Beiträge von bernbayer

    Davon gehe ich auch aus. Die FDP ist eine Funktionspartei, in Bayern war diesmal eine absolute Mehrheit für die CSU zu erwarten, deshalb war die FDP nicht für eine Regierungsmehrheit erforderlich. Der bayerische Wähler hat sich entsprechend verhalten.
    Ansonsten kann man zum Ausgang der Wahl bei uns in Bayern sagen, die CSU hat deshalb so gut abgeschnitten, weil Bayern wirtschaftlich hervorragend dasteht. Verwandten-Affäre oder der NSA- Spähskandal spielen für das Wahlverhalten der Bürger so gut wie keine Rolle, entscheidend sind im wesentlichen Themen wie Wirtschaft, Arbeitsplatze und Finanzen. Diese Daten sind in Bayern alle hervorragend, deshalb auch der Wahlsieg der CSU. Die Grünen haben entsprechend dem Bundestrend entsprechend verloren, dieshaben sie sich selbst zuzuschreiben.

    Die Meinung von Hajo Schumacher ist halt auch nur eine unter vielen. Es kommt jetzt garnicht so darauf an, ob das jetzt eine Mehrheit schlecht findet oder nicht. Die Gretchenfrage ist die wie wirkt es sich auf die Wahl aus. Große Verschiebungen wird es dadurch warscheinlich nicht geben, aber ein, zwei oder drei Punkte kann das der SPD durchaus bei der Wahl kosten. Da mit einen knappen Wahlausgang zu rechnen ist, kann das dann schon von erheblicher Bedeutung sein. Das Problem bei Steinbrück ist halt, daß sich diese Stinkefinger-Geschichte in eine ganze Kette von Fettnäpchen einreiht und an diese werden die Bürger jetzt wieder erinnert. Man kann zu Frau Merkel stehen wie man will, sowas würde ihr einfach nicht passieren. Sie tritt sehr bescheiden auf, greift niemanden polemisch an und persönliche Skandale hatte sie zumindest bis jetzt keine. Deswegen ist sie ja gerade so beliebt in der Bevölkerung. Wenn man Kanzler der Bundesrepuplik Deutschland werden will, darf man halt nicht alles sagen selbst wenn es zutreffend ist. Es stimmt ja wenn Steinbrück z.B. sagt das Kanzlergehalt ist relativ niedrig und gemessen an der Bezahlung von Führungskräften in der Wirtschaft gerade zu lächerlich niedrig. Will man aber selbst Kanzler werden, kann man es trotzdem nicht sagen,obwohl es richtig ist. Ist ja klar, die Öffentlichkeit schaltet da sofort, aha jetzt will er Kanzler werden, aber das Gehalt ist ihm zu niedrig. Das Problem von Steinbrück, ist das fehlende Fingerspitzengefühl, welches man haben muß, wenn man Kanzler werden will.

    Es stimmt, zu Zeiten von Franz-Josef Strauß wurde nur so mit Kraftausdrücken um sich geworfen. Klassische Beispiele hierfür sind Strauß und Wehner, es gab noch weitere. Zu dieser Zeit kam das auch bei den Bürgern gewissermaßen noch an. Um so mehr Kraftausdrücke z:B. Strauß bei einer Rede im Bierzeit von sich gab, desto größer war der Beifall der johlenden Menge. Wobei man bei Strauß einschränken muß, das er halt damit in Bayern damit gut ankam. Die "Preußen" mochten Strauß nie besonders, das galt auch teilweise für CDU-Anhänger. Er wurde deshalb auch kein Kanzler. Wir haben aber jetzt andere Zeiten, heutzutage würden solche "Haudrauf-Politiker nicht mehr gut ankommen. Dies kann sich heute deshalb auch kaum mehr ein Politiker leisten.
    Pauschal würde ich sagen, daß es zur damaligen Zeit ganz allgemein gesehen und über Partei-Grenzen hinweg bessere und kantigere Politiker gab. Dafür standen Adenauer, Strauß, Brandt, Wehner und auch Helmut Schmidt. Richtig ist, daß im wesentlichen Franz-josef Straußs weitsichtige Politik ein Grund dafür ist, daß Bayern wirtschaftlich gesehen heute so gut dasteht. ER hat es verstanden durch Ansiedlung von moderner High-Tech-Industrie aus einen armen Agrar-Staat Bayern ein wirtschaftlich sprudelndes Land zu machen. Aber auch die SPD war zur Zeit von Helmut Schmidt viel besser auf gestellt als die heutige Truppe. IN der sozial-liberalen Koalition damals wurde teilweise auch gute Politik gemacht. Den Schmidt habe ich als Erstwähler auch mal meine Stimme gegeben. Ein hoffnungsloser Fall ist allerdings die "Bayern-SPD" in der Landespolitik, die haben da noch nie was zu wege gebracht. Mal schauen wie sie morgen bei der Wahl abschneiden.


    Ob jetzt Steinbrück diese Stinkefinger-Geschichte schaden wird, da gehen sicher die Meinungen auseinander. Warten wir die Bundestagswahl einfach ab, dann wissen wir mehr.

    Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Ich verstehe echt nicht, was alle mit dem Stinkefinger haben... aber das muss Deutschland sein. Und außerdem: was ist daran No-Go? Oh, er darf das nicht? Ja, wenn aber aus Freundlichkeit allen (mit Geld) geholfen wird, dann schreien die Bürger. Wenn aus Freundlichkeit Gesetze durchgeboxt werden, die so vom Volk nicht gewollt sind, dann schreien auch alle. Also, dass da Ironie drin ist im Stinkefinger, sollte jedem klar sein.


    Dieser Kommentar von "N-TV" trifft den Nagel genau auf den Kopf.


    http://www.n-tv.de/politik/So-…icht-article11360976.html

    Darum geht es ja garnicht. Wenn man so ein Bündnis vor der Wahl ankündigt oder zumindest nicht ausschließt und es bekommt bei der Wahl eine Mehrheit, dann ist es ja auch in Ordnung, selbst wenn man es selber als schlecht für unser Land ansieht. Was nicht geht, vorher ausschließen und dann trotzdem machen. Das ist dann halt Wahlbetrug.

    Das stimmt so einfach nicht, die ganze Parteiführung allen voran auch Parteivorsitzender Gabriel haben ein solches Bündniss kategorisch ausgeschlossen. Es ist ein vor aller Öffentlichkeit gegebenes Versprechen an die Wähler, ob es da einen Parteitagsbeschluß dazu gibt oder nicht spielt da keine Rolle. Man muß so ein Versprechen einhalten, ansonsten ist es Betrug. Man kann ja so ein Bündniss anstreben, man muß es nur sagen vor der Wahl, dann ist es auch in Ordnung. SO einfach ist das.


    Das mit dem "Zeigefnger" war schon ein Eigentor. ES stellt weder den Blick auf Peer Steinbrücks Probleme. Das diese Diskussion wieder in Fahrt kommt, dafür werden schon bestimmte Medien sorgen.