Nun gut ... stellt jemand fest, dass seine Bemühungen erwartungsgemäß vollkommen unnütz sind, ist es nachvollziehbar, wenn er dann den Weg beschreitet, der von Beginn an erfolgversprechend gewesen wäre.
Ein Problem gibt es aber:
Ob der ursprüngliche erfolgversprechende Weg jetzt überhaupt noch offen ist, wage ich zu bezweifeln. Zwischenzeitlich wurde ein dermaßen breiter Graben zwischen den Konfliktparteien aufgerissen, dass eine kurzfristige Einigung kaum noch möglich ist.
Zudem haben sich beide Parteien inzwischen auf Maximalforderungen versteift und könnten aufgrund der jeweiliger hoher Verluste in eigenen Reihen geneigt sein, schon aus Prinzip zu gegenseitigen Zugeständnissen nicht bereit sein.
Zumal sie ohnehin bis dato ihre Sturheit bewiesen haben. Solange der Westen dem Poroschenko-Clan das Gefühl gibt, im Recht zu sein, halte ich die Chancen für ein (erforderliches) Einlenken auch dieser Seite nahe Null.
Die gegenwärtigen Vermittlungsbemühungen dürften am Ehesten wohl Ausfluss einer allgemeinen Ratlosigkeit sein.
Edit:
Der Boden für eine Einigung könnte sich vielleicht dann bereiten, wenn Poroschenko die von ihm gegründete Teilrepublik gegen die Wand gefahren hat, um den Weg für eine konsensfähige gemeinsame Regierung der UA freizumachen. Gewiss ist aber auch das nicht (mehr).