Warum gibt es in Deutschland keine Vignetten?

  • Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
      CK-187


    Wären Straßen in dem bandscheiben- und niierenmordenden Zustand, in dem die meisten Radwege sind, gäbe es einen wahren Volksaufstand der Autofahrer.


    Das sehe ich auch so.


    Im Übrigen kann ich mir gut vorstellen, dass jeder Radfahrer gerne dazu bereit wäre, einen an die Kraftfahrzeugsteuer angelehnten Betrag aufgrund der "Straßenabnutzung" zu entrichten, wenn dieser einigermaßen in Relation zur tatsächlichen Belastung der Straßen im Vergleich zum PKW steht.


    Beim PKW von sehr zurückhaltenden 1000 KG und beim Fahrrad von 20 KG (also Faktor 50) ausgehend ergibt sich nach dem Vierte-Potenz-Gesetz ein Betrag der so gering ist, dass er selbst auf die Lebensdauer des Fahrrads mit einem Cent mehr als großzügig bedacht wäre :p


    Zitat

    Quelle: Wikipedia
    Das Vierte-Potenz-Gesetz besagt, dass die Beanspruchung einer Straße durch ein Kraftfahrzeug umso größer ist, je größer die Achslast des betr. Fahrzeugs ist. Die Beanspruchung der Straße steigt proportional zur vierten Potenz der Achslast des die Straße befahrenden Fahrzeugs.

  • Mozart,


    einerseits stimme ich Deiner Intention zwar zu. Andererseits ist es halt völlig illusorisch zu glauben, dass die anderen ihre Maut abschaffen, nur weil wir so nett sind, keine zu erheben. Nichts ist so unsterblich wie einmal eingeführte Abgaben.


    Darauf dann wieder typisch deutsch unterwürfig/gutmenschig mit andere Wange hinhalten statt Retourkutschen zu reagieren, lässt uns nur als den jederzeit in grenzenlosem Masochismus grenzenlos ausnutzbaren, dummen, lächerlichen, deutschen Michel erscheinen, dem die ganze Welt auf der Nase herumzutanzen gelernt hat.


    Nett sein darf keine Einbahnstraße sein. Das einzige Land/Volk, das das nicht so sieht, ist das unsrige.


    Wie Du vermutlich selbst aus zahllosen Erfahrungen weißt, wird Gutmütig-/Großzügigkeit in aller Regel nicht gewürdigt, sondern ausgenutzt.


    PS: :top: für Deine Signatur.




    rasputin


    Die einzigen, die Radwege tatsächlich abnutzen, sind die Autos (und insbesondere Lkw's, denn für deren Gewicht sind Rad- und Gehwege nicht ausgelegt --> Sachbeschädigung!), die dort parken...

  • Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Genau, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und lieber zahlt der deutsche Michel auch ne Maut, als das da irgend so ein Ausländer kostenlos unsere Qualitätsstrassen benutzt.

    Holland ist kein Transitland, da geht's höchstens ans Meer, sodaß Verkehr zwangsläufig zur holländischen Wirtschaft beiträgt. Deutschland ist aufgrund seiner zentralen Lage wie AT/CH ein typisches Transitland.


    Beim schon bemauteten Güterverkehr ist ja der Transitanteil hierzulande (2013: 18,1%) ähnlich hoch wie in Österreich (2005 Abb. 81: 13,0%), obwohl man für Österreich wegen seiner Größe einen noch höheren Anteil erwarten könnte.


    Für Transitanteil beim Personen- oder Reiseverkehr habe ich keine Zahlen gefunden. Sind da Werte bekannt? Die internationalen Hauptreiseziele Mittelmeer und Alpen dürften bedeutende Transitquoten bewirken. Andererseits weist der Reiseverkehr im Jahresverlauf eine starke Konzentration auf und der inländische PKW-Verkehr wird wohl deutlicher dominieren. Ob die Einnahmen aus dem PKW-Transit das PKW-Mautsystem durchfinanzieren könnten? Ansonsten wäre eine Einführung ja volkswirtschaftlich unnütz und schädlich, und sie würde nur den Erbauern und Betreibern nutzen.

    Je suis Charlie

  • Die entscheidende Frage ist doch nach der Einigung mit der EU wird es für keinen deutschen Autofahrer eine Mehrbelastung geben? Was bedeutet die Umweltkompenente bei der Steuer? Da bleibt abzuwarten wie das ganze konkret ausgestaltet sein wird.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Selbst wenn es einen Kuhhandel wg. der Mehrbelastung für dt. Autofahrer geben sollte, wird sich in absehbarer Zeit ein Gericht damit beschäftigen. Und dann sagen Seehofer und Dobrint: "Also dafür können wir nichts, das ist die böse EU."
    Sinnvoll wäre es doch nur, die KFZ Steuer komplett zu streichen.


    Kai

  • Ja,Kfz.-Steuer abschaffen und für schadstoffarme Autos eine gestaffelte Prämie vom Staat und dann für alle Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen.So sollte man das machen. Wäre auch einigermaßen gerecht, auch wenn man nicht Einzelfallgerechtigkeit auf den Cent genau hinbekommt.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Für mich sieht die Goldene Brücke, die die EU Doofrind zu bauen scheint, exakt so aus, wie das die Denkenden hier in diesem bzw. dem Maut-Thread schon immer postuliert haben: scheinbar unabhängig voneinander eine Maut einzuführen und die Kfz-Steuer zu mindern/abzuschaffen.


    Schon übel, wenn die meisten Forumsmitglieder schlauer sind als ihre politischen Vertreter...

  • Außerdem sollte man die KFZ-Steuer schon jetzt unabhängig von einer kommrnden Maut abschaffen Wenn dann die Maut vieleicht dann 2018 eingeführt würde, dann bestünde auch kein Zusammenhang mit der Maut mehr. Zumindest rechtlich wäre das ganze kaum mehr angreifbar, auch wenn jeder weiß welchen Hintergrund die Abschaffung der Steuer eigentlich hat.


    Ps. Fällt mir gerade ein, dürfen wir das Thema überhaupt noch hier diskutieren?

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Sinnvoll wäre es doch nur, die KFZ Steuer komplett zu streichen.


    Wer daran glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.


    Die Regierung hat doch von vorne rein einkalkuliert, das die EU das ganze kippen wird und irgentwann dann der Melkesel "Autofahrer" Maut und Steuer bezahlen wird.

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