Beiträge von derAL

    Dass die FDP einen Teil der NRW-Landesregierung stellt und Laschet's Weg im Rahmen der Ministerkonferenz damit mitträgt. Die Grafik zeigt zudem die jeweiligen Regierungszusammensetzungen der Länder, welche das Votum der jeweiligen Ministerpräsidenten mittragen. So gesehen doch recht bunt, oder?

    Ich beneide unsere Politiker in der Tat nicht, ich finde das Ergebnis trotzdem sehr dürftig.

    d'accord

    Und ich wiederhole meine Kritik dass man zwar scharenweise Mediziner und Virologen zu Rate zieht, aber offensichtlich keine oder viel zu wenige Soziologen und Psychologen, oder vielleicht nur Lehrer und Kindergärtner.

    Es ist ein klatschende Ohrfeige für die große Mehrheit die sich eh schon umsichtig verhält und wird die, die die bisherigen Maßnahmen schon ablehnen (und das sind ca.15% nach den Zahlen weiter vorne im Thread) auch nicht wirklich erreichen.

    Ich sehe das durchaus auch so. Denke, dass für große 'konsensuale' Rückkopplungsschleifen einfach die Zeit fehlt. Vielleicht auch deshalb, weil man im Sommer Vieles noch toleriert hat und hoffte, dass sich die Situation wohlgefällig auflöst.

    Die aktuellen "Rekordzahlen" sind in einer Woche weniger als 0.1% der Bevölkerung, es würde also bei konstanten Zahlen allein 3 Jahre dauern bis alle "Skeptiker" durchinfiziert sind, und wenn sich nur 10 % von denen gar nicht um den Lockdown scheren haben wir noch wochenlang steigende Zahlen und komplett frei drehende Politiker.

    Dazu sind es ja nicht nur bekennende Corona Skeptiker die sich und andere infizieren und auch beim Lockdown wird es zu weiteren Infektionen in der gesamten Bevölkerung kommen.

    Daher ist meine damit verbundene Sorge, dass der Wellenbrecher zum Sperrwerk ausgebaut wird.

    Ich denke, dass der Schwerpunkt der Betrachtung auf medizinische Kapazitäten fusst und nicht auf Bevölkerungszahlen. Man sieht in Frankreich und Italien, aber auch in den Niederlanden, wie schnell ein Land an die Grenze der Kapazität geraten kann. Das -so mein Eindruck- will man unbedingt vermeiden.

    Nun, wen nimmt man denn in Regress wenn unsere momentan Ausserparlamentarische Politveranstaltung Angie/Markus sowie die übrigen MPs Regelungen treffen, die Milliarden kosten? Wer zahlt das im Endeffekt?

    Wir haben nach wie vor eine legislative, exekutive und judikative Gewaltenteilung. Und es ist auch nicht so, dass es eine Alleinveranstaltung ist. Ich darf an der Stelle erwähnen, dass die Bundesregierung aus zwei Parteien besteht, welche die aktuelle Situation mittragen. In den Ausschüssen sind nicht nur die Regierungsparteien allein vertreten, sondern auch die der Opposition. Daneben gibt es juristische Möglichkeiten, auch im Eilverfahren. Meiner Meinung nach wird nur so getan, als wäre man nicht involviert. Oppositionspolitik auf Bundebene in Krisenzeiten ist halt ein geiles Geschäft. Wenn man aber in die Landesregierungen blickt, dann tragen auch diese Parteien die Verantwortung mit. Und der jeweilige Ministerpräsident kommt ja nicht mit seiner Einzelmeinung ums Eck, sondern mit der Position, die auch innerhalb der Landesregierung seinen Konsens findet. Und ich bin mal in letzter Konsequenz recht frei: Wir haben Volksvertreter gewählt oder nicht - insofern ist das auch unsere Verantwortung (und übrigens auch die der Nichtwähler), die dafür ebenfalls die Verantwortung mit aller finanzieller Konsequenz tragen müssen. Inwieweit Regressansprüche geltend gemacht werden können, wird die Judikative im Nachgang regeln wie auch bei anderen Sachverhalten zuvor.

    Meine Kritik an einigen Maßnahmen und auch an einigen derer, welche nun beschlossen wurden, ist schon deutlich älter. Ich hatte ja gehofft dass der große Beraterstab sowie die Kompetenz der Entscheider dazu aussreicht, die wirklichen Infektionsherde zu erkennen (also einfache Grafiken des RKI zu interpretieren) und dagegen zu handeln, aber das ist ja scheinbar nicht der Fall. Ich hätte ja nicht mal erwartet dass man sie benennt, denn das würde ja ein Eingeständnis des Staatsversagens bedeuten.

