Beiträge von rasputin

    Die Telekomaktie konnte nur ein Gewinn für uns sein, weil wir 100 Aktien von meinem Schwiegervater geschenkt bekamen bei Ausgabe.

    Das war die erste „Volksaktie“, mit extremer Werbung von Unsympath Manfred Krug.

    Wir haben sie dann 1998 bei ihrem Allzeithoch verkauft.

    Nicht weil wir schlau waren, sondern weil wir das Geld ins Haus gesteckt haben, das wir in dem Jahr gebaut haben.

    Die Rolläden funzen heute noch! 😂👍🏻

    Glückwunsch zum glücklichen Händchen. Das Glück des Tüchtigen - ohne Hausbau wärt ihr wohl drauf sitzen geblieben ;)

    Sondern Motivation wäre es eher mit so 28...35 sein Traumauto fahren zu können und auch einige Reisen über die Grenzen Europas hinaus unternehmen zu können und mit so 35...40 sich Immobilieneigentum leisten zu können aber so das man maximal 50-60% finanzieren muss und trotzdem noch einie Liqiditätsreserve behalten kann das man keine grossen Abstriche beim Lebensstadard machen muss.

    Und das wäre für dich „normal“ bzw. Mittelschicht? Junge, das ist Luxus! Da hättest du eben richtig Gas geben müssen, um mehr als einen Popeljob zu erreichen. 50 Prozent Eigenkapital PLUS fette Liquiditätsreserve PLUS Traumauto UND keine Abstriche: tja, da hättest du mit 35 Millionär sein müssen. Hast du was dafür getan? NEIN!

    Boomer und Generation X haben da leicht reden, weil sie sich noch in den 90ern und frühen 00ern, Boomer auch schon in den 80ern ihren Wohlstand erarbeiten konnten, und auch beim aktuellen Einkommen aufgrund von langhähriger Berufserfahrung und oft sogar Führungsverantwortung immer noch ein gutes Einkommen hat, so das die äusseren Umstände wie generelle oder Mieten, Spritpreise, Flugpreise, etc. ihnen nicht mehr viel anhaben können. Eigenheimbesitz oder alte, günstige Mietverträge und ein hoher SF-Rabatt bei der KFZ-Versicherung kommen noch on top.

    Da du mich zitiert hast: in den 80ern bin ich im Kindergarten gewesen. In den 90ern war ich Schüler. In den 2000ern war ich Student (ohne Geld von Mama und Papa, ohne Bafög). Also nix mit „Boomer“ ^^ Reisen über die Grenzen Europas hinaus habe ich trotzdem in jungen Jahren gemacht.


    Im Krisenmodus (zumindest nachdem was du als das Leben ruinierende Krisen für ganze Generationen betrachtest) ist die Welt schon immer gewesen.

    Einzelaktien sind auch riskant, würde ich keinem Kleinanleger der nicht nur etwas zocken will empfehlen.

    Wer so wenig hat dass er gar nichts zurücklegen kann hat wirklich schlechte Karten, aber in der immer noch breiten Mitte sollten 50-100€ im Monat für einen Indexfonds möglich sein,

    Richtig, das sollte man anhand der persönlichen Rahmenbedingungen und der Risikobereitschaft justieren.


    Persönlich schaue ich, dass der überwiegende Teil via ETF ganz langweilig in der „Welt AG“ steckt. Für den gelegentlichen Nervenkitzel und aus Spaß an der Freude habe ich aktuell (noch, es werden weniger) rund 30 Einzelaktien. Diese machen aber jeweils nur 0,x bis 2 Prozent meines gesamten Portfolios aus. Somit wäre auch die gleichzeitige Insolvenz mehrerer (oder gar aller) davon zwar nicht schön, aber problemlos verschmerzbar.


    Einziger Ausreißer ist BYD mit einem aktuell noch immer zweistelligen prozentualen Anteil am Portfolio. Das liegt aber einfach nur daran, dass BYD seit meinem Kauf so massiv gestiegen ist (auch nach den starken Korrekturen in den letzten Monaten, fast schon Jahren). Diese Anomalie im Portfolio trage ich mit Fassung ^^

    Übrigens: die Telekomaktie hatte anno 1996 einen Ausgabekurs von (umgerechnet) 14,57 €. Momentan steht sie bei 22,13 € (Plus 7,56 €). Hinzu kommen seither rund 15 € an Dividende über die gesamte Laufzeit, also in Summe ein Plus von rund 22 € pro Aktie. Das ist - insbesondere inflationsbereinigt - sicherlich keine Erfolgsgeschichte, aber dennoch weit von einem Totalverlust entfernt.

