Beiträge von BigBlue007

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    Original geschrieben von galahad13
    Zumindest den Parteivorsitzenden der CDU und SPD kann man jederzeit unterstellen, daß sie aktiv gegen das NS Regime waren.
    Weder Adenauer, Erhard noch Schumacher oder Brandt waren in irgendeiner Art mit den Nazis verbandelt.


    Dann träum mal schön weiter... ;) Als Bettlektüre empfehle ich Dir exemplarisch dies hier.

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    Und selbst wenn man nach 1945 viele Fehler in der Wiedeaufarbeitung und dem Posten verteilen gemacht hat, muß man diese nicht jetzt wiederholen.


    Das ist natürlich dann ein Totschlagargument. Welches ich persönlich allerdings nicht akzeptiere. ;)

    Obwohl das von der Sache her im Prinzip durchaus richtig wäre, muss ich diesbzgl. insbes. den "Wessis" leider immer wieder ihre eigene Vergangenheit vorhalten. Im Westen kamen nach 1945 zahlreiche mehr oder weniger bedeutende Nazigrößen in den öffentlichen Dienst und natürlich auch in zahlreiche entscheidende Ämter. Und es wäre ja auch gar nicht anders gegangen - mit wem denn auch?! Die Eliten waren entweder weg - oder sie standen im Dienst der Nazis.


    Selbst die (ungeschönte) Biographie von Adenauer weist zahlreiche braune Flecken auf - von Leuten wie Strauß oder Kiesinger ganz zu schweigen.


    Letztlich ist das heute (bzw. vor 20 Jahren) nicht viel anders als damals nach 45: Du kannst nicht einfach alle Leute, die in einem politischen System, welches man überwunden hat, irgend etwas getan haben, das man nach Überwindung dieses Systems nicht mehr als rechtens ansieht, in den Knast stecken und nicht einmal aus öffentlichen Ämtern entfernen. Nicht nur, weil es einfach viel zu viele Leute wären. Sondern auch, weil auch solchen Leuten nicht per se das Recht abgesprochen werden kann, auch in einem neuen politischen System weiterhin politisch tätig zu sein. Wenn man jedem Ex-Stasi-Menschen heute per se vorwerfen will, dass er gegen unser System ist und die DDR zurückhaben möchte, dann hätte man damals den o.g. Leuten ebenfalls unterstellen müssen, dass sie das vorherige System, in dessen Diensten sie standen, zurückhaben möchten. Das ist aber nicht passiert - die Karrieren von z.B. Adenauer, Strauß oder Kiesinger dürften bekannt sein.


    Ich bin sicherlich kein Fan von Stasi-Leuten oder sonstigen DDR-Größen - sehe aber einfach aus prinzipiellen Überlegungen auch nicht so recht ein, warum hier mit anderen Maßstäben gemessen wird als bei Leuten, die bis 45 in Diensten der Nazis standen und/oder NSDAP-Mitglied waren...

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    Original geschrieben von Grenzjäger
    Ja, mag sein. Dann wird die SPD aber in jedem Falle erheblich an Bedeutung verloren haben und sich auf einem Niveau mit Grünen, FDP und der SED-Partei wiederfinden (vom Stimmenanteil her). Denn ein Wählerabfluss von der CDU zur SED-Partei ist, so wirst Du mir zustimmen müssen, wohl doch eher unwahrscheinlich...


    Naja, nicht so wesentlich unwahrscheinlicher als ja heute auch schon stattfindende, freilich aber sehr geringe Wählerwanderung von der CDU zur SPD. Insgesamt sehe ich das Stimmenpotential von SPD und Linken zusammen in Zukunft in etwa auf dem Niveau, das die SPD bisher für sich alleine hatte. Tendenziell sicher etwas mehr. Dass die SPD dabei dann auf das Niveau der Grünen oder FDP zurückfällt, glaube ich eher nicht.

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    "DDR" = drei Lügen in einem Wort
    weder "demokratisch", noch "Republik" noch "deutsch"!


    "Deutsch" war sie ja nun ohne jeden Zweifel - stand sogar in der westdeutschen Verfassung. ;)


    Damit ist jetzt auch jeder Zweifel weg - Du bist definitiv Grenztruppjäger.

    Nee, gegen Hans-Martin habe ich in der Tat keine Chance. Wahrscheinlich keiner hier. Er ist definitiv der Beste... :top: :D


    Aber im Ernst: Es spielt im Grunde keine Rolle, ob man sich mit dem von mir skizzierten Gedankengang (der übrigens keine persönliche Wertung, sondern einfach nur eine Tatsacheneinschätzung darstellt) nun anfreunden kann oder nicht. Es wird so kommen. Der Thread wird in 4 Jahren sicher noch da sein. ;)


    Und übrigens: Die DDR haben wir nicht den Kommunisten in Ostdeutschland zu verdanken - die hätten damals alleine gar nichts gestemmt. Zu verdanken haben wir sie den Russen - die Kommunisten im Osten waren dann letztlich auch "nur" das ausführende Organ.

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    Original geschrieben von Grenzjäger
    Oder die SPD koaliert irgendwann mit diesem "Etwas" und wird daran zwangsläufig zugrunde gehen.


    Das ist höchst unwahrscheinlich. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass die Linken sich, genauso wie seinerzeit schon die Grünen (auch wenn der Vergleich hinkt) im Laufe der Zeit mehr und mehr mäßigen werden und sich als dauerhafte 5. Partei im gesamtdeutschen Parteiensystem festsetzen werden. Wie bereits mehrfach gesagt, wird die kommende Bundestagswahl die Letzte sein, bei der die SPD eine Koalition mit den Linken ausschließt.


