Ukraine / Krimkrise

  • Die aktuelle Entsendung deutscher Soldaten entspricht m.E. der seinerzeit (auch von mir) befürworteten Blauhelmlösung, mit der der gesamte Bürgerkrieg möglicherweise hätte vermieden werden können.


    Damals war der Westen aber nicht zur Entsendung bereit und Russland hatte man entsprechendes untersagt. Der nunmehrige Sinneswandel (den ich begrüße) kommt für mich überraschend ... verbunden mit der Frage: Warum nicht gleich so? :confused:


    Eine internationale Truppe (nicht nur USA/EU) ist das, was ich mir von Beginn an gewünscht hätte. So wäre der Vorwurf der Durchsetzung rein nationaler Interessen zu vermeiden gewesen.

  • Apropos Bundeswehreinsatz in der UA:


    Nix fliegt ... nix fährt ... bilden die zu entsendenden Soldaten jetzt Fahrgemeinschaften? :D



    Edit:
    Na ja ... die Bundesregierung war über den Zustand der BW wohl früher informiert als der gemeine Bürger. So sei ihr die Neigung, den Kontakt zum Rockzipfel von Mama USA nicht verlieren zu wollen, nachgesehen.


    Einladungen an Russland, die Bundesrepublik kampflos zu übernehmen, waren jedenfalls nie meine Absicht.


    Langsam fange ich sogar an, die paranoide Einstellung des Baltikums nachvollziehen zu können ... bis zu uns ist von Moskau aus auch nicht wirklich weit. :p


    Der aktuelle Bundeswehrbericht macht sogar die Ausraster von Rasmussen wenigstens in Teilen nachvollziehbar. Dennoch halte ich das von ihm an den Tag gelegte Verhalten für eine verantwortliche Person seines Ranges für nicht entschuldbar.


    Die Wehrfähigkeit der NATO setze ich allerdings voraus, wenn ich an ein konstruktives Verhältnis zu Russland denke.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Langsam fange ich sogar an, die paranoide Einstellung des Baltikums nachvollziehen zu können ... bis zu uns ist von Moskau aus auch nicht wirklich weit. :p

    Wohl fast niemand ist schon die ganze Zeit bewusst gewesen, daß es von Deutschland bis zur Ukraine nichtmal die Hälfte der Strecke ist, wie von dort bis nach Luhansk. Und wir wissen ja alle, in wie wenig Tagen Master Putin samt Armee Kiew erreichen und erobern kann.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Naja, innerhalb 14 Tagen in Kiew.
    Ist Propaganda.
    Genauso, wie früher, als der Warschauer Pakt in 8 Tagen am Rhein stehen sollte.
    Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/star…l-auf-westeuropa-1.830358


    Für diesen wertvollen Link kriegst Du von mir den Blücher-Orden verliehen. :D


    Das Besorgniseregende an diesem Artikel sind die Parallelen zu heute: scheinbar hat Putin mit seiner Sowjet-Nostalgie auch die nukleare Erstschlagsdoktrin der Sowjetära wiederbelebt, denn bei den russischen Manövern Zapad 2009 und 2013 wurde ja eben solch ein nuklearer Erstschlag gegen einen rein konventioenllen Gegner geübt (als Ziele: Polen und das Baltikum), denn damals wie heute geht man in Russland scheinbar davon aus, daß die Amerikaner nur wegen der Europäer nicht zur garantierten gegenseitigen Vernichtung greifen würden.
    Putin würde an den verhassten Polen nach Mafia-Art ein nukleares Exempel stratuieren, und schon würde der Rest Europas auf Knien um Gnade betteln. Putins offen gezeigte Vorliebe für Atomwaffen spricht Bände.


    Der desaströse Zustand des europäischer Nato-Armeen nach einem Vierteljahrhundert der Abrüstung ist auch dem Kreml bestens bekannt, und trotzdem wird durch Moskaus Propaganda-Apparat die Fiktion einer Bedrohung Russlands durch die Nato verbreitet, um die eigene massive Aufrüstung, "Präventiv"-Kriegsübungen und die Erzwingungb von Pufferzonen zu legitimieren.
    http://www.faz.net/aktuell/pol…t-geruestet-13192496.html

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    die Fiktion einer Bedrohung Russlands durch die Nato verbreitet


    die nato ist ein angriffsbündnis und bedrohung für die ganze welt.

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Wohl fast niemand ist schon die ganze Zeit bewusst gewesen, daß es von Deutschland bis zur Ukraine nichtmal die Hälfte der Strecke ist, wie von dort bis nach Luhansk. Und wir wissen ja alle, in wie wenig Tagen Master Putin samt Armee Kiew erreichen und erobern kann.


    Das wussten wir wohl ... was uns nicht bekannt war, ist der Umstand, dass die russische Armee schneller an der deutschen Ostgrenze sein kann als die Bundeswehr. :p



    Edit:
    Wenn wegen der Sanktionen weniger Rüstungsexporte stattfinden, bleibt vielleicht auch mal was für die Bundeswehr - das man günstigerweise gleich an der Ostgrenze stationiert, damit man nicht erst Jahre auf die Bereitstellung geeigneter Transportgelegenheiten durch die Industrie warten muss. Allergünstigstenfalls sogar in fußläufiger Entfernung zur Grenze ... :D

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    ... und trotzdem wird durch Moskaus Propaganda-Apparat die Fiktion einer Bedrohung Russlands durch die Nato verbreitet, um die eigene massive Aufrüstung... zu legitimieren.

    Komisch nur, dass allein die US-Rüstung mit 640Mrd Dollar mehr als das 7fache der russischen Rüstung verschlingt.
    Nimmt man nur die größten Nato-Rüstungsländer zusammen, wendet die NATO mehr als das 10fache der russischen Rüstungsausgaben auf


    Eigentlich müsste man diesen Kosten noch die Kolateralschäden der jüngsten Sanktionen gegen Russland hinzufügen.
    Zur 'Ehrenrettung' der EU-Politiker sei aber erwähnt, dass die Sanktionen uns von der US-Administration aufgezwungen wurden - gegen den Willen der EU-Regierungen

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    ...
    Zur 'Ehrenrettung' der EU-Politiker sei aber erwähnt, dass die Sanktionen uns von der US-Administration aufgezwungen wurden - gegen den Willen der EU-Regierungen


    Das sehe ich leider nicht so ... zum "Zwingen" gehören immer zwei Beteiligte, von denen sich einer zwingen lässt. Und dazu bedurfte es offensichtlich nicht viel.


    Die europäischen Reaktionen auf amerikanische Begehrlichkeiten anlässlich des Überschreitens von Obamas "Roter Linie" in Syrien hatten gezeigt, dass es auch anders geht.

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