Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Ich persönlich empfand die "S-Modelle" immer als ausgereifter auch wenn das Design im Vergleich zum Vorgänger unverändert blieb. Die Kamera wurde immer stark verbessert, der Prozessor deutlich schneller und andere nützliche Features hinzugefügt.


    Denke beim iPhone 6 ist es noch zu früh, aber das 6S könnte dann nach dem 4S endlich wieder ein Welt-Telefon werden, das alle weltweiten Frequenzen unterstützt. Vom 4S hat Apple weltweit doch überall das gleiche Modell verkauft, richtig?

  • Ja Tiziano, ich denke das ist auch Einstellungssache. Ich spare immer gern für etwas - selbst beim Auto. Aber klar sicherlich geht das nicht immer.


    Aber zurück zum Thema.
    Nach dem für viele "schlechten" S5, könnte Apple die Chance nutzen. Aber gut, der Markt ist eben auch gesättigt.

  • Zitat

    Original geschrieben von JaRule
    Ja Tiziano, ich denke das ist auch Einstellungssache. Ich spare immer gern für etwas - selbst beim Auto. Aber klar sicherlich geht das nicht immer.


    Soll ja auch Leute geben die es bei einem Fernseher oder für einen Urlaub genau so handhaben

  • After The Bell:


    The VERGE vom 23.04.2014: 'Apple posts $10.2B in profit on $45.6B in revenue, announces stock split'


    Auszug:


    'Apple reported earnings of $10.2 billion, or $11.62 per share on $45.6 billion in revenue during a quarter that saw the release of no new products. That was above both the $42 to $44 billion in revenue Apple forecast for itself in January, and the $43.6 billion it reported the same time this last year. The company also announced a seven-for-one stock split, with a $90 billion stock buyback program ...


    ... Apple is under a microscope, with worries the company's biggest growth is behind it. While the iPhone and iPad vaulted sales and profits up, the rate at which those two products have grown has slowed. The big expectation for future growth comes from new product categories, be it a new wearable device or an upgraded set top box.'

  • Das Schöne an Zahlen ist ja immer, dass man diese so oder so sehen kann. Auch nach Sichtung und Reflexion mehrerer Positionen Dritter, würde ich es im Sinne einer (meiner) Einzelmeinung so betrachten wollen:


    Pro
    > Zahlen insgesamt über den Erwartungen dank des iPhones
    > wer war für die Zahlen verantwortlich: vor allem das iPhone und die Verbreiterung der Absatzmärkte
    > Split begünstigt Kursentwicklung
    > Dividende auf 3,29 USD/Aktie angehoben > begünstigt Aktiencharme
    > Erhöhung Rückkaufprogramm begünstigt Kursentwicklung
    > Die Finanzierung der Investorenbefriedigung erfolgt über neue Anleihen, die bei Institutionellen sicherlich ebenso gerne gezeichnet werden, zumal es ja gerade Schlachten um gute Anlagen gibt
    > Forderungen Icahns wurden nicht komplett erfüllt (hätte ja vor kurzem noch gerne wesentlich mehr gesehen); er ist aber im Moment dennoch hoch zufrieden, signalisiert dies medienwirksam und sieht das Unternehmen (wieder) auf einem guten Kurs (bis auf die Produkte; an der Stelle haut er dann doch mal einen Seitenhieb rein). Eine richtige Wall Street-Rampensau. Der weiss, was er tut.



    Contra
    > rückläufige Zahlen des iPads sollten alarmieren; vor allem nach den Facelifts (Air/mini Retina)
    > Cook sagt, dass die Kapitalmaßnahmen ein Zeichen für das hohe Managementvertrauen in das Unternehmen seien -> Das kann man auch anders sehen. Immerhin wollen ja gerade die Investoren Geld herausziehen. Und genau das sollte skeptisch machen. Wer zieht schon gerne Geld aus einer Sache, wenn sie Überrenditen abwirft und (nach Managementvertrauen) weiter Überrenditen abwerfen sollen? Jeder Logiktrainer hätte an der Frage seinen Spass.
    > Icahn fordert neue Produkte (die in der Lage sind, das Wachstum Apples wiederzubeleben). Das ist die Achillesferse des Unternehmens. Das Wachstum war in der Vergangenheit die Ursache von Apples Kursexplosion. Wird es nicht wiederbelebt, kommt es wohl zu Implosion und der Kurs wird für die Value-Reife heruntergeschossen (Dividendenrendite wäre dann noch interessanter)
    >Der Kursanstieg kommt nicht von den Produkten (und das ist wahrlich keine gute Nachricht zwischen den Zeilen); er ist kapitalinteressengeschuldet.



    Neutral
    > rückläufige Absatzzahlen des iPod (war zu erwarten); dennoch lässt sich eine Kernbotschaft ableiten




    Fazit:
    Zahlen besser als erwartet. Der Markt reagiert jedoch überwiegend positiv auf die Kapitalmaßnahmen und weniger auf die Produkt-Absätze. Der iPod macht vor, wo derzeit die Gefahr lauert und das iPad schwenkt auch in die Richtung. Was passiert, wenn Apples Moneymaker-Produkt (iPhone) das macht, was der iPod und das iPad vorleben? Was passiert, wenn das iPhone seinen Reiz verliert und dessen Absatz auch Richtung Süden zeigt?
    Noch wird die Achillesferse vom iPhone-Wachstum über Gesamtmarkt (und das ist zumindest derzeit beachtlich/erstaunlich) vernebelt.


