Beiträge von bernbayer


    So einfach ist das nicht. Bevor der Staat hilft, wird schon erst geprüft, ob ein tragfähiges Sanierungskonzept vorliegt oder ob das Pleitegehen lassen einer Bank unser ganze Wirtschaft in den Abgrund stürzen würde. DA muß der Staat selbst bei Verschulden der Führungskräfte helfen, um den Supergau zu vermeiden. Handlungsbedarf besteht aber bei Managergehaltern in der Haftungsfrage. Da müssen Gesetze entsprechend geändert werden. Wer sehr gut verdient, muß auch wenn er Mist baut, dafür in Verantwortung genommen werden, er kann si dann nicht einfach aus die Verantwortung stehlen. Die entsprechenden Gesetze werden wohl auch kommen.

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    Original geschrieben von RyoBerlin
    Genau wenn Leute Hungern, Psychosen bekommen, ausgebeutet werden, unterdrückt, missachtet, beleidigt, unterbezahlt usw... dann sind sie nuuur neidisch...


    *kopfschüttel*


    Darum geht es doch nicht.. Es geht um soziale Marktwirtschaft und nicht um Neidhammelpolitik, das ist ein Unterschied. Wer unverschuldet in Not gerät, dem soll auch durch die Allgemeinheit geholfen werden. Es gibt aber viele die Leistungsfähig sind, aber einfach nicht wollen und die Hand auf Kosten der Allgemeinheit aufhalten, denen müssen die Grenzen klar aufgezeigt werden. Auch kann es keine sozialistische Gleichmacherei geben, wer sich mehr anstrengt, sich besser qualfiziert, der darf auch und soll auch mehr im Geldbeutel haben. Manchesterkaptilismus das wäre sicher falsch, soziale Marktwirtschaft eben und nicht Umverteilung nach Lesart der Linken. Das treibt nur potientielle Investoren aus Deutschland hinaus und schadet somit letzendlich auch den sogenannten kleinen Mann. Ausbeuterlöhne will niemand. Es kann aber nicht Aufgabe des Staates sein, generell Löhne festzusetzen. Da sind die Tarifsvertragsparteien gefordert, also Gewerkschaften und Arbeitgeber. Nur im Ausnahmefall, wo keine Tarifverträge möglich sind, ist ein branchenspezifischer Mindestlohn sinnvoll. Wenn aber Gewerkschaften selbst Tarifverträge abschließen, wie mit 3,80 Euro im Friseurhandwerk im Osten, dann werden sie unglaubwürdig, wenn sie nach Mindestlohn rufen.

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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Traurig, aber wahr. Diese Ansicht ist auch bei meinen Kommilitonen weit verbreitet. Deutschland wird viele Akademiker ausbilden und mit der Überreichung der Abschlussurkunde ins Ausland verlieren. Ich sehe einfach nicht mehr warum es sich lohnen soll in Deutschland zu arbeiten, wenn jede Leistung im Keim durch Neidhammel erstickt wird.
    Die Erfolge der Linkspartei zeigen mir doch nur eins, die Menschen wollen beschissen werden mit utopischen Konzepten. Man könnte argumentieren, dass ich hier Sicherheit und Infrastruktur vorfinden kann, aber die gibt es in ähnlicher/anderer Form auch in Nordamerika, Australien, Neuseeland.


    Warum propagiert die Linke eigentlich nicht, dass die Quelle des übels gerade Milliarden durch ihre Bankenrettung verdient? Ich weiß, es plakatiert sich natürlich schlecht. Warum plakatiert die Linke immer dermaßen selektiv? (Mindestlohn in Land XY, die anderen Abgaben sind natürlich auf völlig anderem Niveau). Warum will die Linke(wobei, nicht nur die) nicht einsehen, dass regionale Unterschiede in Löhnen völlig natürlich und volkswirtschaftlich erstrebenswert sind? Warum müssen alle gleicher als gleich sein?
    Bei aller Liebe zu den Sozialromantikern, einen Unfug wie von der Linkspartei muss ich mir wohl in der Form nur in Deutschland antun.


