Wegen Materialmangels geschlossene PKW-Werke: Wer bezahlt die Löhne?

  • Aufgrund des Metaller-Streiks im Osten und des daraus resultierenden Materialmangels hat BMW ja seit heute die Werke Regensburg und München geschlossen; 10.000 Mann dürfen/müssen zu Hause bleiben. [VW hat ähnliche Massnahmen angekündigt, falls der Streik weitergeht.]


    Gestern habe ich nun in einem Artikel gelesen, BMW entstünde dadurch ein Gewinnausfall von 4 Mio. Euro täglich.


    Was ich dabei merkwürdig fand: Das Wort "Gewinnausfall". Wenn BMW die Löhne der 10.000 Mann weiterzahlen muss, dürfte der Schaden deutlich größer sein als der Gewinnausfall von 4 Mio Euro täglich.


    Mene Frage ist somit: Wer zahlt die Löhne?


    --> die Streikkasse der Gewerkschaften? Halte ich für unwahrscheinlich, da BMW ja nicht direkt bestreikt wird, sondern "nur" unter Materialmangel leidet.


    --> BMW? Dann müssten doch Geschrei und Verlust höher sein!


    --> die Arbeiter selbst (=unbezahlter Urlaub)? Kann ich mir auch nicht vorstellen, da es ja nicht den Arbeitern anzulasten ist, dass BMW aufgrund der Just-in-time-Produktion und -Materialandienung die Bauteile ausgehen. Zumindest wäre die unsoziel und unfair!


    Langer Rede, kurzer Sinn: Wer weiss Rat?

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • Hi !


    Soviel ich aus meiner Personalpraxis weiss (und was naheliegend waere), bezahlt das Arbeitsamt Kurzarbeitergeld, somit zahlt die Zeche wohl wieder mal die Allgemeinheit:mad: !


    Gruesse


    Charlie


    EDIT: War ich wohl wieder zu langsam... Aber besch....en isses trotzdem !

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    Die 5 Sinne des Menschen:
    Unsinn, Irrsinn, Stumpfsinn, Blödsinn und mein persönlicher Liebling, der Wahnsinn.
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  • Danke für die Infos! :)

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • Das wäre dann ja fast eine Minimax Strategie, wie es die IG-Metall in den 80ern beim Kampf um die 35 Stunden Woche im Westen praktiziert hat. Damals wurde doch extra ein Gesetz geändert (§116 war das Stichwort). Auf dieser Gesetzesänderung haben die Gewerkschaften dann jahrelang rumgeritten.
    Ich weiß aber leider nicht mehr welches Gesetz.


    Vielleicht gibt es jetzt Kurzarbeitergeld, weil das Beitrittsgebiet anders behandelt wird. Für mittelbar vom Arbeitskampf betroffene Arbeitnehmer gibt es eigentlich kein Geld vom Arbeitsamt.

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