    Die Welt beschreibt es neben anderen Positionspapieren zu den Zahlen ganz gut, wie ich finde. Der Smartphonemarkt ist zunehmend gesättigt (was ich ja auch immer wieder betone). Und das One-More-Thing bei Smartphones wird ebenso zunehmend begrenzter. Was soll da noch kommen, wenn sich die Geräte hinsichtlich der Leistungen immer mehr angleichen und der Innovationszyklus in der Gesamtbranche nachlässt. Oder, wenn andere gleich viel und/odermehr zu günstigeren Preisen bieten? Apple soll ja hinsichtlich der Displaygrößen eine Gegensteuerung planen (auch wenn 4 Zoll die Perfektion in Reinkultur sind oder waren :p). Aber reicht das aus, um die mittelfristige Entwicklung a la iPod und iPad zu verhindern? Das bleibt die Kernfrage. Auch in Hinblick auf die Wettbewerbssituation (Lenovo, Samsung, Huawei und weitere neue Marktangreifer) um Marktanteile, in denen Apple keine gute Figur im Gegensatz zu den Erträgen macht.


    Deswegen wird in den Quo-vadis-Debatten immer wieder auf das Neue-Produkte-Thema zentriert. Ein wunder Punkt. 'Wir arbeiten an was, aber kommen damit erst raus, wenn es perfekt ist'. Klingt zunächst gut und über den Dingen stehend, man könnte es aber auch als Abwehrreaktion interpretieren. Oder kommt doch was Großes? Kann die iWatch oder iTV oder X eine neue große Klasse definieren? Wird diese so groß sein, dass sie das Abdriften einer anderen (großen) Klasse im Zuge der Wachstumsentwicklung überkompensiert oder zumindest eine organische positive Entwicklungstendenz erwarten lässt? Zaubern kann Apple auch nicht. Und genau das wird unter vorgehaltener Hand immer wieder durchdiskutiert und durchgekaut.


    Die Welt (wieder interessanterweise) spricht eine Thematik an, die oft nicht im Mittelpunkt der Diskussionen steht: iTunes-Potenziale, die man noch heben könnte, wenn man Bezahldienste herausbringt, quasi sukzessive eine iTunes-'Bank' mit Standard-Bezahlverfahren entwickelt. Das Potenzial wäre da. Etliche iTunes-Kunden haben ihre Kreditkarte dort gespeichert. Die iWatch könnte da ebenso mitwirken. Offline über iTunes bezahlen etc. Das erscheint mir nicht uninteressant zu sein. Vielleicht mehr noch als iTV. Aber iTunes lebt auch vom Marktanteil. Und der ist umkämpft. Andere sollten zudem ähnliches im Schilde führen.


    Ich freue mich über eine angeregte Diskussion und Eure vielfältigen Meinungen aus beiden Welten (Pro und Contra). :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Es geht um den Wiederverkaufswert und nicht um eine Wertanlage. :rolleyes:
    Am Beispiel des S3:
    UVP:699€
    Strassenpreis Monate danach:450-500€
    Heutiger Neupreis:199€


    ... und Apple verlangt für ein veraltetes 4S immer noch 399€. :top:

    Dr. strg. c. Guttenberg

  • derAL


    gute Zusammenfassung :top:


    Was die Börse angeht habe ich nicht so den Durchblick. Aber was passiert wenn das iPhone den selben Rückgang erleidet wie das iPad und Apple weniger Gewinn macht?


    Ich meine so lange ein Unternehmen nach wie vor Gewinn erwirtschaftet, wird es wohl nicht Pleite gehen. Denn unbegrenztes Wachstum gibt es nicht, ausser vielleicht bei ein paar verwirrten Spekulanten ;)

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  • N-TV vom 28.04.2014: 'iPhone verliert drastisch Marktanteile - rutscht Apple in die Krise? '


    Auszüge:


    '... Bitter ist für Apple vor allem der Absturz in den USA von 43,7 auf 35,9 Prozent, während Android um satte 8,3 Prozent zulegt ...


    ... Insgesamt ist der Abwärtstrend für das iPhone zwar nicht zu übersehen. Es wäre allerdings ein Fehler, sinkende Marktanteile mit einer Krise gleichzusetzen. Denn was die absoluten Zahlen betrifft, konnte Apple 2013 erneut Rekorde verzeichnen und verkaufte auch im ersten Quartal 2014 mit 43,7 Millionen Geräten 6,3 Millionen iPhones mehr als im ersten Quartal 2013.


    Die sinkenden Marktanteile sind vor allem dem Umstand geschuldet, dass der Smartphone-Markt bei den Top-Geräten weitgehend gesättigt ist ...'

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