ZitatOriginal geschrieben von speakers
Jetzt mal einfach formuliert: zahlst Du beim Aldi Eintrittsgeld? Es ist meiner Meinung nach nicht nachzuvollziehen, wofür die Studenten derzeit Geld bezahlen sollten, wenn keine "Verkäufer" da sind. Wenn Gebühren eingeführt werden sollen, dann muss dafür aber auch eine Gegenleistung her - und die wird es nicht geben. Ist eigentliche dieselbe Diskussion, wie sie derzeit auf allen finanzpolitischen Ebenen abläuft.
Wenn Du über die gebotene Leistung redest, dann kann ich dir schon wesentlich eher zustimmen. Wenn es gelänge, durch Studiengebühren einmal die Lehre bzw. die Rahmenbedingungen (Bib, Computerlabs & Co) zu steigern, anderserseits die "Ungeeigneten" fernzuhalten, dann würden sogar Demonstrationen für die Einführung von Gebühren Sinn machen.
Aber wenn wir auf die Ebene hinuntergehen, dann kommen ganz neue Aspekte dazu, bspw. die Mittelzuteilung zwischen den einzelnen Fakultäten innerhalb einer Uni, z.B. ob es notwendig ist, für die Ausbildung von 10 Theologen/Sem. 2 Lehrstühle bereitzuhallten, oder ob dafür nicht besser ein weiterer BWL-Lehrstuhl geschaffen wird. Man könnte ja die exotischen Lehrstühle auf wenige Standorte in D beschränken. Gleiches gilt oft auch für die hier schon angesprochene Chemie, wo die Studentenausbildung im Vergleich zu anderen Fachrichtungen extrem teuer ist. Natürlich ist das auf die teure Laboreinrichtung zurückzuführen, aber wäre es dann nicht sinnvoll, die Lehrstühle zu konzentrieren? Vorschläge zur Rationalisierung der Ausbildung gibt's viele, aber überall stößt man (verständlicherweise) auf Lobbyisten, weshalb auf absehbare zeit keine Änderung in Sicht ist.