Der Bischof von Limburg

  • Robert,


    über diesen Punkt sind wir aber längst hinaus. Der Spiegel bringt im Augenblick täglich 5, 6, 7 neue Titelgeschichten über Limburg und den Bischof, ARD und ZDF senden Brennpunkte, die Zeitungen haben das Thema auf Seite 1, keine Talkshow, in der es nicht um dieses Thema geht. Ist das angemessen und verhältnismäßig?


    Wenn man den verlinkten Artikel von Volker Zastrow liest - ja, das ist guter Journalismus. Das Geseiere, was SPON und andere pausenlos herausfeuern, ist peinlichster BILD-Zeitungs-Stil und hat mich qualitativem Journalismus absolut nichts mehr zu tun.
    Da wird ohne jede neue Erkenntnis weiterhin ein Skandalartikel nach dem anderen gebracht und der Sinn ist nur, Stimmung zu machen und die Leser aufzustacheln. Es ist keinen Deut besser als Sudel-Edes Propaganda-Sendung, nur mit anderen Inhalten.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Uelmuek
    Hast du gestern Jauch gesehen, mostwanted? Der Vermögensverwaltungsrat hat lediglich eine beratende Funktion für den Bischof, keinerlei MitspracheRECHT.



    Dann ist Dir aber aufgefallen wie oft er das betont hat...da stimmt doch was nicht...





    Nachtrag:


    Bis auf den FAZ Bericht ist überwiegend Müll im Rennen und von BILD 2 (SPON) bin ich wirklich enttäuscht, da wird eine EILMELDUNG draus gemacht weil der Bischof von A nach B fliegt, der NICHTS verbrochen hat, ich hätte nie gedacht das ein Magazin so erbärmlich werden kann.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Robert,


    über diesen Punkt sind wir aber längst hinaus. Der Spiegel bringt im Augenblick täglich 5, 6, 7 neue Titelgeschichten obwohl nichts passiert ist, ARD und ZDF senden Brennpunkte, die Zeitungen haben das Thema auf Seite 1. Ist das angemessen und verhältnismäßig?


    Wenn man den verlinkten Artikel von Volker Zastrow liest - ja, das ist guter Journalismus. Das Geseiere, was SPON und andere pausenlos herausfeuern, ist peinlichster BILD-Zeitungs-Stil und hat mich qualitativem Journalismus absolut nichts mehr zu tun.
    Da wird ohne jede neue Erkenntnis weiterhin ein Skandalartikel nach dem anderen gebracht und der Sinn ist nur, Stimmung zu machen und die Leser aufzustacheln. Es ist keinen Deut besser als Sudel-Edes Propaganda-Sendung, nur mit anderen Inhalten.


    Ich sehe die Eskalation der Medienberichterstattung auch nicht unkritisch - das hatte ich ja schon im ersten Posting angesprochen. Ich reagiere aber ausgesprochen allergisch auf jeden Versuch, der Presse einen Maulkorb zu verhängen.


    Medienpolitisch sehe ich ein ganz anderes grundsätzliches Problem. Diese Geschichte um den Bischof wurde im Wesentlichen von der FAZ und dem Spiegel recherchiert, und zwar von den jeweiligen Printredaktionen. Wer wird diese wichtige Aufgabe wahrnehmen, wenn es keinen Printjournalismus mehr gibt? Das Fernsehen, Online-Blogger?

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich sehe die Eskalation der Medienberichterstattung auch nicht unkritisch - das hatte ich ja schon im ersten Posting angesprochen. Ich reagiere aber ausgesprochen allergisch auf jeden Versuch, der Presse einen Maulkorb zu verhängen.


    Medienpolitisch sehe ich ein ganz anderes grundsätzliches Problem. Diese Geschichte um den Bischof wurde im Wesentlichen von der FAZ und dem Spiegel recherchiert, und zwar von den jeweiligen Printredaktionen. Wer wird diese wichtige Aufgabe wahrnehmen, wenn es keinen Printjournalismus mehr gibt? Das Fernsehen, Online-Blogger?


    Ich glaube, dass die Form nicht die ausschlaggebende Rolle spielt. Es ist am Ende wurscht ob es Print-, Fernseh- oder Onlinejournalisten sind, solange die Presse ihre Funktion erfüllt.


    Die wird aber nicht erfüllt wenn ein Medium vom anderen abschreibt, wenn banale Nicht-Ereignisse wie der Flug des Bischofs nach Rom etc. aufgebauscht werden und alle Redaktionen nachziehen wenn eine das Thema zum Aufreger stilisiert. So ist das mit der 4. Macht eigentlich nicht gedacht.


    Was ist mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, was mit dem Schutz von Persönlichkeitsrechten, was mit der Unschuldsvermutung? Die Presse verstößt hier eklatant und flächendeckend gegen Grundprinzipien, das sind keine Ausrutscher Einzelner.


    Ich bin nicht für einen Maulkorb, aber ich erwarte eine funktionierende Selbstreinigung und Eigenkontrolle. Der kommen aber nicht mal mehr die Redaktionen nach, von denen man einen erhöhten Anspruch an die eigene Integrität erwartet.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von susuaberg

    was die Flüge usw. weiter angeht, wenn er eine falsche Aussage gemacht hat, dann ist das eine Sache der Staatsanwaltschaft die zu prüfen und dann Anklage zu erheben, wenn Gesetze missachtet wurden. Dafür haben wir sie, es ist nicht Aufgabe der Medien und der Menschen dies zu tun.



