Bewusst falsche Titelangabe im Beruf

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Also: Schlechtes Beispiel. ;)


    Nö. Es ging mir ums Prinzip und im Prinzip ist ja so dass der Arbeitgeber für bestimmte Tätigkeitsfelder/Positionen ein Diplom voraussetzen. Nicht mehr und nicht weniger. :cool:

  • Und als Beispiel für dieses Prinzip führst du eine Stelle an, die kein Diplom voraussetzt. In dem Sinne also ein schlechtes Beispiel.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon Und was das arbeiten angeht, so will selbstverständlich kein Akademiker faulenzen, aber er erwartet sehr wohl eine Wertschätzung seiner erbrachten Leistungen (Abitur, Studium) in Form von mehr Lohn als dem, was er für die gleiche Arbeit -ohne Studium und Abitur- bekommen würde.


    Wenn sich ein Akademiker z.B. für eine Techniker-Stelle bewirbt, verdient er natürlich nur Techniker-Geld.
    Ein Arbeitgeber wäre ja regelrecht bescheuert, wenn er einen Akademiker auf einer Techniker-Planstelle als Akademiker bezahlt (jedenfalls wenn er problemlos einen geeigneten Techniker für den Job finden würde).


    Zitat

    Original geschrieben von scaleon Das haben sich Akademiker nicht nach dem Studium ausgedacht, sondern darauf basiert im Kern jedes Bildungssytem


    Du hast Dir das gerade ausgedacht :rolleyes: .


    Richtig wäre gewesen: Durch das abgeschlossene Studium verfügt der AN in der Regel über einen Bildungs-Mehrwert gegenüber z.B. einem Techniker. Diesen Mehrwert bezahlt der AG gern.

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon Als Akademiker ist man in den allermeisten Fällen gehaltsmäßig entweder der Willkür des Arbeitgebers ausgeliefert oder man muss im harten Wettbewerb standhaft bleiben und bestehen können.


    Als FÄHIGER Akademiker braucht man keinen gesetzlichen Betreuer (Betriebsrat, Gewerkschaft), welcher dem Akademiker vorschreibt, wieviel Geld er verdient. Ein FÄHIGER Akademiker verhandelt selber, und wenn das Verhandlungsergebnis nicht o.k. ist, dann geht er woanders hin.


    Zitat

    Original geschrieben von HHFD Vergessen wird oft auch, daß ein Facharbeiter Schlag 16.00 Uhr nach Hause gehen kann. Überstunden/Schichtdienste werden extra bezahlt.


    Ein angestellter Akademiker dagegen arbeitet u. U. 60 Stunden pro Woche, bekommt aber Überstunden nicht separat bezahlt. Das reduziert den effektiven Stundenlohn dann doch noch recht deutlich.


    Wer als Akademiker damit einverstanden ist, dass er effektiv je Arbeitsstunde inkl Überstunden soviel verdient wie der ihm unterstellte Facharbeiter, macht massiv etwas falsch.


    In einem meiner früheren Jobs war das tatsächlich so, dass die Ingenieure unbezahlte Überstunden schrubben mussten, und die Facharbeiter haben 16 Uhr das Werkzeug fallen gelassen, so dass diese pro Stunde tatsächlich nicht viel weniger als der Ingenieur verdient haben. Zum Beispiel wurde erwartet, dass die Ingenieure bei Sonderschichten am WE kostenlos arbeiten. Die Facharbeiter haben stattdessen z.B. am Sonntag volles Gehalt + 100% Sonntagszuschlag erhalten.


    Das Ergebnis war: Jeder Ingenieur, der auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen hatte, war schnell wieder weg. Dort geblieben sind nur die am Arbeitsmarkt schlecht vermittelbaren Ingenieure. Irgendwann war die Firma pleite.

  • Zitat

    Original geschrieben von raix
    Und als Beispiel für dieses Prinzip führst du eine Stelle an, die kein Diplom voraussetzt. In dem Sinne also ein schlechtes Beispiel.


    Ich hätte jedes andere Beispiel nehmen können, aber ihr würdet sicherlich auch dieses leugnen in dem ihr irgendwelche Ausnahmen als die Regel rausholt. Mein Beispiel sollte lediglich überspitzt dazu dienen, dass -in der Regel- im Beruf je nach Bildungsstand jedem Grenzen gesetzt sind. Die Putzfrau wird weiterhin keine Kanzlerin werden können, die Oberschwester keine Oberärztin und mit einem RSA-Abschluss wird man auch kein Lehrer. Ich weiß gar nicht was diese Disskusion sein soll... :rolleyes:


    Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Du hast Dir das gerade ausgedacht :rolleyes: .


