Ukraine / Krimkrise

  • drueckerdruecker:


    Da du dich wohl mit LKW's auskennst, nenne doch bitte mal den Typ der verwendeten LKW's.


    Anscheinend hast du diesen Beitrag von mir nicht gelesen, wo ich Gründe für eine Minderbeladung der Transall angab.



    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Daß zusätzlich keine volle Auslastung erreicht werden kann wegen Bergketten, Höhenlage, Witterung, Landebahn, Manövrierbarkeit, Pipapo ist auch nichts neues.


    Nein, mit Flugzeugen kennst du dich nicht aus.
    Bergketten in Europa <5000m, Dienstgipfelhöhe Transall 8.230 m!
    Landebahn in Erbil 4800 m Asphalt min. Landestrecke: 580 m
    Höhenlage Flughafen 409 m ü. MSL.
    Keine wirklichen Gründe um eine 16Tonnen fassende Transall mit nur 6,6 Tonnen zubeladen.


    Es sei denn, die Ladung bestand aus Zelten und diese waren schon aufgebaut.


    Edit: Jetzt haben wir den Grund gefunden: Steilanflug (Kontrollierter Absturz)!

    Zitat

    Um möglichen Angriffen mit handgestützten Waffen zu entgehen, näherte sich die Transall in einem sogenannten taktischen Anflug. Dabei gingen die Piloten aus großer Höhe zur Landung abrupt in einen steilen Sinkflug über.


    Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Ers…Irak-article13432046.html

  • Natürlich kenne die russichen LKWs nicht. Das sind keine 7,5 oder 12 Tonner. Ob das nun Vierzigtonner sind oder etwas weniger oder etwas mehr, das weiß ich nicht, ist aber auch nicht so wichtig. Es werden aber keine Scheinriesen im Endeschen Sinn sein, deren großer Laderaum bei näherem Hinsehen immer kleiner wird und die gerade mal die Beladung mit Styropor aushalten. Ich bin auch weder Berufspilot, noch Flugplaner. Warum die einen soviel und die anderen sowenig laden, können wir nur mutmaßen. In einer scheinbaren Expertendiskussion jenseits von Basisfakten, Berichten und Indizien erkenne ich keinen Sinn, zumal der Transport in den Irak mit dem vor die ukrainische Grenze überhaupt nichts zu tun hat. Der eine ist unbestritten, der andere fragwürdig.


    Gestern ist mir übrigens aufgefallen, daß die Frankfurter Allgemeine die Kommentarfunktion bei den Artikeln zu den Themen Ukraine und Irak abgeschaltet hat. Auch bei älteren Artikeln, bei denen man in der Übersicht noch die Anzahl der Leserkommentare angezeigt bekommt, haben bei Aufruf die Kommentarfunktion nicht mehr und die bisherigen Kommentare werden auch ausgeblendet. Bei näherem Nachdenken halte ich das sogar für vernünftig. Dem Informationsfluss tut das ja keinen Abbruch. Wer will, der kann ja nach wie vor einen regulären Leserbrief schreiben, aber die Horden können sich nicht mehr im öffentlichen Raum auf fremdem Gelände feindselig breitmachen, beliebig ins Gegenteil verzerren und in all ihren Kommentaren die Schuld auf tatsächlich kaum Beteiligte, größtenteils sogar nichtmal sonderlich Interessierte schmieren.


    Es wäre zwar schade, wenn die engagierten Putinversteher dazu führen, daß die Kommentierbarkeit eingeschränkt wird. Aber das Leben ist kein Ponyhof. Müssen sie eben woanders agitieren, auch wenn es dort kein so schönes Publikum gibt. Selbst die Volksseele war nie sonderlich zitierfähig und pointenreich, die fremdgesteuerte oder selbstberufene Agitatorenseele ist's noch viel weniger.


    P.S.: Und was genau an dem militärischen Anflug auf den irakischen Flughafen in unsicherer Gegend ist nun neu oder überraschend? Es kann dann natürlich nicht das volle Gewicht zugeladen werden, weil die Manövrierbarkeit ja erhalten bleiben muss. War schon erwähnt, ist aber eigentlich klar, von anderen Fällen bekannt und hat ja eigentlich so oder so hier nichts verloren.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Als Prorusse und Putinversteher hat man aber schon ein sehr schweres Leben, denn man muss bei allem Drehungen und Wendungen finden, daß der Gute weiterhin gut dasteht und der Böse weiterhin böse.