    Ganz offen, ich glaube nicht, dass der Beraterstab begrenzt ist, weder auf Bundesebene noch auf Landesebene. Es ist halt so, verschiedene Berater, teils mit unterschiedlichen Standpunkten bereiten Entscheidungsvorlagen vor, einzeln getrennt oder abgestimmt gemeinsam. Ausgangslage, mögliche Maßnahmen-Variationen, Pro und Contra, Empfehlungen bzw. Darstellung der unterschiedlichen Positionen. Der oder die Entscheider entscheiden in der Regel auf Basis von diesen Entscheidungsgrundlagen. Die Organisation bzw. die Vorbereitung der Vorlagen betreiben die Ministerien, die Stäbe/Krisenstäbe, die Staatskanzleien, Landesverwaltungen und/oder das Kanzleramt unter Beteiligung von Behörden, Instituten, Trägern des Gesundheitswesen (Ärzteverband, Krankenkassen), Experten und anderen Verbänden.

    Und nein, ich musste tatsächlich keine gravierenden Entscheidungen treffen, denn ich bin kein ..

    Genau das ist mein Problem an der Sache: Wenn man nicht selbst vergleichbare Entscheidungen treffen musste (alles selbstverständlich aus der fairen Perspektive der individuellen Proportionalität betrachtet), wie kann man dann solche Entscheidungen von Dritten kompetent beurteilen/bewerten? Fehlt's da nicht ein wenig an Expertise, sich in eine solche Situation schwerer Entscheidungen hineinzuversetzen?

    Die einen denken so, die anderen so, JSC


    Es gibt bei vielen TT'lern drei wesentliche Zielprojektionen, welche ich wahrnehme: Quantität, Qualität und Aktualität. Jeder akzentuiert dabei andere Schwerpunkte. Es gibt welche, die alle drei Ziele gerne im Einklang sehen möchten. Und dann spricht auch nichts gegen Mehrfachpostings. :)

    Was unterscheidet Dich (und andere Empörungsfetischisten) von den Politikern?

    • Ihr bewertet deren Entscheidungen meistens ex-post, also immer unter dem Aspekt eines Informationsvorteils, der zum Zeitpunkt der Entscheidung allerdings nicht existierte
    • Ich vermute, dass viele von Euch selbst (im Kontext Eurer persönlichen wirtschaftlichen Haftungs-Belastungsschmerzgrenze) noch nie ex-ante vergleichbare Entscheidungen getroffen, geschweige denn dafür aktiv eine Verantwortung übernommen haben
    • musstest Ihr jemals entscheiden, ob Ihr eine große Messe absagt oder anstatt dessen hohe, auch wirtschaftliche Risiken bei Dritten riskiert, die Euch dann in die Verantwortung ziehen bzw. Euch dafür in Regress nehmen können?
    • habt Ihr ex-ante schon einmal Entscheidungen für Euch und ein Dutzend Dritte getroffen, die erhebliche wirtschaftliche Risiken beinhalten, für die Ihr alleine den Kopf hinhalten musstet?

    Manche Aussagen erinnern mich manchmal an Coach-Potatoes, die vor dem Fernseher mit ner Flasche Bier sitzen und sich darüber aufregen, dass der Stürmer der Nationalmannschaft noch keinen Angriff landen konnte. Ihr hättest in der Theorie selbstverständlich schon lange ein Tor geschossen, auch wenn Ihr noch nie aktiv auf dem Fußballplatz gewesen seit.


    Es gibt Leute, die kritisieren Dritte am laufenden Bande, meistens hinterher, für deren Entscheidungen. Und welche, die Eier in der Hose haben und diese Entscheidungen in aller Konsequenz lagebedingt kurzfristig treffen müssen und auch treffen. Und das ist, um beim Fußball zu bleiben, eben nicht die Kreisklasse, sondern mindestens die Champions League.

    Und wenn ich dann lese, 'in China war alles easy' oder 'Bill Gates - der große Profiteur.' Ganz ehrlich. Da mache ich mir eher Sorgen um die Demokratie, wenn solche 'Einstellungen' alle paar Jahre ein Kreuzchen machen dürfen. Fehlt noch die Aussage, dass die Türkei 'eine tolle Corona-Strategie hat', weil noch alles schön grau ist, während in Europa die Farbe Rot flächendeckend wahrnehmbar ist.


    Und ja – ich habe die Eier, um das einmal deutlich zu sagen. Nehmt es bitte dennoch nicht allzu persönlich. Aber ich denke mir, wer grobschlächtig gerne austeilt, muss umgekehrt auch mal das Einstecken aushalten. Auch diese Richtung gehört zur gelebten Demokratie dazu, nicht nur die andere. :)

    Prosser schreibt nicht, dass es explizit um das 13er geht. Und Pros bzw. Semi-Professionelle, die damit filmen oder RAW knipsen wollen - für die sind 1TB durchaus interessant. Würde mich deshalb nicht wundern, wenn es nachgereicht werden würde. Ich bilde mir ein, dass es bei Apple schon mal einen Speichernachschlag bei einem Gerät gab. Kann sich noch jemand daran erinnern, wo das war?