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Original geschrieben von Akway
In der ganzen Diskussion habe ich bis jetzt keinen einzigen logischen Grund gefunden der gegen einen Mindestlohn spricht.
Und das Märchen mit den Firmenabwanderungen, das glaubt doch nicht wirklich einer.
Und eine Politik die immer nach der Pfeife der Unternehmen tanzt, hat schon lange verloren.
Wenn es nur irgendmöglich wäre, würden AG gar keine Löhne zahlen. Wird dann wohl irgendwann so kommen.
Also ich wäre lieber arbeitslos, als für 3,50€ arbeiten zu gehen 
Ich habe keinen einzigen logischen Grund gefunden, der für den Mindestlohn spricht.
Wer lieber arbeitslos ist als einen Geringverdienerjob anzunehmen, den gehören sämtliche Leistungen gestrichen. Es kann nicht angehen, das wenn sich jemand drückt, der Steuerzahler für ihn aufkommt. Wir leben nicht im Schlaraffenland. Das die AG am liebsten gar keinen Lohn zahlen würden ist ziem,ich abwegig, viele zahlen sogar übertariflich, also mehr als sie müßten. Bei mir war das auch so, als ich noch in der freien Wirtschaft tätig war. DAS es bei den AG auch schwarze Schafe gibt, geauso wie es das bei AN auch gibt, ist auch richtig.
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Original geschrieben von <registered>
Weil ich zum Verfassen einer möglichst wasserdichten Argumentation, die auch dem nicht wohlgesonnenen Leser einleuchtet, einen Tag Arbeit und die Ausführlichkeit fünf durchschnittlicher Printus-Beiträge investieren müsste.
Das ginge ja nicht ohne Beispiele aus der neuesten Geschichte.
Was soll denn das mit dem "nicht wohlgesonnenen Leser"? Du wirst doch wohl nicht erwarten, daß deine Meinung alle als gottgegeben teilen müssen?
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Wenn man Argumente gegen den Mindestllohn nicht hören will, dann tut man das polemisch als Gelabere ab. Besser wäre es da die linke idelogische Brille abzulegen und dann sieht man viel klarer das das Gerede vom Gelabere auf einen selber zurückfällt.
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Original geschrieben von Anja Terchova
Glaub nicht das ein Grossteil wegfallen wuerde, weil soviele Niedriglohnjobs kan man nicht ins Ausland verlagern - denke das waeren dan vielleicht so 10-15 % der Niedriglohnjobs
In diesem Bereich geht es nicht nur um Verlagerung ins Ausland, sondern auch um Verlagerung in die Schwarzarbeit, was besonders im Dienstleistungsgewerbe durch einen Mindestlohn eintreten würde. Durch einen Mindestlohn würde ein Großteil der betroffenen Arbeitsplätze verloren gehen, eine genaue Prozentzahl kann man im Voraus allerdings nicht nennen.
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Ich bin eindeutig fürs Aufstocken, die Gründe hierfür habe ich schon in diesen Thread angeführt und muß sie deshalb nicht nochmal wiederholen. Es wäre auch schwarz-weiß gemalt daß bei der Einführung eines Mindestlohnes diese Arbeitsplätze zu 100 Prozent ausnahmslos wegfallen würden, so einfach ist die Welt natürlich nicht. Aber ein Großteil davon würde wegfallen. Ob er wegfällt hängt davon ab um vieviel der kostenmäßige noch verkraftbare Stundenlohn vom Mindestlohn abweicht. Wenn da nur 50 cent Unterschied bestehen, wird er kaum wegfallen, bei 5 Euro Abweichung in der Stunde höchst wahrscheinlich.
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Original geschrieben von BigBlue007
Und das ist halt das Problem an Deiner Denke: Denn 3,50 sind halt unter keinen Umständen angemessen.
Das ist zugegebenermaßen sehr wenig. Trotzdem ist es Realität das es Branchen gibt, wo ein höherer Stundenlohn sich wirtschaftlich nicht rechnet, ob das einen gefällt oder nicht. Jetzt gibt es eben zwei Alternativen, man stockt diesen Mindestlohn auf oder man nimmt in Kauf das der Arbeitsplatz verschwindet. Es gibt sicher auch Fälle wo ein zu niedriger Lohn bezahlt wird und kostenmäßig ein höherer Lohn bezahlt werden könnte. Die Fälle sind eben individuell verschieden gelagert, deshalb kommt mann mit Schwarz-Weiß-Malerei nicht weiter. Erst recht nicht wenn man durch eine idelogisch getönte Brille guckt.
