ZitatOriginal geschrieben von mostwanted
Dann bekommt er am nächsten Tag in der Firma im Beisein eines Zeugen die nächste Kündigung.
Oder man lässt einen Boten den Inhalt zur Kenntnis nehmen und dieser übergibt das Schriftstück der Zuhause anwesenden Ehefrau.
Ob eine Übergabe an die Ehefrau vor Gericht Bestand hätte wage ich zu bezweifeln... Ist aber auch egal weil es sowieso keinen Sinn macht sich mit dem AG zu zanken.
Ich zitiere mich mal selbst: "Wenn X die Kündigung mit sofortiger Freistellung als unwirksam betrachtet muss er am Montagmorgen konsequenterweise zur Arbeit erscheinen. Es wird dann vermutlich nicht lange dauern bis ein Vorgesetzter kommt und nachfragt. Dann muss man die Hose herunterlassen und wird Minuten später eine neue/verbesserte/aktualisierte Ausfertigung der Kündigung vorliegen haben..."
Schon klar, dass X hier wenig gewinnt. Er muss am Montag arbeiten gehen wenn er argumentiert, Kündigung und Freistellung seien unwirksam. Der Chef wird ihm die Kündigung 3 Minuten später mit korrekten Daten - wenn er nicht ganz blöd ist - unter Zeugen nochmal übergeben und X steht 10 Minuten nach Arbeitsbeginn wieder draußen - mit korrekter Kündigung. Gewonnen hat X damit nur die paar Tage, um die sich die ganze Aktion mit der korrekten Kündigung damit verschoben hat.
@SAR
Wenn es zu einer Kündigung kommt hat für eine oder beide Seiten etwas nicht gepasst. Menschlich ist verständlich, dass immer auch Enttäuschungen im Spiel sind. Sachlich bestehen aber nach gerade mal 2,5 Monaten kaum Ansprüche, für die es wert wäre, seine Energie in eine Auseinandersetzung zu investieren.
Deswegen mein Rat: X sollte sich nicht lange mit diesem schlechten AG herumärgern sondern seine Energie dafür investieren, seine Zukunft bei einem anderen AG zu organisieren.
Was den Lebenslauf angeht: anstatt sich mit dem AG zu zoffen sucht man besser den Konsens. Beispielsweise: X macht keine Zicken bzgl. dessen, was während der Beschäftigungszeit und mit dem Kündigungsdatum schief gelaufen ist, dafür attestiert der AG im Arbeitszeugnis eine von vorneherein auf 3 Monate befristete Tätigkeit. Damit ist X elegant raus.
Auch wenn man sich dahingehend nicht einigen kann, ist das kein Weltuntergang. X sollte bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen offen damit umgehen: es hat bei diesem Unternehmen eben nicht gepasst. Man hat es aber erkannt und das Bestmögliche daraus gemacht, nämlich sich gütlich getrennt und so beiden Seiten die Chance eröffnet, sich für eine bessere Zukunft zu positionieren. Damit macht man keinen Minus- sondern einen Pluspunkt.
Wenn X natürlich ständig nicht klarkommt und die Stellen wechselt/wechseln muss, ist irgendwann mal Schluss mit dem Verständnis und dem Pluspunkt...