    Da hast du vollkommen recht. Das sind Sozialromaniker die nur umverteilen wollen, Neidhammelpolitik halt. Die kommen wir so vor, wie wenn ein Bauer seine Kuh melken will, sie aber nicht füttern will. Den soganannten kleinen Mann geht es nicht besser, durch Umverteilungspolitik ala linker Utopien. Wirtschaftliches Wachstum ist eine Grundvorausetzung um Wohlstand für alle zu erreichen. Womit natürlich nicht sozialistische Gleichmacherei gemeint ist. Darum gilt für die Linken meiner Meinung nach: :flop:

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    Original geschrieben von checkito
    Das ist quatsch, denn wenn Du schon 90 % der Stimmen hast, kann der Zugewinn nicht mehr so enorm sein, wie wenn Du von 0 anfängst...


    Das ist nicht nur Quatsch, sondern wäre total undemokratisch, wenn nicht sogar verfassungswidrig. Man muß sich mal vorstellen, die Partei X die bisher z.B. 5 Prozent hatte, legt mit 10 Prozent Zuwachs auf 15 Prozent am meisten zu, die würde dann regieren. Eine Partei Y die von 55 Prozent auf 51 Prozent verliert, wäre dann in der Opposition. Das hätte mit Wählerwille überhaupt nichts mehr zu tun.


    Rechtswidrig ist die aktuelle Regierung nicht im Amt. Das BVG hat ja eine Frist zur Änderung des Wahlrechts gesezt, alle Wahlen die vorher stattfinden haben eine Art Ausnahmegenehmigung. Wenn man für was eine Ausnahmegenehmigung hat, ist das nicht rechtswidrig. Das ist im privaten Leben genauso. Wenn du z.B. eine Ausnahmegenehmigung für einen Führerschein zum Autofahren mit 16 Jahren´bekommst, dann fährst du rechtmäßig Auto, obwohl es normal erst ab 18 geht.

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    Original geschrieben von RyoBerlin
    Das ist doch der Sinn der Demokratie... Mehrheitsentscheidungen treffen und Kompromisse schliessen ;)
    Sonst wäre es ja eine Diktatur *G*


    Wenn sich das Volk so uneinig ist ob es rechte (für wirtschaft, adel) oder linke politik(für bürger) will ist es klar das es so ein chaos gibt und am ende mehrere Parteien sich überlegen müssne ob und wie sie zusammenarbeiten ;)


    Niemand will doch eine Dikatur. Aber zu viele Parteien in einen Parlament können auch schädlich sein. Stell dir mal vor, es müßten vier oder fünf Parteien miteinander regieren um eine Mehrheit zusammen zubringen, was soll da noch vernünftiges dabei herauskommen? Daran kann, muß aber nicht, auch eine Demokratie zerbrechen und radikalen Kräften die Macht in die Hände spielen. Darum wäre zu über legen, ob ein Mehrheitswahlrecht nicht besser wäre, da regiert die stärkste Partei. Eine Diktatur wäre das sicher nicht, England hat ja z.B. auch Mehrheitswahlrecht und die leben ganz gut damit.

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    Original geschrieben von laudanum
    Nein, JETZT ist er wieder ein kleines bisschen offen! ;)
    Letztendlich zählen alle Bundesländer, ob einem die Wahlergebnisse dort passen, oder nicht!


    Die SPD sollte sich nun endlich einem Dialog mit der Linkspartei stellen!


    Offen ist es schon, aber nicht so wie du es darstellst. Offfen ist ob Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot das Rennen macht. Kanzler wird Steinmeier aber nicht werden. Die SPD könnte evtl. noch etwas zulegen auf maximal 27 bis 28 Prozent, was aber keineswegs sicher ist, so Güllner vom Meinungsforschungsinstitut "Forsa". Mehr ist für die SPD nicht drin und das reicht nicht dafür den Kanzler zu stellen. Es zählen alle Bundesländer das ist schon klar, richtig ist aber auch das ein Bundesland mit 10 Millionen Einwohner von größerer Bedeutung ist als eines mit 1 Million Einwohner. Wobei man Landagswahlergebnisse nicht 1 zu 1 auf eine Bundestagswahl hochrechnen kann, da bei der Bundestagswahl doch einiges anders ist, wie z.B. die höhere Wahlbeteiligung und die Kanzlerkanditaten spielen auch eine gewisse Rolle. Was die künftige Parteienlandschaft anbelangt, könnte langfristig gesehen neben den Linken noch eine weitere Gruppierung hinzukommen, nämlich die Freien Wähler, die ja schon sehr lange auf kommunaler Ebene sehr erfolgreich besonders im Süden Deutschlands sind. In Bayern traten sie auch bei der Landtagswahl und erreichten über 9 Prozent. Bei dieser Bundestagswahl treten sie noch nicht an, weil sie organisatorisch noch nicht so weit sind. Es könnte uns also noch ein Sechs-PARTEIEN-System blühen. Ob das für die Demokratie gut ist, ist auch fraglich, man denke nur an die Weimarer Verhältnisse. Die Unregierbarkeit durch die vielen Parteien führten dazu, daß die Nazis an die Macht kamen.


