Ukraine / Krimkrise

  • Vielleicht legt Putin es ja darauf an, dass die Ukrainer sich an fremdem Gas bedienen, um so Unfrieden zu stiften. Wundern würde mich das nicht.


    Die einzige Lösung, die ich sehe ist, dass die EU der Ukraine baldmöglichst gestattet, an fremden Leitungen zu "naschen". Eine solches Szenario erwarte ich seit längerem, weswegen ich auch die seinerzeitige Diskussion um die Umkehr der Flussrichtung einer Pipeline in Richtung Osten für entbehrlich hielt.


    Ein logistisches Problem, die Ukraine auf unsere Kosten mit Gas zu versorgen, sehe ich nicht. Dass die Westorientierung der UA ein Miliardengrab für die EU ist, steht lange fest und die Frage, ob die Miliarden als Geld- oder Sachleistung (über die Entnahme von Gas aus unseren Leitungen) fließen, sehe ich nicht als wesentlich an.


    Der momentan gewählte Weg des Lieferstopps hat eigentlich keinerlei Auswirkungen auf das Verhältnis der Beteiligten untereinander, weil die EU den Gasverbrauch der Ukraine unterm Strich ohnehin hätte finanzieren müssen (weil Russland als Gönner wegfällt und die UA selbst nicht zahlen kann).

  • a) niemand kann mit Gewissheit Fragen beantworten, die die Zukunft betreffen
    b) wurde das Thema hier schon dutzende Male besprochen


    Frank, gib es einfach auf. Mit dir und den Gasflows wird das nichts mehr...

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    ...
    Frank, gib es einfach auf. Mit dir und den Gasflows wird das nichts mehr...


    Dann erläutere doch mal Deine Bedenken, anstatt wieder nur (persönlich adressierte, was wir eigentlich lassen wollten) Brocken zu streuen, deren Sinn sich nicht erschließt.


    Du scheinst als einziger dieses ominöse Problem zu sehen.

  • Ich habe dir hier schon mehrmals etwas zu den Gasverträgen und Gasflows gesagt. Hier gilt es vor allem zwischen Transitgas und Eigengas zu unterscheiden. Ein simples "Abzweigen" ist schon einmal gar ncht möglich, da der Druck in der Pipeline konstant gehalten werden muss usw usf. Wenn es dich wirklich interessiert, lies dich ein. Es gibt genug Material im Netz.


    Edit:
    Aber gute Idee. Ab sofort werde ich meine Posts nicht mehr persönlich andessieren. Du lässt das dann aber auch sein, ja? :p

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    ... Hier gilt es vor allem zwischen Transitgas und Eigengas zu unterscheiden. Ein simples "Abzweigen" ist schon einmal gar ncht möglich, da der Druck in der Pipeline konstant gehalten werden muss ...


    Diese Darstellungen sind das Eine.


    Auf der anderen Seite stehen aber Durchleitungsverluste, die glaubhaft und nachvollziehbar nur dadurch zu erklären sind, dass die Ukraine bereits in der Vergangenheit Gas aus Transitleitungen abgezweigt hatte.


    Und wenn dann ich Abhandlungen lese, dass tatsächliche Geschehnisse eigentlich gar nicht möglich sind, reagiere ich darauf mit großer Skepsis.


    Bisher hatte ich keinen Anlass, Berichten über Entnahmen aus Transitleitungen zu misstrauen.


    Waren das Medienenten? Wie könnten die Durchleitungsverluste sonst zu erklären sein?

  • Bisher hat die Ukraine nachweislich 1x Gas abgezweigt. Dies war im tiefsten Winter vor ein paar Jahren und die Speicher waren leer. Nun sind die Speicher aber gefüllt.


    Mal abgesehen von der technischen Seite, welchen Sinn macht es für die Ukraine in der heutigen Situation, Gas, das für Westeuropa bestimmt ist, abzuzweigen?

  • Den Sinn sähe ich darin, die Gaslieferungen des RWE an die Ukraine zu vereinfachen.


    Eine Möglichkeit wäre die technische Umrüstung (Umkehr der Flussrichtung) einer Pipeline von West nach Ost. Die Alternative sähe ich darin, dass die Ukraine die zugestandene Menge einer Transitleitung entnimmt, ohne dass das Gas den Umweg über Deutschland nimmt. Nach logischen Gesichtspunkten müsste letzteres die pragmatischere Lösung sein.


    Mit einer direkten Belieferung der Ukraine durch Gazprom rechne ich mittelfristig nicht. Wenn ich das richtig verstanden habe, lehnt die Ukraine den Kompromissvorschlag der EU auf einen Gaspreis (von meiner Erinnerung nach) etwa 380 USD je Einheit weiterhin ab.

  • Die Russen fordern 385 USD/1000 Kubikmeter, während die Ukrainer den bisherigen "Freundschaftspreis", wie die Russen meinen, von 268,5 USD zahlen wollen.
    Ist in dem bis 2019 gültigen Vertrag eine Preiserhöhung vorgesehen?
    Wenn nicht, kann die Ukraine auf dem bisherigen Preis bestehen.
    Warum fordert die Ukraine aber dann einen neuen Vertrag? Da dürften die Russen den Preis pro 1000 Kubikmeter bestimmen.
    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/pol…israbatt-ab-12983904.html

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