    Letzter Satz für mich hier zu dem Thematik. Ich betrachte das Börsengeschehen wie Pilze im Wald. Wer nicht weiß was er da mitnimmt, muss mit heftigen Problemen rechnen, siehe Beispiel T-Aktie. Daher lasse ich lieber die Finger davon. Ende der Durchsage.

    Ich sag ja: du hast nix verstanden. Dein Beispiel einer Einzelaktie untermauert das. Meine Eltern haben damals auch die Telekom Aktie gekauft. Reichlich dämlich, aber sie hatten eben keine Ahnung. Aber natürlich haben sie nicht ihr gesamtes Vermögen dort rein gesteckt. Wer sein gesamtes Vermögen in eine Einzelaktie steckt, ist mindestens völlig ahnungslos.


    Natürlich sind Aktien und auch ETFs risikobehaftet. Sonst gäbe es auch keine Chance auf eine Realrendite. Breit gestreut und über lange Zeiträume ist das Risiko nachweislich tragbar und erträglich.


    Warum sollte man auch für eine vollkommen risikofreie eine (reale) Rendite erhalten? Drum gibt es diese reale Rendite auch nicht für Geld auf dem Girokonto.


    Deine „Argumentation“ ist auch etwas grotesk. Einerseits beklagst du die Rendite, die Aktieninvestoren vereinnahmen - auf der anderen Seite sind Aktien für dich wie das Weihwasser für den Teufel. Was denn nun? Entscheide dich mal!

    Die Erfahrung zeigt, je mehr man Privatleuten Aktien unterjubeln will, desto dichter ist der nächste Crash, und zur Zeit ist man mal wieder sehr aktiv darin. Was alleine die Telekomaktionäre (Telekom sollte die Volksaktie werden, und ist dann abgerauscht wie was böses) an Geld verloren haben will ich gar nicht wissen. Ich wurde heute übrigens von der Raiffeisenbank im Hochtaunus, bei der ich seit kurzem Kunde bin (Zweitkonto) angerufen, um mir irgendwas unterzujubeln. Ich habe gleich klar gemacht kein Interesse zu haben.

    Ok, du hast offenbar nichts verstanden.


    Dann bitte einfach schweigen und die böse Inflation und die niedrigen (oder nicht existenten) Zinsen auf dem Girokonto akzeptieren. Ich sehe dem nächsten Crash sehr gelassen entgegen und freue mich auf den dann vorhandenen Preisnachlass :thumbup:

    Und "Wert"papiere sind was für Leute die mehr haben als sie im Leben ausgeben können, denen es nichts ausmacht wenn bei einem Crash ein Großteil den Bach herunter geht.

    Wohlwissend, dass der Realitätscheck für die Katz‘ ist:


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    Seit wann fließt das Wasser im Bach bergauf? ^^ In diesem Chart - und der zugrundeliegende Index ist nicht mal besonders breit gestreut - sind auch alle Chrashs seit 1896 enthalten, inklusive zweier Weltkriege und Dutzender Kriesen.


    Selbst im völligen Worstcase (und damals hat noch keiner von uns gelebt, nicht mal meine Eltern haben damals gelebt) ist man bei einem Anlagehorizont von 25+ Jahren im grünen Bereich. Die Kriesen der letzten 19 Jahre sind in der Relation fast schon lächerlich klein klein ausgefallen.

    Das kann man machen wenn man so viel hat dass es für 1000 Leben reichen würde, so wie die Familie Quandt eben. Davon bin ich weiter entfernt als vom Mond.

    Das (ok, jetzt nicht die BMW Aktie, aber eben generell) kann man auch wunderbar als Normalbürger machen. Aber man muss eben auch mal anfangen. Oder von der Seitenlinie zuschauen - dann aber bitte ohne Gejammer. Denn wer selbstverschuldet trotz normalem Einkommen nicht vom Fleck kommt, hat sein „Anrecht“ auf Gejammer verwirkt.