    Siehste, so dreht es sich jede Seite wie es ihr passt.
    Aber wie immer beim Druecker wird eher unsachlich diskreditiert anstatt etwas konstruktives beizutragen.
    Herrlich das du für jeden anderer Meinung dein eigenes Schublädchen hast. :top:

  • Ein weiter Putinversteher wendet ein, dass es Hilfsgüter gibt, wo man das Transportfahrzeug voll belädt (regelrecht "vollstoptft"), um mit dieser Ladung dann nicht einmal annähernd das zulässige Gesamtgewicht zu erreichen. Viele Hilfsgüter sind dafür einfach zu leicht. Hilfsgüter sind eben keine Waffen, mit denen eine Auslastung problemlos zu erreichen wäre.


    Hinzu kommt, dass Hilfstransporte oft schon bei der Ankunft um einiges leichter geworden sind, als sie es bei der Abfahrt noch waren. In manchen Ländern sind die Straßen so schlecht, dass auf dem Weg relativ viel vom den Lastern fällt ... :rolleyes:


    Auch andere Gründe können dazu führen, dass Fahrzeuge teilweise leer bleiben. Das Rote Kreuz hat Erfahrung mit der Koordination von Hilfstransporten. Schickt man (wie es mir im konkreten Falle scheint) "auf gut Glück" das, was man ad hoc für das Richtige hält, würden mich die Bilder des unkoordiniert erscheinenden russischen Transports nicht wirklich wundern.


    Fazit:
    Selbst ein vollbeladener 16-Tonner muss nicht immer 16 Tonnen wiegen ... was man mit ein wenig geistiger Flexibilität vielleicht auch ohne Erfahrung mit Hilfgütern erkennen könnte. ;)


    Und auf jeden Fall ist eine möglicherweise hastig zusammengewürfelte (die Güter lagern ja nicht Jahr und Tag zentral und warten nur auf ihre Verladung) und vielleicht durch "viele Köche" realisierte Hilfslieferung immer noch besser als gar keine.



    Edit:
    = gestrichen =

  • Vielleicht ist der Krieg schneller vorbei als gedacht


    Der rechte Sektor stellt Präsident Poroschenko ein Ultimatum zur Freilassung seiner inhaftierten Genossen und zur Rückgabe beschlagnahmter Waffen.
    Dazu sei daran erinnert, dass sich der 'Rechte Sektor' bisher stets als straff militärisch organisierte Truppe gezeigt hatte. Die Mitglieder haben nicht nur als Maidan-Kämpfer gezeigt, wie gut sie militärisch geschult sind. Sie ließen sich auch nicht in die 'Nationalgarde' integrieren sondern kämpfen als 'Asov-Bataillon' mit hoher militärischer und zugleich fanatischer Kampfkraft gegen die Separatisten.
    Im Gegensatz zu den eingezogenen Reservisten der regulären ukrainischen Armee, ist das Asov-Bataillon als offensiv-taktische Einheit für den kommenden Häuserkampf nahzu unersetzlich.


    IMHO haben die Führer des 'Rechten Sektors' dies scheinbar auch erkannt und wollen sich nicht im Häuserkampf 'verheizen' lassen, bevor sie keine entsprechenden Garantien ihrer bisherigen Machtpositionen erhalten haben.
    Ich will ja nicht unterstellen, dass Poroschenko insgeheim gehofft hat, dass sich das Problem der rechten Regierungsmitglieder beim Häuserkampf 'von selbst' erledigt....
    ...wobei man allerdings davon ausgehen darf, das das Asov-Bataillon danach sicher keine Bataillionsstärke mehr haben dürfte und damit auch die Machtbasis ihrer Führer schwinden würde.


