-
Zitat
Original geschrieben von Bino-Man
Du könntest du in der Tat Recht haben.
Aber sollte es dann nicht das Ziel einer Regierung sein, diese Schwarzarbeit dann zu unterbinden? Ansonsten erinnert das ein wenig an Eltern, die sagen: "Dann lasse ich meine 14 jährige Tochter lieber bis nachts um 3 in die Disco und gebe ihr noch Geld mit - bevor sie`s heimlich tut."
Das Problem Fachgeschäft vs. Discounter haben wir heute schon in allen Bereichen. Auch bei Blumen. Aber mal im Ernst - wie sehen die "Sträuße" denn aus?
Angenommen die Angestellte bekommt 3€ die Stunde und verkauft neben all dem ganzen anderen Kram pro Stunde 5 Sträuße zu je 6€. Wenn der Strauß nun 7€ kostet, wird von den bisherigen potentiellen Kunden trotzdem niemand beim Aldi einen Strauß kaufen. Der Angestellten könnte man aber 8€/h zahlen.
Schwarzarbeit wirst man halt nie vollkommen unterbindenn können, da helfen auch strengere Gesetze wenig. Wie will man den beweisen ob der Haarschnitt ein unentgeltlicher Freundschaftsdienst war oder ob was dafür bezahlt wurde, erst dann ist ja Schwarzarbeit. Blumen vom Discounter sind auch nicht mein Geschmack, ich zahle da lieber etwas mehr. Aber wenn ich so sehe, daß die Blumen bei Aldi&Co weg gehen wie die warmen Semmeln, muß man leider feststellen das für viele Leute eben nur der Preis zählt. Viele wollen alles immer noch billiger aber selber natürlich möglicht einen Spitzenlohn. Das geht auch nicht ganz zusammen.
-
Printus
Du hast ein sehr seltsames Verständnis von Marktwirtschaft. Bei den Unternehmen da fordest du Marktwirtschaft, die sollen sich auf den int. Märkten behaupten, müssen also je nach Produkt mit Billiglohnländern konkurieren und den mindest zu zahlenden Lohn willst du vom Staat festsetzen lassen. Das heißt sich wirtschaftlich noch rechnende Arbeitsplätze werden durch einnn künstlich vom Staat hochgesetzten Lohn unwirtschaftlich gemacht. Das hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun, sondern ist Staatswirtschaft. DA mußt du dich schon entscheiden was du willst. Bei den Unternehmen willst du Marktwirtschaft bei den Löhnen Staatswirtschaft. So geht das nicht.
-
Ich denke das Thema Mindestlohn und Zumutbarkeit von Arbeit ist hier ziemlich ausdiskutiert. ES ist klar geworden, daß es unterschiedliche Standpunkte hierzu gibt. In dieser Frage jetzt weiter Argumente dafür und dagegen sich um die Ohren zu hauen, bringt keine neuen Erkenntnisse mehr.
-
Zitat
Original geschrieben von Bino-Man
Somit dürfte klar sein, dass eine Abwanderung der Firmen in`s Ausland bei Einführung eines Mindestlohns eher unwahrscheinlich sein dürfte. ICH zumindest würde für einen Haarschnitt oder einen Strauß Blumen nicht nach Rumänien fahren.
Alles anzeigen
Ins Ausland wird wohl keiner fahren um sich seine Haare schneiden lassen, aber e rläßt sich diese halt dann evtl. bei einen Schwarzarbeiter(in) schneiden, wenn die Preise im Salon ihm zu teuer sind und seinen Blumenstrauß kauft er sich statt im Fachgeschäft dann beim Discounter. Es geht also nicht nur um Verlagerung ins Ausland sondern auch um Schwarzarbeit.
-
[QUOTE] Original geschrieben von laudanum
Da schimpft doch ein Esel den anderen Langohr! ,) [/QUOTE
Ich fühle mich zwar nicht als Esel, aber was solls, beleidigt bin ich wegen sowas nicht.] :p
-
Zitat
Original geschrieben von laudanum
Neutral feststellend, ich wußte ehrlich nicht, dass es noch solch konservative Ansichten gibt!
Dann weißt du es halt spätestens jetzt das es auch andere, (nicht linke) Meinungen gibt. Demokratie lebt ja gerade dadurch das es verschiedene Meinungen gibt. Warum solllte es dann z.B. zum Thema ob ein Mindestlohn sinnvoll ist, genauso wie zu allen anderen politischen Themenn keine unterschiedliche Meinungen geben? Man sollte hier im Forum nicht versuchen mit aller Gewalt seine eigene Meinung anderen aufdrängen zu wollen. Das hat ja schon Jochen hier kritisiert.
