele neue Apps dazu.


    Hier einige Programme die ich durchaus empfehlen kann auch den Nokia Lumia 920 zu installieren:

    • Adobe Reader (wie der Name vermuten lässt)
    • Bubble Shoot (Puzzle Booble Clone)
    • Captain Movie (gut für Kinogänger)
    • Cool Tools ( die MacGyver App: Stoppuhr, Countdown, Taschenlampe, etc.)
    • Connectivity Shortcuts (Schnelles (Ein-Aus) für WLAN und Co.)
    • DB Navigator (Fahrplan und Zuginfos der DB)
    • Das Örtliche (Telefonnummernsuche)
    • easyRing (eigene Klingeltöne aufs Gerät)
    • eBay (die bekannte Online-Plattform)
    • Fantasia Painter Free (sehr schönes Malprogramm)
    • Financial Times (Nachrichtenüberblick)
    • gMaps (Google Maps)
    • IMDb (Kino- und Filmdatenbank)
    • kaufDA (Schnäppchenfinder)
    • Kicker (hier gehts um Fußball)
    • N-TV (Nachrichten aus aller Welt)
    • .phone dialer (alternative Wähloberfläche)
    • Physi Bricks (nettes Spiel für zwischendurch)
    • runtastic (Laufen/Joggin Fitness Programm)
    • Sportschau (Sportnews und Ergebnisse)
    • Skype (Chat, Sprach- / Video-Messenger)
    • SkyWallet (Passwort-Manager mit SkyDrive Verknüpfung)
    • Tanken (Tankstellen- / Preissuche)
    • TopGear (für Fans der brit. Autosendung)
    • Tv-Spielfilm (Fernsehprogramm im Überblick)
    • TV Programm (sehr gut umgesetzte TV App)
    • TuneinRadio (Weltweite Radiosender hören)
    • WhatsApp (bekannter Messenger)
    • Wikipedia (Online Wikipedia nachschlagen)
    • Weather Flow (Wetter auch mit Lockscreen-Ansicht)
    • YouTube (freier Youtube Player
    • zattoo (TV-Programm per Stream anschauen)


    Dies ist nur eine kleine Auswahl für das Nokia Lumia 920. Es gibt noch wesentlich mehr an kostenlosen und auch kostenpflichtigen Programmen (~113.000 Apps / Stand: Oktober 2012). Es muss jeder selbst einen Blick auf den Marktplatz werfen um zu schauen was einem gefällt bzw. was wichtig ist. Wer mag kann mal auf http://www.windowsphone.com/de-de/store vorbeischauen. Alternativ bietet Nokia unter dem Programmpunkt "App Highlights" auf dem Nokia Lumia 920 auch eine Liste der empfohlenen Programme an. Hier wird also gezielt seitens Nokia Content bereitgestellt.


    Was insgesamt auffällt, viele namhafte Apps die es auch auf anderen Betriebssystemen gibt, findet man auch bei Windows Phone 8 wieder. Wer das Gerät als mobile Spielekonsole nutzen möchte wird bislang enttäuscht werden, es gibt kaum Auswahl an hochwertigen Spielen, egal ob grafisch oder spielerisch, hier hinkt man deutlich hinter iOs oder Android hinterher, da hilft auch die Integration von Micrsofts Xbox Live nicht weiter.


    Fazit


    Das Nokia Lumia 920 ist ein wirklich gutes Smartphone. Das Windows Phone 8 Betriebssystem ist vielleicht anfangs etwas ungewohnt, und auch die Kacheloptik mag nicht jedermanns Sache sein, doch ist es insgesamt eine recht stimmiges Gesamtkonzept. Etwas ausbaufähig ist die Auswahl an Apps und Spielen sowie das Benachrichtigungssystem des Windows Phone 8 Betriebssystems. Ich würde mir hier eine zentrale Benachrichtigung für sämtliche, verpassten Ereignisse wünschen.


    Auch im Bereich der Verarbeitung weiß das Nokia Lumia 920 zu überzeugen, und auch die technischen Daten sind größtenteils auf Top-Niveau. Nokia hat auf jeden Fall in vielen belangen aufgeholt und ist mit dem Nokia Lumia 920 wieder näher an die Wettbewerber herangekommen. Farblich dürfte so schnell keine Langeweile aufkommen, bietet Nokia das Gerät inkl. Zubehör doch in vielen bunden Farben an. Wem das Gerät letztlich doch zu groß sein sollte, der findet mit dem Nokia Lumia 820 übrigens eine handlichere und kleinere Alternative.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!