    Andererseits düfte auch klar sein, dass man keine Reservisten in einen mörderischen Häuserkampf schicken kann. Abgesehen von den geflohenen Elite-Einheiten Janukowitzschs stehen ihnen dort vermutlich auch 'Reise-Kämpfer' aus anderen Kriegsgebieten gegenüber, die mit ihrer Kampferfahrung und der Defensiv-Stellung zu einem Blutbad unter den unerfahrenen Reservisten führen würden.


    Jetzt wird sich zeigen, wie abhängig sich Poroschenko machen wird:
    Macht um jeden Preis oder eine auf Ausgleich angelegte Lösung MIT den Separatisten.... Versöhnung wäre vermutlich in diesem Krieg bereits illusorisch :rolleyes:
    Auf jeden Fall kann er jetzt nicht mehr so weiter machen, wie bisher....


    PS: Ich bin mal neugierig, ob sich unsere 'Staatsmedien' trauen, diese Nachricht auch zu ignorieren und weiter das Gut-Böse-Szenario kolportieren :p


    PSS: mal noch eine Ergänzung zur Zahl der eingesetzten Hilfs-LKWs, die hier so intensiv diskutiert wird:
    Sicher kann man technische Erwägungen, wie Belastbarkeit von Brücken oder Befahrbarkeit von Straßen in Krieggebieten in die Überlegungen mit einbeziehen.
    Wesentlicher dürfte aber die Wirkung der großen Zahl 'weißer Fahrzeuge' im Kriegsgebiet sein:
    Einerseits herrscht überall, wo so ein Fahrzeug steht Waffenruhe und andererseits würde eine kleinere Zahl, verteilt auf eine Großstand, auch ein wenig 'verloren' wirken.
    Von der Möglichkeit, ggf möglichst viele Flüchtlinge mit Hab und Gut zu evakuieren mal ganz abgesehen.

  • Durch Zufall bin ich über eine Webseite (nein, ich besuche die Webseite nicht öfter und weiß nicht, wer dahintersteckt) auf einen Link betreffend ein ausführliches Gespräch mit Dr. Daniele Ganser (m.w. Historiker an einer Schweizer Uni) gestoßen, in dem das Thema Propaganda ausführlich abgearbeitet wird. Leider habe ich (momentan) nicht die Zeit, es komplett anzusehen. Den Ausschnitt, den ich gesehen habe, halte ich aber für ungemein informativ.


    Ich versuche jetzt (erstmalig und ohne Gewähr) den Link hierhin zu übertragen:


    KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (August 2014)


    Die Quellen, die ich bisher von Dr. Ganser kenne, halte ich durchaus für seriös.

  • Was ist denn gemeint mit den Quellen, die von Dr. Ganser bekannt sind? Was er publiziert hat, wo er es publiziert hat oder was über ihn berichet wird? Ich kannte ihn bisdato nicht namentlich, kann ihn als 9/11 Verschwörungstheoretiker aber auch überhaupt nicht ernstnehmen. Aber wen ja wohl auf jeden Fall kennt, wenn man nicht entweder unter einer Glaskugel lebt hat oder selbst im selben Strom mitschwimt, daß ist der Initiator dieser Videoserie, Ken Jebsen: beim RBB wegen Antisemitismus rausgeflogen, ebenfalls 9/11 Verschwörungsanhänger, Verfassungsfeind, Bushidobeschützer, Antiisraeli, Elsässerkumpan und Compact-Beiträger. Angesichts dieser Liste ist wahrscheinlich dann doch eher nicht Glaskugel, sondern das Mitschwimmen im gleichen, trüben Strom, der einen Jebsen in einem extra erstellten Hinweisbeitrag für nicht erwähnenswert halten lässt.