    Dass dies nicht den Untergang des Abendlandes bedeutet, wie von Vielen immer gerne herbeigedichtet wird, zeigt - und das Beispiel passt ja aufgrund seiner Aktualität gerade sehr schön - z.B. Norwegen. Denen geht es blendend - trotz rot-rot-grüner Regierungskoalition. ;)


    Und wer jetzt sagt, dass die Roten dort was anderes wären als unsere Ex-SEDler, der mag sich mal dies durchlesen. Da müssen dem durchschnittlichen Neoliberalen und Kommunistenhasser eigentlich die Haare fast genauso zu Berge stehen wie bei unseren Linken... :D


    Das Problem unserer Linken ist im Moment noch, dass diese einfach noch zu sehr mit der DDR-SED-Nachfolgepartei gleichgesetzt wird. Das ist zumindest mit Blick auf die ostdeutschen Bundesländer auch durchaus nicht von der Hand zu weisen. Allerdings halt auch wirklich NUR mit Blick auf die ostdeutschen Bundesländer. Welche gesamtdeutsch gesehen natürlich nur eine Minderheit ausmachen. Und mit zunehmendem Erfolg der Linken auch im Westen wird dieser Aspekt mehr und mehr in den Hintergrund rücken - und zwar nicht nur in der Außenwahrnehmung der Partei, sondern auch in der Partei selber. Am Ende werden die Linken eine ganz normale, deutlich linksgerichtete Partei sein, wie es sie in fast allen anderen europäischen Ländern auch gibt, ohne dass dort eine Umstrukturierung zum Sozialismus oder Kommunismus unmittelbar bevorstünde. ;)


    Ich selbst wähle die Linken nicht, kann aber jeden (oder zumindest viele), die dies tun, verstehen. Allemal mehr jedenfalls, als ich Leute verstehen kann, die angesichts der aktuellen Entwicklungen einen Ausweg aus der Krise ausgerechnet bei der FDP vermuten. Die Linken haben auch keinen - aber die FDP nun wahrlich erst recht nicht.


    Achja, mein IQ lag, als ich das letzte Mal mit Mitte 30 einen Test gemacht habe, bei 121.


    PS: Warum habe ich eigentlich das Gefühl, dass die User "Grenzjäger" und "Grenztruppjäger" identisch sind?! :D Ich erinnere mich an sprach- und inhaltlich sehr sehr ähnliche Wortmeldungen von letzterem User. ;)

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    Original geschrieben von galahad13
    Für eine sozialliberale Koalition mit der SPD bleibt ja bei den Zahlen der SPD keine Chance.


    Bekanntlich ist der Drops erst am 27. abends gelutscht. Auf Umfragewerte gebe ich persönlich im Moment überhaupt nix...

    Ich denke, das ist so ein Ding, wo wahrscheinlich beides geht. Der Engländer, bzw. der Amerikaner an sich nimmts ja mit Grammatik bei weitem nicht so genau wie wir... ;)


    Ich würde allerdings eher zu "its" tendieren, denn "Company" ist ja nunmal nur EINE Company, und nicht mehrere. Ob dahinter "success" im Singular oder Plural steht, dürfte darauf übrigens keinerlei Auswirkung haben. D.h. "... explains its success" ist genauso richtig wie "... explains its successes". Das "its" oder halt "their" bezieht sich ja auf das Substantiv davor.

    Ich habe auch nur kurz reingeschaut. Für mich war das Duell insofern uninteressant, als bereits feststand, dass ich weder CDU noch SPD wählen werde. ;)


    Da war das Promi-Dinner deutlich unterhaltsamer. Wann hat eigentlich die Schreinemakers dermaßen viel Kohle auf die Seite gescheffelt, um sich so ein Anwesen hinzustellen? :eek: Oder war die irgendwann mit 'nem Millionär verheiratet? Von der Lippe kanns ja nicht gewesen sein... :D


    Sorry für ot.


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    Original geschrieben von Lipfit2000
    Die große Koalition wird doch nach der Wahl sowieso fortgesetzt. Für Rot-Grün oder Schwarz-Gelb wird es nicht reichen. Dank der Linken wird es sich in den nächsten Wahlen höchstwahrscheinlich auch nicht ändern.


    Das wird bei der nächsten (genauer gesagt übernächsten) Wahl keine Rolle mehr spielen, weil SPD und Grüne bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen dann kein Problem mehr mit einer Koalition mit den Linken haben werden. Die kommende Bundestagswahl wird die letzte sein, bei der eine Koalition mit den Linken seitens der SPD ausgeschlossen wird.

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    Original geschrieben von muellix
    Was ist die Folge?


    Das u.a. du dich nicht einmischst?


    Richtig. Natürlich würde ich die Polizei verständigen. Aber mich sicher nicht einmischen. Die Gründe habe ich ja oben bereits genannt. Wenn mir nicht selber was passieren würde, würde möglicherweise dem Gegenüber was passieren, wenn ich ihm eine reinhaue, und dann stehe ICH später wegen Körperverletzung vor dem Kadi. Und wenn mir doch was passiert, dann zahlt für MEINE Angehörigen keiner. Für den Schlägertypen hingegen gibt es ein ganzes Arsenal von Resozialisierungsmaßnahmen, die der Steuerzahler trägt.


    Der Staat kann von seinen Mitbürgern nur dann Zivilcourage einfordern, wenn er selbst ebenfalls couragiert und gerecht mit Tätern UND Opfern umgeht. Dies findet hierzulande aber leider allzu oft nicht statt.

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    Das wäre feige.


    Mag sein. Ist mir aber egal. ;)