Beiträge von bernbayer

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Heißt das, dass auch bei deaktiviertem Fernzugriff ein (Fern-)Zugriff über VPN möglich ist?


    Zusatzfrage:
    Wenn ich Fernzugriff deaktiviert und VPN nicht eingerichtet habe - bin ich dann sicher vor Zugrififen von außen?


    Ich würde gern sicher gehen, dass von außerhalb überhaupt keine Möglichkeit besteht, über die Box auf mein Netzwerk zuzugreifen. Da ich einen VOIP-Anschluss eingerichtet habe, über den ich (theoretisch) von außen anrufbar bin, sehe ich die Gefahr, mich hinter einer Art "Atlantikwall" sicher zu fühlen, der in Wahrheit löchrig ist, wie ein Schweizer Käse (und damit ebenso "sicher" wie das Original).


    Sagen wir mal du bist da relativ sicher. Hundertprozentige Sicherheit gibt es im Netz grundsätzlich nicht. Wer das will muß auf die Annehmlichkeiten des Internets leider verzichten.

    Da liegtst Du falsch, rein rechtlich gesehen handelt es sich da eindeutig um eine Straftat. Über vieviele Jahre sich diese hinzieht spielt da keine Rolle, dies kann allenfalls für die Höhe der Strafe eine Rolle spielen.


    murmelchen.


    Ich kenne schon den Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat, da braucht Du mich nicht aufzuklären. Wenn man z.B. 10 km/h zu schnell in der geschlossenen Ortschaft fährt ist das nur eine Ordnungswidrigkeit, brettert man dagen mit 90 Sachen durch die Ortschaft ist es eine Straftat. Um diese ging es mir in meinen Ausführungen und nicht um Ordnungswidrigkeiten.

    Das ist doch eine Selbstverständlichkeit,das es für Steuerhinterziehung genauso wie für andere Strafdaten keine Legitimation gibt. Trotzdem sollte man mit dem Begriff "kriminell" etwas vorsichtiger umgehen und nicht so selbstgerecht sein und nur die Verfehlungen anderer sehen. Nicht jeder der mal gegen Gesetze verstößt ist gleich ein Krimineller. Legt man solche Maßstäbe an, dann sind wir ein Volk von Kriminellen. Wer kann schon von sich behaupten noch nie gegen Gesetze verstoßen zu haben. Gerade auch viele Normalbürger nehmen es mit den Gesetzen nicht so genau, man denke nur z.B. an die vielen Verstöße im Straßenkehr wo durch zu schnelles Fahren und Raserei andere Bürger gefährdert werden. Auch mit der Steuererhrlichkeit nehmen es viele Normalbürger nicht so genau. Da wird schon mal das Bad von einen Schwarzarbeiter neu fliesen lassen oder die Wonung neu streichen lassen. Glaubt man Statisken werden ca. 90 Prozent von Putzhilfen in privaten Haushalten schwarz beschäftigt. Sind wir da jetzt ein Volk von Kriminellen? Ich würde sagen , wer wiederholt schwere Straftaten begeht, den kan man als kriminell bezeichen, aber nicht jeden der jetzt mal mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Das jede Gesetzesübertretung auch entsprechend geahndet werden muß, das ist auch eine Selbstverständlichkeit. Man sollte den Fall Schwarzer jetzt nicht so hoch hängen, sie hat gegen Gesetze verstoßen und muß auch die Folgen daraus tragen. Das sie jetzt strafrei durch ihre Selbstanzeige aussgeht, kann man ihr nicht anlasten. Der Gesetzgeber sieht das nun mal vor, ob man das jetzt für richtig oder falsch hält, spielt da keine Rolle. Was beim Fall Schwarzer in der Diskussion immer sehr schnell beiseite geschoben wird, ist der Straftatbestand der Verletzung des Steuergeheimnisses. Steuerangelegenheiten sind Privatsachen und gehen der breiten Öffentlichkeit nichts an. Auch für Frau Schwarzer gilt, das ihr Steuerfall von den Behörden geheim zu halten ist,. Wer dagegen verstößt und entsprechende Informationen an die Öffentlichkeit (Medien) weitergibt begeht auch eine Straftat. Das gilt dann zwar nicht für den der sie dann nur weiterverbreitet wie z.B. der Spiegel. Moralisch verwerflich halte ich das Verhalten des Spiegel aber trotzdem, wenn er Informationen verbreitet die nicht auf legalen Wege aus den Finanzbehörden nach außen dringen.

    [QUOTE] Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die Diskussionen um Frau Schwarzmoos nehmen inzwischen absurde Züge an.


    Gerade schlägt der Bosbach allen Ernstes bei Illner vor, die Verschwendung von Steuergeldern ebenso zu werten, wie deren Hinterziehung. Wenn man alle Verschwender verfolgen würde ... wer sollte dann noch das Land regieren? :D [/QUOTE
    Das halte ich auch für richtig, der Straftatbestand für Verschwendung von Steuergeldern gehört schon lange eingeführt.Alljährlich listet der Steuerzahlerbund Milliarden von Steuerverschwendung auf und das ganze bleibt folgenlos, niemand wird dafür in die Verantwortung genommen. Stattdessen fordern etliche Politiker ständig Steuererhöhungen statt zunächst mal den Hebel bei der Verschwendung anzusetzen.


    Deine Behauptungen sind vollkommen abwegig. Die CDU-Spenden-Affäre wurde 1999 öffentlich bekannt. Der Fall Schwarzer geht bis in die 80er Jahre zurück, schon allein daran sieht man daß zwischen Steuerhinterziehung und der CDU-Spendenaffäre kein Zusammenhang besteht. Steuerhinterziehung gab es schon immer und nicht erst seit Bekanntwerden der CDU-Affäre. Vermutlich im noch größeren Ausmaße als heute, weil früher das Risiko entdeckt zu werden viel geringer war.. Da gab es noch das Bankgeheimiss in vollen Umfang
    und die Möglichkeiten des Datenabgleichs waren nicht so gegeben wie heute im Computer- und Internet-Zeitalter.
    Was Frau Schwarzer angeht muß man feststellen das sie zwar Täter ist aber zugleich auch Opfer. In ihren Fall wurde rechtswidrig das Steuergeheimis verletzt und ihre Privatsphäre dadurch verletzt. Man muß ihr auch zugute halten, daß sie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten reinen Tisch gemacht hat. Die Aufregung über Frau Schwarzer ist völlig unbegründet und pure Heuchelei. Moralisch verwerflich ist das Verhalten des Spiegel das er den Fall Schwarzer öffentlich gemacht hast, obwohl hier ohne Verletzung des Steuergeheimisses diese Informationen nicht zugänglich gewesen wären.. Manche Journalisten hätten sich besser um ihren Berufskollegen den früheren Zeit-Herausgeber Theo Sommer und dessen Steuerfall kümmern sollen, dann wären sie auch glaubwürdiger wenn sie über andere Steuerfälle berichten.