-
Zitat
Original geschrieben von rebelstar
Als Steuerzahler hast Du andere Probleme, denn die Steuern, die Du wahrscheinlich in den letzten 10 Jahren bezahlt hast, steckt seit einigen Monaten in den Taschen der Banker!
Was die ALG2 Empfänger bekommen haben, ist ein Witz dagegen!
Ich denke für dieses perverse Vorgehen der Regierung solltest Du auch nicht bereit sein Steuern zu zahlen.
Ziemlich wirr was du hier erzählt, mit der Realität hat das nichts zu tun. Der größte Etatposten im Bundeshaushalt ist der Bereich Soziales, falls du es noch nicht wissen solltest.
-
Zitat
Original geschrieben von BigBlue007
Tja, und ich bin umgekehrt nicht bereit, dass meine Steuergelder dafür verwendet werden, dass Menschen, die einen Vollzeitjob haben und damit eigentlich in der Lage sein müssten, den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren, zusätzlich vom Staat unterstützt werden müssen, weil der Arbeitgeber nicht genug zahlt.
Und nun? 
Was heißt weil der Arbeitgeber nicht mehr zahlt, das sagt zunächst mal garnichts ohne zu wissen warum er nicht mehr zahlt. Er kann in den meisten Fällen nicht mehr zahlen, weil es sich nicht rechnet und bei Mehrbezahung der Arbeitsplatz wegfällt. Darum bleibe ich dabei für solche Fälle den Lohn aufzustocken ist besser als der Verlust des Arbeitsplatzes. DAs es auch einige Arbeitgeber gibt die Lohnschinderei betreiben und mehr bezahlen könnten, ändert daran grundsätzlich nichts. Schwarze Schafe gibt es überall auch bei den Arbeitnehmern, z.B welche die blau machen, den AG bestehlen usw. DAs sind dann alles die sehr wenig vorkommenden Fälle.
-
Zitat
Original geschrieben von laudanum
Jetzt nehmen wir mal an, der User Akway sei ein diplomierter Ingenieur und solle für ein monatliches Salär in Höhe von 600 Euro Brutto Vollzeit als Hafenarbeiter arbeiten. Netto kämen bei einem ledigen Arbeitnehmer unter'm Strich 480 Euro raus. Unterstellen wir weiter Fahrtkosten von mtl. 70 Euro, da der User Akway in einer Großstadt lebt und und sein Arbeitsplatz ansonsten nicht zu erreichen wäre.
Somit verbleibt ein Rest von 410 Euro! Aufstockend muss noch trotz Vollbeschäftigung ALG II beantragt werden. Im schlimmsten Falle werden die Fahrtkosten nicht berücksichtigt, weil der Topf schon leer ist.
Der User Akway würde somit weniger Geld für eine Vollzeitstelle erhalten, hätte einen täglichen Zeitaufwand von vielleicht 10 Stunden, bleibt dennoch Hartz IV-Empfänger, schädigt seinen Lebenslauf, hat weniger Zeit für die Suche nach adäquaten Stellen und seine Motivationskurve dürfte ebenfalls steil nach unten gehen!
Würde der User Akway diese Stelle ohne Perspektive annehmen, wäre er in meinen Augen dumm!
Bezüglich des Mindestlohnes, nein, die CDU will nicht, dass die Menschen für 3,16 Euro pro Stunde arbeiten, aber sie unterstützt es!
Alles anzeigen
Was ist denn das für eine Einstellung, lieber dem Vater Staat auf der Tasche liegen als zu arbeiten. DA bin ich strikt dagegen. Es ist auch nicht so, daß er nicht mehr hat, als ein Hartz IV Empfänger ohne Arbeit. DEr Verdienst wird nicht zu 100 Prozent auf die Sozialleistung angerechnet. ES ist jedem zuzumuten, der arbeitsfähig ist eine Stelle auch dann anzunehmen, auch wenn er mit dem Lohn nur einen Teil seines Lebensunterhaltes bestreiten kann, bevor er vollends dem Steuerzahler zur Last fällt. Für so eine Einstellung bin ich nicht bereit Steuern zu zahlen.
-
Eines möchte ich schon klarstellen, ich habe nicht behauptet alle Arbeitslosen wären Drückeberger und zu faul zu arbeiten. DAs wäre absulut unfair und falsch. Der User "Akway" hat doch hier dargelegt, daß er statt für 3,50 Euro die Stunde zu arbeiten er lieber arbeitslos sein würde. Daraufhin meine Ausage, das wer einen solchen Geringverdienerjob ablehnt, dem gehören sämtliche Leistungen gestrichen. Es ging also nur um dejenigen die wirklich nicht arbeiten wollen. Daraus kann man doch nicht ableiten, ich sei der Meinung, das alle Arbeitslosen Drückeberger wären. Solchen Unsinn würde ich niemals behaupten.