Immobilie zur Altersvorsorge?


  • Wenn man mit Mietern nicht umgehen kann oder möchte, schaltet man einen Verwalter dazwischen.



    Da kann ich bei der Gelegenheit mal wieder mein Lieblingswort "Opportunitätskosten" in die Runde werfen.


    Ein Verwalter erzeugt diese Kosten aber nicht, eher im Gegenteil, da du ihn noch steuerlich geltend machen kannst. Genau wie z.B. den Handwerker. Und ja, natürlich musst du den Handwerker anrufen und die Rechnung beim Steuerberater vorbeibringen.


    Wenn das zuviel Rennerei für dich ist bleibt noch McDonalds, stimmt. Zwischen geringen "Opportunitätskosten" und herben Imageverlust.würde ich mich allerdings für ersteres entscheiden. :D

  • Ein Verwalter erzeugt diese Kosten aber nicht, eher im Gegenteil, da du ihn noch steuerlich geltend machen kannst. Genau wie z.B. den Handwerker.


    Meinst Du: Je mehr Handwerkerkosten und Verwalterkosten, umso besser ("im Gegenteil") wird die Rendite des vermieteten Objektes?
    :eek::D


  • Meinst Du: Je mehr Handwerkerkosten und Verwalterkosten, umso besser ("im Gegenteil") wird die Rendite des vermieteten Objektes?
    :eek::D


    Nein das habe ich nicht gesagt. Aber in Relaltion zum "Einkommen" macht das Sinn, immer noch besser als das Geld ans FA zu zahlen, oder ?

  • Nein das habe ich nicht gesagt. Aber in Relation zum "Einkommen" macht das Sinn, immer noch besser als das Geld ans FA zu zahlen, oder ?


    Das macht leider keinen Sinn. 100€ zusätzliche Handwerkerkosten sparen Dir je nach Steuersatz maximal ca. 50€ Steuern. 50€ dieser zusätzlichen Handwerkerkosten zahlst Du auf jeden Fall aus Deinem Nettoeinkommen.


  • Man hat einen Rechtsanspruch darauf. Einklagbar mit Prozesskostenhilfe.
    WENN die Grundsicherung auch in 40 Jahren noch auf dem Niveau wie heute wäre, wäre es nach meiner Meinung für Geringverdiener eine sinnvolle Strategie, alles Geld jetzt auszugeben, und sich im Alter in die soziale Hängematte fallen zu lassen.
    Die Frage ist, ob die Grundsicherung in 40 Jahren noch funktioniert. Als Geringverdiener würde ich dieses Risiko, unter Ausnutzung der maximalen Spielräume für nicht angreifbares Vermögen (z.B. eigenes kleines Haus), auf mich nehmen. Immerhin würde ich dann bis zur Grundsicherung nicht zu sparen brauchen, und mindestens bis dahin besser leben!


    Private Altersvorsorge lohnt sich nach meiner Meinung nur dann, wenn Du im Alter Einkommen weit über der Grundsicherung hast.


    Einklagbar? Stimmt. Aktuell ja. Auf Zeiträume von > 10 Jahren würde ich, als gelernter DDR-Bürger, eher vorsichtig sein, solche Prognosen abzugeben. Die spanischen, griechischen und portugiesischen Rentner hatten auch Ansprüche. Auf dem Papier. Dann kam die Troika und hat ganz demokratisch durchgesetzt, dass Gesetze zu verändern sind. Leider zum Nachteil Dritter. Und noch blöder, wenn man der Dritte ist.


    Orban hat die Rückstellungen der Rentenkasse beschlagnahmt. Kohl hat nach 1989 die Überschüsse der Rentenkasse im Osten verbrannt. Die Einheit wurde zu wesentlichen Teilen aus den Sozialhaushalten finanziert.


    Weder eine Grundsicherung noch eine Rentenversicherung sind ein verbrieftes Recht. Die RV ist im klassischen Sinn nicht einmal eine Versicherung, denn dann müsste mindestens so viel ausgezahlt werden, wie eingezahlt wurde. Sozialleistungen sind letztlich immer vom Wohlwollen der aktuell Regierenden abhängig.


    Warum bitte sollten unsere Kinder Abgaben im Bereich > 70 % hinnehmen, um RV, KV, PV, AV, Steuer etc. zu finanzieren? Die einen werden abwandern. Die anderen werden sich zurücklehnen und die Leistung verweigern.


    Wie gesagt, auf Grundsicherung etc. würde ich nicht spekulieren. Die kann man leicht weg inflationieren oder der Bundestag ändert einfach die rechtlichen Grundlage. Es ist nämlich kein verfassungsmäßiges Recht des Einzelnen, sich von der Gemeinschaft pampern zu lassen.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.


  • Das macht leider keinen Sinn. 100€ zusätzliche Handwerkerkosten sparen Dir je nach Steuersatz maximal ca. 50€ Steuern. 50€ dieser zusätzlichen Handwerkerkosten zahlst Du auf jeden Fall aus Deinem Nettoeinkommen.