    Richtig wäre gewesen: Durch das abgeschlossene Studium verfügt der AN in der Regel über einen Bildungs-Mehrwert gegenüber z.B. einem Techniker. Diesen Mehrwert bezahlt der AG gern.


    Und was ist jetzt an meiner Aussage falsch? :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon
    Ich hätte jedes andere Beispiel nehmen können, aber ihr würdet sicherlich auch dieses leugnen in dem ihr irgendwelche Ausnahmen als die Regel rausholt. Mein Beispiel sollte lediglich überspitzt dazu dienen, dass -in der Regel- im Beruf je nach Bildungsstand jedem Grenzen gesetzt sind. Die Putzfrau wird weiterhin keine Kanzlerin werden können, die Oberschwester keine Oberärztin und mit einem RSA-Abschluss wird man auch kein Lehrer. Ich weiß gar nicht was diese Disskusion sein soll... :rolleyes:


    Du hättest als Beispiel den höheren Dienst nehmen können. Dafür ist ein Master-Abschluß Pflicht und da gibt es nichts zu diskutieren. Du hast aber ein Beispiel genommen bei dem gerade keinerlei formale Qualifikation notwendig ist, um die Wichtigkeit formaler Qualifikation zu unterstrichen. Auf den Hinweis, dass dies etwas merkwürdig ist, reagierst du nun patzig und mit Unterstellungen.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Als FÄHIGER Akademiker braucht man keinen gesetzlichen Betreuer (Betriebsrat, Gewerkschaft), welcher dem Akademiker vorschreibt, wieviel Geld er verdient. Ein FÄHIGER Akademiker verhandelt selber, und wenn das Verhandlungsergebnis nicht o.k. ist, dann geht er woanders hin.


    Das gleiche kannst du natürlich auch auf Facharbeiter, Tarifbeschäftigte und Staatsbedienstete übertragen. Sind die alle unfähig, dass sie einen Tariflohn bräuchten? :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von raix
    Auf den Hinweis, dass dies etwas merkwürdig ist, reagierst du nun patzig und mit Unterstellungen.


    Naja was heißt denn merkwürdig? Kein Kanzler hat sich beim Pförtner mit einer Bewerbermappe beworben und ist später Kanzer geworden. Und nur darüber reden wir. Und wenn ihr mir nur eine einzige Putzfrau zeigt die das geschafft hat, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. :cool:

  • Zitat

    Original geschrieben von scaleon Das gleiche kannst du natürlich auch auf Facharbeiter, Tarifbeschäftigte und Staatsbedienstete übertragen. Sind die alle unfähig, dass sie einen Tariflohn bräuchten? :rolleyes:


    Ein Tarifvertrag dient dazu, Geld von den Leistungsträgern hin zu anderen Angestellten
    -welche weniger leisten
    -welche mehr Geld benötigen (Kinder etc.)
    zu verteilen.


    Die Einkommensunterschiede, welche bei rein leistungsorientierter Bezahlung bestehen würden, werden stark eingeebnet.


    Abgesehen davon wird mit Betriebsrat/Gewerkschaften etc. ein zusätzlicher Wasserkopf geschaffen, der sich am Gehalt und an der eigenen Lebenszeit (Demo-Teilnahme etc.) bedient.


    Und wenn Leistungsträger mit diesem Einkommensverlust in leistungsfähigen Jahren einverstanden sind, ist das ja bestens. Weil auch ein derzeitiger Leistungsträger evtl. in ein paar Jahren und nach der evtl. Chemotherapie froh ist, faktisch unkündbar zu sein und nach Tarif bezahlt zu werden.


    Leistungsträger (dazu zählen auch Spezialisten unter den Facharbeitern) können nur für sich selbst eintscheiden, ob sie sich zum Marktwert verkaufen, oder in das soziale Netz für alle einzahlen möchten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Truthahn
    Ein Tarifvertrag dient dazu, Geld von den Leistungsträgern hin zu anderen Angestellten
    ....
    zu verteilen.


    Nein. Ein Tarifvertrag garantiert eine verbindliche Vergleichsbasis und soll den Turbo-Kapitalismus bändigen. Mit Verteilen hat das wenig zu tun, sonst könnte man ja auch behaupten um "dein" Gehalt zu zahlen -hat man es den anderen weggenommen.

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