    Leute,erzählt doch nicht schon wieder diesen Quatsch!!!(Das ist unterstes Bild-Niveau und zudem völlig falsch).


    Es ist nicht Sache der "Staatsanltschaft" (!) - jetzt zum 20sten Male!


    Der Bischof (!!!) hat selber den Rechtsstreit mit dem Spiegel angefangen (übrigends in mehren Verhandlungen) und eben vor Gericht(!) eidesstaatlich falsch ausgesagt.Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin einen Strafbefehl beantragt.(der Bischof hat sich hier vor Gericht selbst ans Messer geliefert)


    Ob er die Allgemeinheit (!) im Spiegel Interview belogen hat,ist nicht Sache der Staatsanwaltschaft - es kann sich jeder die Folge dazu bei Spiegel TV anschauen - den öffentlich (!) "Lügen" ist kein "Straftatbestand".Und er hat auch hier offentsichtlich und vorsätzlich eine Falschaussage gegeben.


    Und nochmal:Wäre der Bischof nicht gerichtlich gegen die Berichterstattung des Spiegels vorgegangen und hätte er vor Gericht (!) nicht "gelogen",würde es bis heute keinen beantragten Strafbefehl geben.


    Es gäbe nur die "mediale Aufarbeitung" aufgrund der TV Ausstahlung und der Printausgabe mit dem (fast) gleichen,heutigen Ergebnis.


    Ist das endlich mal verstanden worden???????


    Desweiteren sind von den Gemeindemitgliedern mehrere Strafanzeiegn wegen "Untreue" ertsattet worden - und eben nicht von der Kurie (!).


    Der Vermögens- und Verwaltungsrat spricht von einem "Betrüger" und mal schauen,ob auch noch Strafanzeigen wegen "Betrugs" eingehen:


    http://www.focus.de/politik/de…bischofs_aid_1123167.html


    Und hier ist es auch nicht Sache der "Staatsanwaltschaft" von selbst tätig zu werden im Gegensatz zur Falschaussage bei Gericht.

    P.S:
    Den medialen Kernthesen kann ich mich in meiner Meinung vollkommen anschliessen:


    "Tebartz ist unfähig, uneinsichtig und/oder offensichtlich krank"

  • Strafanzeige wegen "Untreue", soso. Dann müsste man auch eine gegen Riebel stellen, der es gedeckt hat und evtl. beteiligt war. Wer weiß, was da für Spielchen gespielt wurden. Der Mann ist vielleicht falsch, er verhält sich merkwürdig und plaudert angebliche Sitzungsinhalte aus. Was bezweckt er?
    War der Bischof Dorn im Auge? Wurde er vorgeführt?

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Strafanzeige wegen "Untreue", soso. Dann müsste man auch eine gegen Riebel stellen, der es gedeckt hat und evtl. beteiligt war.


    Das müsste und wird geprüft (zuerst von den Medien und dann vielleicht von der StA).:D


    Bis heute kam nur heraus,dass der Verwaltungs- und Vermögensrat kein Mitspracherecht und nur ein eingeschränktes Kontrollrecht hatte.Das kann man glauben - muss man aber nicht....


    FAKT ist jedoch,dass Tebartz (und das Bistum) das Kontrollsysten des Vatikans unterlaufen haben,weil sie die 31 Millionen Baukosten auf 17 Posten aufgeteilt haben.


    Somit kommt jeder Posten unter die 5 Millionen Grenze,denn ab diesem Betrag muss die Angelegenheit dem Vatikan selbst zur Prüfung/Kontrolle vorgelegt werden.


    Die "Kirchenmänner" sind somit ziemlich rafiniert!(e) (Betrüger).;)


    Ob ihr Vorbild und Lehrmeister Jesus,ein Zimmermann,auch so damals am Bau gearbeitet hat?:p
    Ich meine:Nein!Aber mit ihm haben sie auch fast nicht gemeinsam.....

  • Die Geschichte ist m.E. viel banaler: Die drei Herren haben sich in dieser Position gebauchpinselt gefühlt und waren lange Zeit relativ naiv. Ich finde, Zastrow liefert ein recht glaubwürdiges (und auch nicht unkritisches) Portrait der drei Herren ab.


    Das Problem liegt auch darin, dass es zu wenig effektive Kontrollmöglichkeiten in der Katholischen Kirche generell gibt. Das ist keine nach Gesichtspunkten der Gewaltenteilung aufgebaute Institution - ganz im Gegenteil.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe


    Das Problem liegt auch darin, dass es zu wenig effektive Kontrollmöglichkeiten in der Katholischen Kirche generell gibt. Das ist keine nach Gesichtspunkten der Gewaltenteilung aufgebaute Institution - ganz im Gegenteil.


    Der Vatikanstaat ist nuneinmal der Absolutismus der Gegenwart (politisch) und sonst nur dem althergebrachten Kirchenrecht verantwortlich.Generell mal bei Wiki (unter Punkt 5) - sonst gibt es auch viele Aufsätze und Co dazu:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Absolutismus

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