    Als Vermieter kann ich die Handwerkerkosten komplett von der Steuer absetzen, ich weiß nicht was du da mit deinen 50% hast ?!

  • Als Vermieter kann ich die Handwerkerkosten komplett von der Steuer absetzen, ich weiß nicht was du da mit deinen 50% hast ?!


    Die Handwerkerkosten vermindern Dein zu versteuerndes Einkommen, eben weil Du von den Mieteinnahmen z.B. die Handwerkerkosten und die Verwalterkosten abziehst, und nur auf den verbleibenden Rest Steuern zahlst.


    Bei einem Spitzensteuersatz von 50% kosten Dich 100€ Handwerker-Rechnung 50€ von Deinem Netto-Einkommen.


  • Private Altersvorsorge lohnt sich nach meiner Meinung nur dann, wenn Du im Alter Einkommen weit über der Grundsicherung hast.

    Ganz so drastisch würde ich es nicht sagen, aber zumindest das Existenzminimum (damit meine ich aber nicht die ~410€ Geldleistung sondern die ~950€ incl. Miete und Heizkosten) sollte durch den Gesetzlichen Rentenanspruch sein.


    Dann lohnt sich eine weitere Vorsorge schon. Die Frage ist dann nur ob man lieber ein flexibles Tagesgeldkonto und Wertpapierdepot moechte, lieber Immobilieneigentum anstrebt, oder lieber auf eine Private Zusatzrente wie die beruehmte "Riester- oder Rürup-Rente" setzt.


    Liegt man drunter lohnt es aber wirklich nicht, da man dann nur dem Staat Geld sparen helfen würde aber selbst nichts davon haette.


  • Warum bitte sollten unsere Kinder Abgaben im Bereich > 70 % hinnehmen, um RV, KV, PV, AV, Steuer etc. zu finanzieren? Die einen werden abwandern. Die anderen werden sich zurücklehnen und die Leistung verweigern.

    Es waere ja garkein Problem einen Teil der Sozialversicherungen (Renten- und Arbeitslosenversicherung) aus den sprudelnden Steuereinnahmen zu finanzieren, und wenn es wirklich nicht reicht einfach den Spitzensteuersatz den Solidaritätszuschlag erhöhen. So 49% Spitzensteuersatz und 9% Solidaritätszuschlag (wie die Kirchensteuer) wuerde niemanden weh tun.


    Wuerden Renten- und Arbeitslosenversicherung aus Steuermitteln finanziert dann wuerde ein Geringverdiener mit 1.650€ Bruttlohn statt den bislang mickrigen 1.180€ Netto immerhin etwa 1.470€ Netto rausbekommen. Das wäre dann schon eine deutlich grössere Motivation.

  • 49% Spitzensteuersatz + Soli. Vom netto dann eingekauft und dabei 19% MwSt und Ökosteuer auf Energie etc. etc.


    Du würdest dich wundern, was dann passiert. Ich zahle heute schon „Reichensteuer“...


    Wenn ich deine Beiträge lese, kann ich nur sagen: Sozialismus voraus. Halten sie, die die Freiheit lieben, dringend gültige Reisepässe bereit.


    Ändern Leuten Geld weg zu nehmen ist für die Nehmenden noch nie ein Problem gewesen! Warum sollte ich mehr Steuern zahlen, wenn sich Deutschland zig Milliarden jährlich für Wirtschaftsmigranten leisten kann? Ich sehe Sparpotenzial in Höhe von zig Milliarden.


    Und glaube nicht, dass die Steuern dauerhaft weiter so sprudeln. So schnell, wie der Aufschwung nach 2008 kam, kann der wieder vorbei sein. Wir profitieren aktuell ausschließlich von zu niedrigen Zinsen. Es liegt nicht daran, das wir so toll sind.


    Wenn du im Westen nur 1650€ brutto verdienst, bist du herzlich nach Dresden eingeladen. Wenn du einen handwerklichen Beruf hast, sind mindestens 400€ mehr drin. Und die Mieten sind auch günstiger als im Westen.


    Einfach mal das Konzentrat der deutschen Vergangenheit und Gegenwart: Bis zur Euro-Einführung stand die deutsche Wirtschaft wegen der DM unter permanentem Aufwertungsdruck. Deshalb musste die Produktivität, wie heute noch in der Schweiz permanent gesteigert werden. Seit dem Euro ist dieser Druck weg. Damit exportieren wir auf Basis einer zu leichten Währung. Deshalb steigen auch die Exporte nach Ex-EU und die innerhalb der EU gehen immer weiter zurück.


    Resultat ist eine Arbeitskräftemigration nach Deutschland, wie vor 2008 nach Spanien. Macht es knackt, werden wie in Spanien tausende Wohnungen der Arbeitsmigranten leer stehen. Aber warten wir es ab.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!