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Original geschrieben von BigBlue007
Und wenn "bezahlbar" gleichbedeutend mit Dumpinglöhnen ist, von denen man alleine nicht leben kann, dann stimmt das komplette System nicht und gehört umgekrempelt.
Wer sagt denn daß Arbeitsleistung generell nur bezahlbar ist, wenn Dumpinglöhne bezahlt werden? Der Lohn des Arbeitnehmers ist der eine Faktor, hinzu kommt noch die Belastung mit Steuern und Abgaben, welche entschieden zu hoch sind. Welcher Lohn bezahlbar ist, kommt u.a. auf die Wettbewerbssituation der Branche an. Je nach Branche können 3,50 Euro oder auch 50 Euro die Stunde angemessen sind, meistens wird er irgendwo dazwischen liegen.
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Original geschrieben von BigBlue007
Da haben wir dann schon wieder das nächste Problem. Schwarzarbeit wird in diesem Land völlig unzureichend bekämpft. Auf Schwarzarbeit müssten dermaßen drakonische Strafen stehen, dass sich das für niemanden wirklich rechnet.
Wenn das so einfach wäre, willst du wohl die halbe Repuplik einsperren? Schwarzarbeit ist die Folge davon, wenn legale Arbeit zu teuer ist, also zu hoch mit Steuern und Abgaben belastet sind, ebenso führen Mindestlöhne verstärkt zu Schwarzarbeit. Mit Strafen kann man Schwarzarbeit nicht wirklich relevant reduzieren, das kann man nur wenn legale Arbeitsleistung bezahlbar ist.
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Original geschrieben von ChickenHawk
Wiki ist zwar nicht wirklich zitierfähig aber:
"In Frankreich, wo der Mindestlohn so hoch ist, dass 15,6 % der Arbeitnehmer betroffen sind, zeigten sich im Unterschied dazu teilweise starke negative Beschäftigungseffekte, vor allem bei Jugendlichen und Frauen. In diesem Land, das laut SVR „hinsichtlich seines institutionellen Regelwerkes auf dem Arbeitsmarkt am ehesten mit Deutschland vergleichbar ist“, seien die Beschäftigungsverluste aufgrund der Anhebung des französischen Mindestlohns allerdings beachtlich. „So ermitteln Laroque und Salanié (2002) einen signifikanten Einfluss des Mindestlohns auf die Höhe der Arbeitslosigkeit.“ [20] Andere Studien ermitteln allenfalls einen geringen negativen Beschäftigungseffekt des SMIC [21]. "
Der geneigte Leser kann die weiteführenden Links zu den Studien selber nachverfolgen. Daher ist die Aussage es würde woanders auch wunderbar funktionieren so nicht nachvollzieh- oder belegbar. Hilft an dieser Stelle auch nicht das gebetsmühlenartig zu wiederholen.
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Vollkommen richtig. Auch mit Studien kommt man da nicht weiter. Je nachdem welche Studie man anführt läßt sich für alles ein Beweis oder ein Gegenbeweis anführen, wie man es halt gerade für die Argumentation braucht. Fazit: Von Studien halte ich garnichts. Der Nutzen von Mindestlöhnen kann nicht bewiesen werden.
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Original geschrieben von oleR
Wenn die Gewerkschaften davon ausgehen, dass ein schlechter TV besser ist als gar keiner und sie mangels Organisation der Beschäftigten auf dem Wege keine besseren Bedingungen erreichen können...?
Dann müssen sie sich fragen, warum sie so wenig Zuspruch bei den Arbeitnehmern der Branche finden? Das wird ja sicher auch seine Gründe haben. Können wir ja gleich die Tarifautonomie abschaffen und die Löhne generell von der Politik festsetzen lassen, wenn die Gewerkschaften nicht in der Lage wären, daß durch Tarifveträge entsprechend zu regeln.