ZitatOriginal geschrieben von mumpel
Die Aktie der Bahn würde ich nie kaufen solange die Bahn immer mehr zerschlagen wird. Jedes Einzelunternehmen kämpft für sich allein. Interne Geldverschieberei (die Gesellschaften bezahlen sich intern gegenseitig. M.E. eine Geldvernichtungsmaschine). Keine gemeinsamen Ziele mehr. Würde die Bahn die Zerschlagung rückgängig machen, nach dem Motto "nur gemeinsam sind wir stark" könnte das m.E. mit der Aktie etwas werden.
Das sehe ich etwas differenzierter: Mindestens die DB Energie sollte ein komplett unabhängiges Unternehmen sein. Solange die DB Töchter deutlich geringere Bahnstrompreise als jede Privatbahn erhalten und gleichzeitig die DB Energie der einzig mögliche Stromanbieter ist, können Konkurrenten nur noch an Technik und Personalkosten sparen. Ähnlich sieht es ja auch bei den Trassenpreisen aus.
Infrastruktur kann meines Erachtens niemals gewinnbringend und flächendeckend funktionieren.
Ideal fände ich diese Situation: DB Netz als "echtes" Staatsunternehmen (ohne den AG-Schwachsinn der DB AG und mit Verbeamtung), statt einer DB Energie einen normalen Strommarkt, die restlichen DB Töchter in Privathand. Das würde die Infrastruktur sicherstellen, gleichzeitig aber auch einen halbwegs normalen Markt zulassen.
Spätestens dann würde auch ein Streik bei der DB durch Konkurrenten abgefedert werden können.
Edit: Inzwischen wurde zumindest bei den Strompreisen interveniert Link