    Je suis Charlie

  • Re: Vielleicht ist der Krieg schneller vorbei als gedacht


    Ich versuche gerade hier im Thread hinterher zu kommen und finde es schon sehr interessant, dass die Aussagen des DNR-Chefs über massive militärische Hilfe aus Russland und die Berichte der int. Journalisten über das Eindringen der rus. Militärtechnik von den üblichen Verdächtigen ignoriert werden.
    Stattdessen werden Details über den dämlichen Konvoi diskutiert und Ukraine wird vorgehalten, über die Zerstörung den rus. Militärkolonne zu lügen. Zum letzteren:


    1) Der Angriff konnte eigentlich nur mit ballistischen Raketen (Tochka U), Artillerie oder Flugzeugen erfolgt sein. Ukraine hat keine Satelliten oder leistungsstarke Drohnen um das Ganze zu dokumentieren, jegliches Fluggerät wird auf allen möglichen Flughöhen (...) abgeschossen (wie auch heute wieder eine Mig-29). Wie soll Ukraine Bilder davon liefern? Hinfahren und Handy zücken? Im Grenzgebiet wird mittlerweile absolut alles in Grund und Boden geschossen, weil die Russen vor Ort sowie diejenigen auf rus. Territorium das Gebiet mit Grad-Raketen und Arterielle beschießen. Unabhängige Reporter sind im LNR-Niemandsland längst nicht mehr anzutreffen. So gut wie alle Bilder in rus. TV-Beiträgen werden von LNR/DNR aufgenommen.
    Sollen nun diese Leute Bilder zu ihren zerstörten Kolonen liefern? Die sind zwar manchmal so dumm und filmen sogar ab und zu ihre Kriegsverbrechen selbst, aber darauf kann man ja nicht immer setzen.


    2) Es ist doch eigentlich egal, ob nun genau diese Kolone zerstört wurde, oder ob Poroschenko gelogen hat bzw. vom Mil.-Stab angelogen wurde. Der Kampfmoral würde eine solche Lüge sicherlich nicht schaden. Aber: der Grenzübertritt wurde von int. Journalisten dokumentiert und zugleich vom neuen DNR-Führer bestätigt!


    Aus aktuellem Anlass wäre es daher interessant zu erfahren, in wieweit Russland nach Lesart der Putinversteher in den Konflikt involviert ist? Der letzte Stand seitens Radio Wedau war ja, dass Russland nichts gegen die Waffenlieferungen und den Zustrom von Freiwilligen unternehmen kann. Das war aber schon ein paar Monate her.


    Denn nun tauchen auch solche Videos auf:
    https://www.youtube.com/watch?v=4mv87tLyQWo&t=25s (jugendfrei)
    Was ist im Video zu sehen?
    Eine rus. Modernisierung des BTR-80, BTR-80A (Einführung. 1994) bzw. BTR-82A (Einf. 2009):


    Vergleichsfotos: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:BTR-82A


    Dazu СРС Rücksäcke (система радиосвязи ) - russisch für: System für Radiokommunikation.




    Und an der Stelle gibts direkt ein Allahu Akbar hinterher:
    https://www.youtube.com/watch?v=4mv87tLyQWo&t=1m39s
    ....wie man das halt im Donbass kennt, nech?

  • Da die Ukraine nicht über das erst seit diesem Jahrzehnt produzierte Modell BTR-82a verfügt, haben die Amerikaner es wahrscheinlich beim russischen BTR-Pförtner unterm Tisch gekauft und für böse False Flag-Zwecke in der ukrainischen Mobilisierungsreserve im Donbas eingelagert, von wo es die herzensguten Separatisten erobert haben. Und nun zeigen die Amerikaner mit ihrem dreckigen Finger auf die sauberen Russen, daß die herzensguten Separatisten über angeblich unzweifelhaft russisches Militärgerät verfügen. Und Onkel Putinskaja wird sagen, daß man in Militaryshops ja nicht nur beliebige Uniformen bekommen kann, sondern auch Plastenachbildungen beliebiger Militärfahrzeuge. Dann ist auch zu verstehen, warum ausgerechnet die herzensguten, aber auf eigene Beschaffung unter suboptimalen Bedingungen angewiesenen Separatisten über neueste, neue Militärfahrzeuge ohne vorherige Gebrauchsspuren verfügen. Die dummen Ukrainer lassen ihre eigenen Soldaten ja nur in verkratzem und eingedelltem Militärgerät herumfahren und bewahren die schönen, neuen und besseren Geräten fein in ihren Depots auf, damit sie einen guten Wiederverkaufswert behalten und für wirkliche Gegner verfügbar bleiben.

    Je suis Charlie

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