Bei mir war es immer schon so, dass ich im hinteren Teil meiner Wohnung mit UMTS-Geräten (insgesamt 3; 2x Nokia und 1xSE) per UMTS kaum Empfang hatte, gleichzeitig aber alle diese Geräte eine sehr mangelhafte Roamingdynamik an den Tag legten. Sprich, sie fielen entweder gar nicht auf 2G zurück, oder erst, nachdem ein Gesprächsabbruch eintrat. Insbes. die beiden Nokias waren de facto mit aktiviertem UMTS an dieser Stelle der Wohnung nicht verwendbar. Wenn man versuchte, das Handy anzurufen, kam man sofort auf die Mailbox, und sah dann in diesem Moment auch, wie das Teil auf 2G umschaltete. Aber eben erst dann, und da wars natürlich zu spät. Aber die Balkenanzeige war davor fast voll. Insofern ist der Anzeige von Nokias nach meiner Erfahrung überhaupt nicht zu trauen.
Weiter vorne, zur Straße zu, gabs dagegen keine Probleme.
Mit dem iPhone 3G habe ich nun im Grunde genau dieselben Probleme. Es verhält sich nicht besser, aber auch nicht schlechter als die drei o.g. Geräte. Insofern kann ich persönlich die Kritik nicht nachvollziehen. Es mag aber natürlich sein, dass es hier tatsächlich eine Serienstreuung gibt. Mit der Produktionswoche hat die dann aber nichts zu tun, da mein Gerät, falls die Regel "dritte und vierte Stelle der S/N = Prod.-Woche" noch stimmt, aus KW30 ist.
Meine Erfahrung ist also eher, dass das Roamingverhalten zwischen 3G und 2G offenbar grundsätzlich schlecht ist, egal welches Gerät man verwendet. Möglicherweise gibt es hier auch Unterschiede zwischen den Netzbetreibern, und vielleicht sogar zwischen den Konfigurationen bestimmter GSM-Zellen.
Dass der Hype um die angeblich schlechten UMTS-Qualitäten des iPhones SOO groß ist, wie er ist, hat einen völlig anderen Grund: Eine übergroße Mehrzahl der 3G-User (nicht hier im Forum, sondern global) hat vorher nie ein UMTS-Gerät gehabt und kennt daher die grundsätzlichen Probleme insbes. in schlechter versorgten Gebieten schlichtweg noch nicht. Wer immer nur ein 2G-Gerät hatte, wo die Netze quasi voll ausgebaut sind, hat solche Probleme nie kennengelernt und denkt mangels technischem Verständnis nun natürlich, es läge am iPhone. Dies mag in Einzelfällen wie gesagt auch tatsächlich so ein, lässt sich aber mit Sicherheit nicht verallgemeinern.