[USER="983"]Anja Terchova[/USER] Naja, du kennst dich eben aus.
Der „Vorteil“ der Immobilie ist, dass auch der private Anleger per Kredit das Eigenkapital hebeln kann. Das kann in Krisenzeiten aber zum genauen Gegenteil werden. Dann ist man ohne Cashpolster schnell angreifbar.
Ich habe nach 2008 einige Häuser gekauft, die per Sondertilgungen im Zahlungsplan weit vorne waren, aber wegen der Krise die monatlichen Raten nicht mehr zahlen konnten. Die Banken haben da ganz kurzen Prozess gemacht und wegen der Sondertilgungen trotz Schleuderpreisen auch ihren Schnitt gemacht.
Heute sind die Zeiten anders. Aber heute kaufen mir eindeutig zu viele. Insbesondere zu viele Laien, die durch niedrige Zinsen angegeilt werden.
Faktor 12 sind ohne Leerstand 8% vor Steuern. Heute sind aber <20 bereits „Schnäppchen“. 20 heißt aber 5% vor Steuern, Reparaturen, Leerstandsrisiko, Verwaltungskosten.
Dann ist es einfacher, sich Daimler mit 6,9% Dividende als selbstreparierendes System ins Depot zu legen. Gehen die nämlich komplett unter, haben wir in Süddeutschland Bürgerkrieg und die Immobilien kacken mit ab... Nur mal so als Denkanstoß.
Oder stell dir vor:
- Opel schliesst
- Ford zieht sich aus Europa zurück
- Benz und BMW reduzieren die Stückzahlen auf 50% wegen elektro
Dann könnte BYD günstiger sein. Demnächst größter Akkuproduzent der Welt, KGV <21.
Man kann sich Vieles vorstellen, definitiv sollte man aber immer ein wenig abseits der Herde grasen und im richtigen Moment mutig in die Gegenrichtung laufen.