Die skurrile "Flash-Mob"-Bewegung schwappt jetzt auch nach Berlin
von Anemi Wick
Ein Gespenst geht in diesen Tagen um in Berlin: Menschengruppen rotten sich irgendwo zusammen, verhalten sich wie auf Kommando völlig absurd und verschwinden nach wenigen Minuten wieder.
Zuvor wurde dieses neue Phänomen, "Flash Mob" genannt, schon in den USA, England, Italien und Österreich gesichtet: Hunderte Menschen stürmten in Manhattan ins Hyatt Hotel und brachen völlig grundlos in tosenden Applaus aus. In Rom wurde ein Buchladen von einander völlig unbekannten Personen überrollt, die alle nach einem erfundenen Buchtitel fragten.
Die Anhänger der Bewegung treffen sich in Internetforen, wo sie ihre Aktionen akribisch auf die Minute genau planen und diese Aufrufe möglichst schnell verbreiten. Und wozu das Ganze? Experten und andere Theoretiker schreiben bereits Bücher über "Smart Mobs", ziehen Parallelen zu den Spontandemonstrationen philippinischer Oppositioneller, die den Sturz des Präsidenten Estrada auslösten, und stellen Hypothesen über politische Hintergründe auf. Worüber sich die Flash Mobber wahrscheinlich halb tot lachen. Denn denen geht es offensichtlich einfach um den Spaß an der allgemeinen Verwirrung.
Mehr Infos:
http://www.xmob.de