    Du hast mal wieder deine Parteibrille aufgesetzt. Bei der Kommunalwahl in NRW liegt die CDU landesweit vor der SPD. Die SPD erzielte mit rund 29 % ihr schlechtestes Egebnis im Stammland der SPD. Kommunalwahlen sind auch keine Testwahlen für Bundestagswahlen, da hier die Ergebnisse von örtlichen Gegebenheiten geprägt sind. Der Ausgang der Bundestagswahl ist nach wie vor offen. Offen ist ob es eine schwarz-gelbe oder schwarz-rote Regierung unter Führung von Angela Merkel geben wird. Daran hat sich durch die gestrigen Wahlen nichts grundlegendes geändert. In Sachsen das genauso groß ist wie Thüringen und Saarland hat schwarz gelb klar gewonnen. In Saarland und Thüringen hat die CDu stark verloren, ebenso die SPD in Saarland, was im wesentlichen landesspezifische Ursachen haben dürfte. Die Gewinner sind da die Linkspartei. Die SPD ist mit Ergebnissen von rund 10 %, 19 % und 25 % insgesamt schwach geblieben. Die Bundestagswahl wird in den großen Bundesländern wie NRW, Bayern und Baden-Württenberg entschieden und nicht in "Zwergstaaten" wie das Saarland welches nicht mal so groß ist wie eine Großstadt wie München.

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Das interessanteste Ergebnis heute abend ist IMHO, dass jetzt auch der Letzte wird akzeptieren müssen, dass sich die Linken dauerhaft als 5. Partei - auch im Westen - etabliert haben. Auch wenn im Saarland der Lafontaine-Effekt natürlich riesig war.


    Als ich dies hier vor ein paar Jahren schon mal prognostiziert habe, haben viele noch gelacht... :D


    Dieses Statement ist übrigens heute genausowenig wie damals ein Spiegel meines persönlichen Wahlverhaltens. Ich scheine nur etwas mehr als andere in der Lage zu sein, Fakten zu akzeptieren. ;)


    Das die Linke sich auch im Westen dauerhaft etabliert hat ist nicht zu leugnen. Allerdings nicht auf einem Niveau von 20 Prozent wie im kleinen Saarland, wo der Sondereffekt Lafontaine, (Napoleon an der Saar) hinzukommt. Der war ja bekanntlich schon mal sehr lange Ministerpräsident dort, als er noch bei der SPD war.

    [QUOTE] Original geschrieben von RyoBerlin
    Von den Zahlen her belanglos... Psychologisch könnte es manche beeinflussen das sie sich doch umentscheiden zur Bundestagswahl.


    Von der art wie Regiert wird.... tja wird sich zeigen ;)


    Hier in Berlin musste ja Die.Linke/SPD auch so einiges umsetzen das sie weniger wollten aber mussten da die Bundesregierung CDU/SPD es so forderte.
    Naja die SPD wohl nicht ganz so stark da sie ja auch in der Bundesregierung vertreten ist.


    Man kann also sagen, wenn Landesregierungen abweichend von Bundesregierung dann kann es zu Streitigkeiten kommen und widerwilligen durchsetzungen... und es kann auch den Ruf von Parteien ruinieren wenn sie entgegen ihrer eigentlichen Zielsetzung dinge durchsetzen muss die sie nicht befürwortet.
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    Ich würde mal sagen, der Ausgang der Bundestagswahl ist noch offen. Realistisch ist Schwarz/Gelb oder auch Schwarz/Rot wie bisher, Rot/Rot/grün und Schwarz/Gelb/Grün halte ich für sehr unwahrscheinlich. Mir persönlich wäre Schwarz/Gelb am liebsten, darum geht es aber nicht, sondern was realistisch zu erwarten ist.